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FBV —FBVA. Nr. 1972 —1975. 725
da er angibt, dass das Zeichen auch weiss auf schwarzem Grunde vor-komme. Wir wissen nur von Blättern, auf welchen das Monogramm inrichtiger Stellung erscheint, so dass wir es unter VB F bringen müssen.Heller gibt das obige Zeichen ebenfalls abweichend, scheint es aber,wie so häufig, nach Brulliot copirt zu haben.
1972. Feder ico Barocclo, Maler und Kupferstecher, geboren zu~ Urbino 1528, gest. 1612. Schüler von Battista Franco,
richtete er in Venedig sein Augenmerk auf die WerkeTizian's, und nahm dann in Born die Prinzipien derRafacl'sclicn Schule an, ohne aber den Geist des grossen Stifters der-selben vollkommen zu begreifen. Barocci war bereits dem Manierismusverfallen, und daher ersieht man in seinen Werken nur die Nachblütheeiner verschwundenen classischen Zeit. liier haben wir es aber nurmit einem Holzschnitte zu thun, welcher nach Barocci's Zeichnung inHelldunkel ausgeführt wurde. Dieses Blatt stellt die hl. Jungfrau mitdem Kinde , St. Sebastian und einen hl. Bischof vor. H. 14 Z. 9 L.Br. 11 Z. 3 L. Bartsch XIT. p. 66 No. 26 will den Schnitt dem Hugoda Carpi zuschreiben, und auch andere Schriftsteller legen das Blattdiesem Meister bei. Allein F. Barocci war zur Zeit, als II. da Carpistarb, noch ein Kind, und somit kann jener Meister das Blatt nachBarocci nicht geschnitten haben. Im ersten Drucke fehlen die InitialenF. B. V. , im zweiten stehen sie an einem Piedestale. In diesem Zu-stande ist auch das Monogramm des Andrea Andreani mit dem Bei-satze: in Mantova 1005, eingeschnitten. Im Jahre 1605 war F. Ba-rocci noch am Leben, und Andreani wird daher durch die BuchstabenF. B. V. nicht einen anderen Künstler angedeutet haben. Diess müssteaber der Fall seyn , wenn II. da Carpi den Schnitt ausgeführt hätte.Andreani richtete mehrere alte Platten zum zweiten Drucke her, daer von 1600 an fast nur mehr als Kunsthändler zu betrachten ist.Auch das Bild der Madonna mit St. Sebastian muss lange vor 1605im Drucke erschienen seyn, da Abdrücke ohne Zeichen vorhandensind. Wir können als Formschneider nur den A. Andreani vermuthen,gesetzt auch, dass IT. da Carpi's Manier aus dem Blatte ersichtlich ist.Beim Drucke wurden vier Platten angewendet.
1973. Felix Bovle, Maler und Badirer, geboren zu Brüssel den77» j~\ -tt 17. September 1812, wurde von E. J. Verboeckhoven
X . ±J . V . und B. C. Koekkoek unterrichtet, und machte dannBeisen in Frankreich und Deutschland. Er ist durch landschaftlicheBilder bekannt, welche zuweilen mit Thieren staffirt sind. Auf Ge-mälden dieser Art findet man die Initialen des Namens. Bovie radirteauch einige Blätter. Darunter ist eine schöne Flusslandschaft in kl.'iu. fol. Zwei klcinero Blätter mit Landschaften sind von 1841, qu. 8.
1974. Franz Baron von Beroldingen, Canonikus in Ilildesheim,Vt/'a ra(urte um 177 ° c ' n 'S e Landschaften. Auf solchen BlätternP SiJl. kommt das Monogramm, und auch der Name vor. Der Buch-stabe A bedeutet Aquaforti.
1975. Federico Barocclo, Maler und Kupferstecher von Urbino, istF. B V F ) ol,en nnter dcn Bncnsta l )eu F. B. V. No. 1972 einge-
?ührt, da wir einen Holzschnitt mit der Madonna und
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r. B. V.l. | dem hl. Sebastian in Helldunkel von vier Platten an-gezeigt haben. Die Buchstaben F. B. V. F. findet man auf zwei vonBarocci selbst radirten und gestochenen Blättern, welche Bartsch XVII.P- 3 beschreibt. Das eine stellt die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf"Wolken sitzend vor. Höhe 5 Z. 8 L. Breite 3 Z. 1 L. B. No. 2. In