Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
785
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FH. Nr. 2149. 785

der rechten die in Ohnmacht sinkende hl. Mutter unterstützt. Hechtshebt Magdalena im Schmerze die Hände empor. Links unten stehendie Buchstabon F II, unter welchen Bartsch den Maler vermuthet. ImHände steht: In hoc apparuit charitas üei elc. II. 10 Z. HL. mit deinHände, Br. 7 Z. 6 L.

Heller, Monogr.-Lexicon S. 130, erwähnt eines um 1540 lebendenKupferstechers F. II. , führt aber nach seiner Weise kein Blatt des-selben an, so dass er entweder den von Bartsch eingeführten Ano-nymus, oder einen zweiten Meister F. II. im Sinne hatte, von welchemMatter vorkommen, die dem Verfasser des l'eintre-gravcur unbekanntblieben. Sic gehören ebenfalls einem Meister der schwäbischen Schule•in, wir wollen aber den Franz Ilöck als Zeichner nicht bestimmt fest-haken, obwohl wir glauben) dass es sich um alte Fabrikate Münchenshandln. Der Meister F. II. stellte in einer Folge von acht Blättern denAbfall des Menschen von (Jott, und wie er In Folge des Ungehorsamsden Leidenschaften und jeglicher Lust verfällt. Auf jedem Blatte sindzwei Vorstellungen durch Säulen getrennt unter runden Bögen. ImRande stehen deutsche und lateinische Frklärungen der Scencn, kl.5JJ. fol. Auf dem ersten Blatte links wird ein nackter Mann von einemWeihe an den Baum gebunden, und rechts wird dieser Mann mit aufden Kücken gebundenen Händen von einem anderen mit dem Stockedurch den Wald gejagt. Links unter der Gruppe steht: Mensch Un-horsani, rechts: Mensch Sundt. Links im Hände liest man: llaldt sich** c r Mensch von Gott afwantt, Die ungehorsamen verhanlt. IIb eigene lieby**«J und Begier, und setzt sich selbst dem Scheppcr vür. Hechts im Händeder zweiton Vorstellung: Dal is die Wurtzell aller Sundt, die daernaheoere freuchl gewünt durch wirklich Sundt desz Vleischcs macht die iagl den«lenschen Dach und Nacht. Unter diesen deutschen Reimen ist die la-teinische Uebersctzung. Die Blätter sind mit F. II. bezeichnet, undlm Vergleiche mit dem oben erwähnten Krouzbilde kann man wohl«W den einen und denselben Zeichner, aber nicht auf denselben Kupfer-stecher sebliossen. Die Folge der acht Blätter mit den symbolischenVorstellungen könnten von dem Zeichner selbst in Kupfer gebracht seyn.

KH9. Franz Huys, auch Hvys und Hutts, Kupferstecher, war umF H i? ii /■ •. 1555 —1570 in Antwerpen thätig. Bio Blätter diesestt ,' ' Meisters werden gewöhnlich einem Friedrich

jlulsius zugeschrieben, und man bringt ihn mit einem anderen^dnstler dieses Namens in Vorbindung, welcher aber viel jünger ist.Aul Friedrich Ilulsius, als den Verfertiger der alten F. II bezeichnetenRätter, verfiel man wahrscheinlich in Folge einer missverstandenenwdle im Monogrammenbucho von J. F. Christ, welcher S. 181 voneinem alten Kupferstiche mit den Initialen F. H. spricht, aber ohne•«n Inhalt desselben zu nennen. Unmittelbar darauf gibt er das Mono-gramm des Friedrich Ilulsius, und somit wurden auch die Initialen*'• IL auf diesen Meister gedeutet. Friedrich van Hülsen, auch Ilulsiusgenannt, wurde erst gegen 1580 oder noch später geboren, und kannHaber für llicronymus Cock, Hans Liefrinck und Gerald de Jode nichtgearbeitet haben , wie diess mit Franz Huys, d. h. dem Meister F. II.,der Fall ist. Für Franz Hogenberg können wir noch weniger einstchen,w ie im folgenden Artikel bemerkt wird, wo das Gegenstück zum Bild-nisse Philipp H. beschrieben ist.

1) Kaiser Carl V. in verziertem Oval mit der Umschrift: 0AB8OAaOLTjS V. AUG. Unten im Cartouehc: D. CAEOL1 v. IUP. TiMiur OBBIS'' A| 'TIUM TIMVJll'iriS (1I.OIMOSISSIMI VEUA BT QENV1NA KFFKHB8, AXTVBRP.

exuvd. ioan. LiED'KiNC Links oben steht der Buchstabe F, rechts II.

Monogrttmmisten Bd. II. 50