760 FFM —FFS. Nr. 2103 — 2107.
2103. Felix Meyer, Landschaftsmaler von Winterthur, kam umF y M 1664—1677 in Rom mit A. Genoels in Berührung, und radirte
mehrere Blätter nach seinen Zeichnungen, deren F. M. fec. &c.bezeichnet sind. Die Buchstaben F. F. iW. stehen auf einem Blatte,welches Bartsch No. 29 unter dem Titel des Tempels beschreibt, unddem Genoels beilegt. Es steht unten der Name des letzteren , dochfindet man auch Abdrücke mit den kleinen Buchstaben F F. M. , wor-unter vermuthlich Felix Meyer zu verstehen ist. Es scheint sich aberum keine Copie zu handeln. Die Platte wurde in Wien neuerdings ab-gedruckt. Unter F. M. fec. kommen wir auf F. Meyer zurück.
2104. Flaminio Fontana, der Bruder des Orazio, und wie dieserU 17 O a ' s Majolica-Maler berühmt, wurde nach einer von Pun-"• " ^ - gileoni beigebrachten Urkunde 1567 von dem Herzog AI -fouso II. nach Ferrara berufen, wo ebenfalls eine Majolica-Fabrik imGange war. Der Künstler stand damals bereits im reifen Alter, indemer schon von 1540 an mit seinem Bruder in der Manufaktur zu Urbinothätig war. Als selbstständiger Meister in Ferrara zeichnete er dievon ihm bemalten Gefässe mit F. FO. Eine Fruchtschüssel befindetsich jetzt in der Sammlung Correr. Sie ist von V. Lazari, Notizie delleopere d'Arte della Raccolta Correr p. 69 No. 258, beschrieben. DieserSchriftsteller gibt auch Nachricht über den Künstler.
2105. Fleury Francois Richard, Historien- und Genremaler, geb.zu Lyon um 1777, ging aus David's Schule hervor,verliess aber die republikanische Richtung desMeisters, und führte statt der Schrcckenssccnen
^z-L'-L-L \3 Bilder aus dem französischen Mittelalter vor, inwelchen sich die Chevalerie und der romantische Sinn jener Zeit ab-spiegelt. Richard galt in Lyon lange als das Haupt einer Schule, welchesich die Ausbildung des damals so beliebten romantischen Genre's zurAufgabe gemacht hatte. Seine Werke sind zahlreich, und wurden inder Zeit des Kampfes der Romantiker und Classiker ebenso sehr er-hoben, als herabgewürdiget, wie diess auch mit den Bildern grössererTalente, z. B. eines E. Delacroix der Fall war. Richard war allerdingseiner flachen Idealität verfallen, und steht daher tiefer als II. Vernet,welcher als Haupt der neueren Romantiker zu betrachten ist. NachRichard wurde wenig gestochen , obgleich viele Gemälde dieser Ehrewürdig waren. Eine sehr schöne romantische Composition gibt dasmeisterhafte Blatt von Boucher Desnoyer, Franz I. von Frankreichvorstellend, wie ihn seine Schwester, di.e Margaretha von Navarra, aufden im Schlosse zu Chambord ins Fenster geschriebenen Vers: Souventfemme varie, bien fol ett qui s'y fie, aufmerksam macht, s. gr. roy. fol.Auf Gemälden dieses Meisters findet man die obigen Zeichen, welchemit geringer Abweichung wiederkehren.
2106. Franz Frlderlch, Maler und Radirer, behauptet oben unterTfL^t/ flt ' m Monogramme F. F. No. 2072 eine Stelle, und dahert-, . >.' bemerken wir nur nach Brulliot III. No. 351, dass dieb-Jrwt.J?c/. Abbreviatur des Namens auf etlichen radirten Bildnissenvorkomme. Auf jenem des Churfürsten Joachim IL von Brandenburgvon 1570 steht: F. friede fe.
2107. Der unbekannte Formschneider, welcher durch diese Ini-P" r C V Aiir t'alen seinen Namen andeutete, ist oben unterr. r. ö. V. 177o. p p jj 0 2 088 eingeführt, und wir geben daherhier nur den Rückweis.