FG. Nr. 2120 — 2123. 767
Söhne, und viele Schüler arbeiteten zum Ruhme der Kunst der Cera-mica. Auch die von P. S. Grue gegründete Porzellan - Manufaktur inNeapel trieb einen grossartigen Handel, und erfreute sich namentlichder Munificenz des Königs Carl von Bourbon und seines Sohnes. Diebemalten Gefässc und Platten des P. S. Grue gehören zu den Kost-barkeiten ihrer Art, und jedenfalls steht er als Laborant und Malerüber allen Meistern der Familie. Ein Mann der Wissenschaft undKunst ist auch Franz Anton Grue. Auf einer gemalten und mit Goldverzierten Platte, welche einen prachtvollen Tempel mit Säulen undCornischen, und im Vorgrundc einen Jäger mit dem Hunde vorstellt,liest man: Doctor Franc. Ant. Grue f. Neap. anno 1710. Diess ist nunder F. A. Grue des Brulliot. Die radirten Platter desselben sind sel-ten, und wir haben nicht ein einziges gesehen. Don Stempel der Manu-faktur in Castelli werden wir in der Abtheilung über die figürlichenZeichen geben. Kr besteht in einem Halbmond mit dem Leuchter.Ueber die Majolica- Produkte vgl. die Abhandlung von Diego Konghi:La Oigulina di Castelli. Intorno alle Majoliclie di Castelli. Napoli 10lj(i. 4.
2120. Johann Martin Friedrich Geissler, Kupferstecher von Nürn-p_ Gc. 1 ucr S (1778 — 1853) tritt hier nur vorläufig auf, da wir unter„ " , ' > dem Monogramme F MG ausführlich auf ihn zurückkommen./• «• | Die Initialen des Namens scheinen auf sehr wenigen Blätternvorzukommen , und nur auf solchen von geringerer Bedeutung. Wirhaben nur Kunde von einer kleinen Radirung, welche ein Thor vor-stellt, unter welchem zwei junge Männer eine Alte auf dem Karrenziehen. Geissler hinterliess mehrere Kadirungen, wir hatten aber nichtGelegenheit, solche mit den Initialen des Namens zu sehen. Ein ausden Cursivcn FG bestehendes Monogramm werden wir unter GF ein-reihen, da der letztere Buchstabe in der oberen Bauchung des G steht.
2121. Franz W. Goldschmid, Kupferstecher, war in den JahrenFG SC V ?" 1728 17,i0 JnPfM thätig. Er stach meistens Andachts-
' bilder, welche gewöhnlich mit dem Namen bezeichnet sind.Die Initialen stehen auf dem Blatte, welches den Kaiser Franz I. vor-stellt, wie er vor dem Bilde der Madonna von Altbunzhm kniet, 8.Ein zweites Blatt mit den Initialen gibt die drei Jünglinge im Feuer-ofen in Abbildung, 8. In technischer Hinsicht vordient dieser Künstler Lob.
2122. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge F. G. zeichneten,p P nach Schlickcysen, Erklärung der Abkürzungen auf Münzen &c.
• lJ< S. 107.
Frater Georgius Martinizzi, ungarischer Schatzmeistor, 1530—1540.
Florian Gruber, Münzmeister in Erfurt, 1599 — 1606.
Franz Guichard, Stempclschncider in Mömpelgart 1610—1620,dann in Stuttgart bis 1628.
Filippo Galeotti, Münzmeister in Gubbio, 1626.
Paolo Emilio Galeotti, Stempelschneider und Münzmeister inGubbio, 1646 — 1673.
Friedrich Grüner, Münzmeister in Christiania, 1652 — 1675.
Franz Gilly, Münzmeister in Langeuargcn, 1690—1694.
2123. Franz Joseph Geiger, Historienmaler von Landshut, hinter-T-r /D liess daselbst in Kirchen verschiedene Bilder, und malte
Ji ( t um 1678 auf der Trausnitz, dem herzoglichen Schlosse, die
/ vJ- letzten noch theilweise erhaltenen Fresken. Später wurde
fp Ct F. Geiger Hofmaler in München, kehrte aber nach einigen
^ J Jahren wieder nach Landshut zurück, wo er noch 1716