766 FG. Nr. 2116-2119.
mit breiton Herzblättern hervorkommen. Alles auf schwarzem Grunde.Davon bemerkt Bartsch nichts, es wird sich aber nur um seine No. 19handeln. Unten in der Mitte stehen die Buchstaben F G. Höhen-durchschnitt der an den Ecken abgerundeten Platte. H. 3 Z. 7 L.Br. 1 Z. 3 L.
8) Ein Fries mit Laubwerk auf schwarzem Grunde und mit dreiMedaillons, von welchen jene rechts und links nur halb ausgedrücktsind zum Dupliren. In dem mittlem Medaillon ist die Büste einesKaisers mit der Lorbeerkrone. Ohne Zeichen. H. 10 L. Br. 5 Z. IL.Dieses Blatt kennt Bartsch nicht. Wir fanden es im Cabinct zu Münchenvor, es muss aber zweierlei Abdrücke, oder eine Wiederholung geben.Im Catalog Reynard II. Nro. 123 ist nämlich angegeben, dass uutenin der Mitte die Buchstaben F G stehen.
9) Ein kleiner Fries mit Blätterwerk. Unten ein Würfel mit F G.H. 9 L. Br. 1 Z. 9 L. Dieses Blatt nennt Frenzel im Catalog Stern-berg II. No. 1210.
10) Vignette mit einem Manne im Harnisch und mit dem Helmeauf dem Kopfe. Ein solches mit FO bezeichnetes Blatt linden wir alsSupplement zu Bartsch angegeben, aber nicht genau beschrieben.
11) Muster zu einem Mcssorheftc mit FG. Ein solches Blatt zeigtBrulliot I. No. 1836 ohne Bestimmung des Masses an. i
2116. Unbekannter Formschneider, welcher um die Mitte des■p /~« 16. Jahrhunderts in Frankreich thätig war. In dem Werke:
' Illustration* de V ancienne imprimerie Troyenne en 'HO gravuressur bois du XV. etc. siede, publiees par V. f.. Troyes, Varlol 11150, 4,ist ein neuer Abdruck einer Blatte mit der Darstellung im Tempel,auf welchem die Buchstaben F G vorkommen. Die alten Exemplarescheinen äusserst selten su seyn.
2117. Friedrich von Gärtner, der berühmte Architekt, behauptetp /"~! oben unter dem Monogramme F G in Cursiven No. 2108 eine
' ausführliche Stelle, und es ist auch auf das Werk hingewiesen,in welchem Lithographien mit F G vorkommen, nämlich die römischenBauverzierungen nach der Antike &c. München 1824, gr. fol.
2118. Filippo Gherhardi, Maler von Lucca (1634—1704), lieferter> f< Zeichnungen zum Stiche. Jakob Barri radirte nach einer sol-*' "• chen von 1667 die Stratonice am Krankenlager des Antiochus,qu. fol. Ein anderes Blatt dieses Meisters stellt den Kaiser Augustusin Ära Codi vor, wie ihm die Sibylle das Bild der heil. Jungfrauzeigt, qu. fol. Glierardi's Mitarbeiter war Giovanni Coli, und dahersteht auf Blättern nach ihren Compositionen G. C. F. G. lucchesi inv.
2119. Franz Anton Grue bezeichnete nach Brulliot II. No. 818 radirteVrr Landschaften und kleine Marinen in Everdingen's Weise
/• mit den Initialen F G f. Sie machen eine Folge von 10—12Blättern aus. H. 2 Z. Br. 3 Z. 7 -L. Brulliot, und nach ihm Heller,hält den Verfertiger für einen französischen Künstler, weiss aber keinenweiteren Bescheid.
F. A. Grue stammt aus der Familie des Francesco Saverio Gruevon Castelli, in welcher das Geheimniss des Luca della Robbia zurBearbeitung der Massa und der Farben bei Herstellung von Werkenin Majolica erblich war. Die Majolica di Castelli war so berühmt, dassdie Erzeugnisse der Manufactur der Grue jenen von Pisa und Pesarovorgezogen wurden. Besonders schön sind die Werke des F. S. Grue,welcher gegen Ende des 17. Jahrhunderts das Geheimniss der Ver-goldung von Friesen und Ornamenten erfand. Seine Brüder, seine