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und selbst den Leuten der Kirche fast unbekannt. Die Inschrift lautet:Anno dni 1^1)1 den 12 tag october starb der Ernhafft und furnem Frie-drich llerlin satt Maler allhie, dem Gott gnadig sey. Unter dieser In-schrift ist ein quorgethoiltcr Wappenschild mit einem schreitendenLöwen und einem goldenen Herzschild in schwarzem Felde. Wennalso llerlcn heim Tode des Jan van Eyck 22 bis 23 Jahre alt war, soerreichte er ungefähr ein Alter von 74 Jahren.
Dieser Artikel ersetzt jenen im Künstler-Lcxicon VI. S. 119 ff.,und es mögen ihn auch diejenigen benutzen , welche ohne gehörigesQuellenstudium für die Fortpflanzung von Irrthümern gesorgt haben.
2145. Unbekannter Kupferstecher, dessen Lebenszeit die beige-filgle Jahrzahl bestimmt. Sein Zeichen findet mau auf einem
( K < radirten Blatte mit dem Kniestücke eines bärtigen Mannes," wie er die rechte Hand auf eine Mauer legt. Brulliot, welcher
Y(j^i £ L No. 2092 das Zeichen unrichtig unter FZ gibt, glaubt, essei liier der Kupferstecher Johann Troschel abgebildet, alleinwir wissen durch Herrn Börner, dass dieses Blatt den CompassmachcrHans Troschel vorstelle. Letzterer starb 1612, wie der KupferstecherJohann Troschel, dessen Bildnis« mit folgender Inschrift versehen ist:Hans Troschel Civ. SSorimb. Actat. 83. Marl. 1012, 4. Das Bildniss desCompassmachers ist gut radirt. II. 5 Z. 9 L. Br. 3 Z. 9 L.
2146. unbekannter Kupferstecher, welcher um 1050 in Englandn~r^i gelebt zu haben scheint. Das gegebene Zeichen fand Herr
^--ü__ ) J. A. Börncr auf einem radirten Blatte, welches eine Dame
mit kugelförmiger Pelzmütze im schwarzen Kcifrockc in Begleitung derMagd mit dem Korbe vorstellt. Dieses Blatt scheint eine Copie nachW. Hollar zu seyn , da dieselbe Vorstellung in dessen Tracbtenwcrkvorkommt. Dr. l'arthoy beschreibt das Original No. 2000, bemerkteaber kein Monogramm, so dass wir auf eine Copie schliessen müssen.Ilollar's Blatt ist auch nur 4 Z. 3 L. hoch, jenes unsers Monogramm-isten hat eine Höhe von 4 Z. 6 L. ohne Einfassung. Die Breite be-trägt 2 Z. 6 L.
Zu den Nachahmern, und vielleicht Schülern des W. llollar gehörtWilliam Howard, welcher um 1605 in London thätig war. Vielleichtist das fragliche Blatt von seiner Hand. Man kann Howard fecit losen.
2147. Theodor Horschelt, Maler in München, einer der vorzüg-C~5=VV? lichsten Künstler seines Faches, erscheint hier nur mit einem\^/(s~Cs vorläufigen Artikel, da das Monogramm für F // genommenwerden kann. Man findet es auf Holzschnitten, auf sogenannten Bilder-bogen, welche in München hei Schneider und Braun erschienen. UnterT II werden wir auf diesen Künstler zurückkommen.
2148. Franz Hock, Maler aus Schwaben, Hess sich gegen 1548 inVT-T München nieder, und malte da für Kirchen und Klöster bib-L y j lische Vorstellungen, welche grösstenteils von Ort und Stelle.r . Jrl . kamen, oder vergessen blieben. In der Kirche der heiligenJungfrau zu München ist noch ein Eccc Homo von ihm , welches un-gefähr die Richtung des Bans Schäuffclin beurkundet. Auf diesem Ge>mäkle steht der Name mit der Jahrzahl t8AO, Aus der schwäbischenSchule ging auch der Meister F. II. bei Bartsch IX. p. 89 hervor, unddem daselbst beschriebenen Blatte könnte eine Zeichnung des F. Hockzu Grunde liegen. Von dem sogenannten Friedrich llulsius, welchenwir mit vollem Hechte in Franz Huys umtauften , kann keine Bedeseyn. Das von Bartsch beschriebene Blatt stellt Christus am Kreuzevor, links Johannes, wie er die linke Hand au die Brust legt, und nnt