Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
813
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PL. Nr. 2237 — 2238. 813

Bildnissen erwähnen wir besonders jenes des berühmten BildhauersThorwaldsen nach Begas, und des Bildhauers Rauch nach Magnus, fol.Legrand starb zu Berlin 1832.

2237. Franz Xaver Laporterie, Zeichner und Kupferstecher, geb."Vy -1 zu Bonn 1754, licss sich 1780 in Cöln nieder, und schnitt ver-/ \ j schiedene Bilder aus Perlmutter. Als Kupferstecher behauptet

er eine geringe Stelle. Sein grösstes Blatt gibt eine Ansicht des Rath-hauses in Cöln. Es ist mit dem Namen bezeichnet, vor welchem dieInitialen FXL verschlungen sind. J. J. Mcrlo, Kunst und Künstlerin Cöln S. 250, fand das obige Monogramm auf kleinen, zart behan-delten Federzeichnungen mit den Brustbildern der Apostel.

2238. Ludwig Frig scheint jener Formschneider zu heissen,~^r*=' welcher von Tobias Stimmer und Christoph Maurer in

-"'-'/ *^M: '^3° Strassburg und Basel zur Illustration einiger Druck-~Sp\ "VT ,£. werke verwendet wurde. Sein Name steht wenigstens

« ' oc=«=- auf einem Holzschnitte mit der perspektivischen Ansicht

von Zürich, auf welcher das Zeichen des Christoph Maurer und dieJahrzahl 1595 vorkommen. Unten gegen links ist ein Täfelchen mitdem Namen LVDWIG | FRIG. G. C. |] und dem Messer darunter. L. Frigwar also Formschneider, und auch unser Monogrammist, welcher zu-weilen die Jahrzahl 1590 beifügte, legitimirt sich als solcher durchdas bald oben, bald unten beigefügte Messerchen. Er kommt mitCh. Maurer und T. Stimmer in Berührung , und somit ist wohl diebisher angezweifelte Deutung des Zeichens richtig. In diesem Falleist er auch mit dem Formschneider L F, welcher die Ansicht vonPlauen geschnitten hat, Eine Person. Dieses Blatt kommt mit derAnsicht von Zürich in S. Münster's Cosmographey vor, welche in Baselmehrere Auflagen erlebte. Andere Blätter von L. Frig findet man inStrassburgcr Drucken, und zwar solche mit dem Monogramme. DieInitialen L F kommen auch in Werken aus dem Verlage des SigmundFeycrabcnd in Frankfurt vor. Die Zeichnungen dazu lieferte aberJobst Amman , welcher damals in Nürnberg lebte. Es ist also keineFolge, dass der Meister L F gerade in Frankfurt gelebt habe. SeinAufenthalt ist wohl in Strassburg oder in Zürich zu suchen , und ertheilt mit Ch. Maurer und T. Stimmer wahrscheinlich die Landsmann-schaft. Bartsch IX. p. 416 schreibt wenigstens auch die Blätter nachJ. Amman dem L. Frig muthmasslich zu. Man findet sie in J. Amman'sKunslbüchlen. Frankfurt 1599, und in dem Buche: Künstliche wolgerisseneNew figuren von allerlei Jag und Weidtwerk. Frankfurt 1502, 1592, fol. u. 4.

1 — 6. Die Würden und Chargen der römischen Kirche, nach denZeichnungen des Tobias Stimmer, B. No. 19 — 24. Diese Blättersind zum Zusammenlegen bestimmt. H. 12 Z. Br. 10 Z. 4—6 L.

1) Der Papst, ein Cardinal und ein Bischof. Links unten ist dasZeichen des Formschneiders.

2) Drei Bischöfe. Ohne Zeichen.

3) Ein Abt mit Schlüsseln und ein alter Eremit. Ohne Zeichen.

4) Drei Mönche. Ohne Zeichen.

5) Ein Pilger, ein Pfarrer mit dem Buche, und ein sich geisselnderBüsscr. Unten links das Zeichen.

6) Ein Geistlicher auf dem Wege zu einem Sterbenden in Be-gleitung des Diacon und des Messners mit der Laterne. Ohne Zeichen.

• 7) Die Verlagsvignette des Buchhändlers Lazarus Zetzncr in Frank-furt, nach der Zeichnung des Ch. Maurer. In der Mitte ist die Büste