Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
729
Einzelbild herunterladen
 

FC. Nr. 1990-1991. 729

Unbekannter Stempelschneider. Man findet eine Medaille mit demBildnisse des Papstes Gregor XIII. , und mit der geöffneten hl. Pforteauf dem Avers, MDLXX. Die Buchstaben F. C. können sich auf Cavinobezichen, da dieser Meister 1570 starb.

Francesco Cornar, MtUunnfseher in Venedig von 1655 — 1656.

Francois Cheron, Stempelschncider, geb. zu Luneville 1635, gest.1699. Einer der vorzüglichsten Meister seiner Zeit, arbeitete er fürden französischen und für den päpstlichen Hof. Man findet Medaillenmit F. c. und F. C. F.

Filippo Cropanese, Medailleur in Rom um 1756—1773. DieserKünstler dürfte nur sehr selten F. C. gezeichnet haben. Er schnittseinen langen Namen ein. Letzterer steht z. B. am Arme der Büste«es Papstes Clemens XIV. auf einer Medaille von 1771 , welche imRevers die Liberalitas mit dem Füllhorn vorstellt.

19 90. Fra ncis Craig, Formschneider in London, gehört zu denT"/^ E39 früheren englischen Künstlern seines Faches , welche''KÄS '" der Geschichte der neueren Xylographie Epochemachten, erreicht aber an Verdienst die Bewik, Clenell, Branston U.A.«•cht Blätter von seiner Hand findet man in: The Provintial Antiquities<*nd pictoresque seenery of Scotland. London tfilO. 4, und in dem Werkedes Malers W. M. Craig: A Course of l.eclures on Vrawing, Paintingand Engraving etc. London 189 i, 8.

W91. Marc Antonio Franciabiglo, Historien- und Bildnissmalcr,"T\~T "FVl geboren zu Florenz 1483, gestorben 1524. Freund undll\ PS Mitarbeiter des Andrea del Sarto, widmete ihm VasanJ-v-*-^ J/-^ e ; nc eigene Biographie, welche noch immer massgebend•st, obgleich dieser Schriftsteller mit den zarten und anmuthigen Bildern«es Franciabigio und Francesco Uhortini il Bachiacca nicht ganz im«einen war. Bachiacca kam ebenfalls mit Andrea in freundschaftlicheBerührung, und da er wie Franciabigio im Style demselben sehr naheste bt, so konnte es sich leicht treffen, dass die Werke beider Künstlermit einander verwechselt wurden. Wir haben darüber unter den Ini-tialen F.B No 1925 eine Vermuthung geäussert, indem ein A. S.MDXxiij. F. li. gezeichnetes Gemälde der k. Gallerie in Dresden demA . n drea del Sarto und Franeia Bigio gemeinschaftlich zugeschrieben*,'"!, da die Buchstaben F. li. auf letzteren gedeutet werden. DiesesG emäldc enthält Sccnen aus dem Leben des Königs David, und wirdVo, i A. Renmont (Andrea del Sarto S. 140) unbedingt diesem Künstler'■"d dem Franciabigio zugesehrieben. Vasari redet aber nicht von An-d /\a's Theilnahme, sondern bemerkt nur. es habe dem ljrancia v.e cn««'im erworben. Desswegen wird es wohl jetzt in J. Hühner sCatalogae . r königL Gallerte in Dresden No. 25 dem Franeia Big» allem zuge-trieben, wir haben es aber gewagt, die Buchstaben F.B. auf l<ran-^sco Bachiacca zu erklären, und A. S. bedeutet sicher eher Anno Sa-™"«. als Andrea del Sarto. Uebrigens schlicssen wir den Franciabigio?«M aus, da Vasari dessen Theilnahme bestätiget. Diese Künstler ar-^iteten gemeinschaftlich an dem Werke, obgleich Bachiacca von Vasarinich * genannt wird. Letzterer wusste aber nur seinen Beinamen nicht,sondern bringt ihn unter dem Gcschlechtsnamen Francesco d Albertino^Franeia in Berührung. Dieser Albertino ist sicher Süs UboUnientstanden, und somit haben wir auch den Francesco Ubcrtim ilBachi-5«*. auf welchen die Buchstaben F. li. passen. Auf dem Gemälde inDresden kommt aber auch das zweite der gegebenen Zeichen mit der^hrzahl MDXXIII vor, welches dem Franciabigio angehört. Das ersteSonogramm steht auf einem Gemälde dieses Meisters in der Gallerie