724 FBO —FBV. Nr. 1968-1971.
d' Arabesques. Invenles par Franvois Boucher. Vier Blätter, oder allesechs, wurden von Kohlmann copirf. Auf dem ersten Blatte steht nachBoucher's Namen: a Paris et gravis par Kohlman rue Ste. Ursule. Ineinem kleinen ovalen Medaillon des dritten Blattes liest man: Kohl-mann 1703. Diese Jahrzahl passt nicht mehr für die Lebenszeit desKünstlers, indem Boucher den 30. Mai 1770 starb. Auf dem Titel deszweiten Heftes mit Arabesken steht: llc Cahier d' Arabesques par f. Ho.Auf jenem der dritten und vierten Folge ist der Name des Künstlersin derselben Weise angedeutet. Der Beisatz: Invenles et Gravis sichertihm immer das Recht als Zeichner und Radirer. Die Folgen der Ara-besken gehören zu den Seltenheiten.
1968. Francesco Primaticcio bediente sich nicht nur eines ausF. Jiol. In». I A. P bestehenden Monogramms , welches wir I.F Bolo fec \ Na ü" 9 !? e g euen haben, sondern deutete auchr? n i " d- -.1 durch die Sylbe BOL und das Wort Bologna ohnet. Vologna fm.Til. } p seinen Namcn M) wie L No , 1986 zu ersehen
ist. F. Bol. Inu. steht auf einem von Bonneione radirten Blatte, welchesDiana auf dem von Drachen gezogenen Wagen vorstellt. H. 5 Z. 9 L.Br. 8 Z. Auf zwei anderen leicht radirten Landschaften steht unten:F. Bolo. fec. In der einen belauscht der Satyr die schlafende Venus,in der anderen liegt eine nackte Nymphe vom Rücken zu sehen, qu. 8.Eine dritte Railirung, welche wohl von Bonneione herrührt, stellt eineFrau vor, welche den rechten Fuss auf die Schlange setzt. Dabei istein Kind, und links im Rande steht: F. Bologna Pinxit.
1969. Friedrich Brauer ," Landschaftszeichner und Radirer von<Lj\ r 7 |,g Berlin, Hess sich gegen Ende des vorigen Jahr-jj ji (■ hundert« in Leipzig nieder, und scheint da noch'jv.Jir.jtc iSol- 1828 gelebt zuhaben. Er hinterliess mehrere schätz-bare radirte Blätter, welche theils mit dem Namen, theils mit der Ab-breviatur desselben bezeichnet sind. Die gegebene Signatur steht aufden Copien nach 6. F. Schmidt.
1) Hirsch Michel, Kniestück mit Pelzmütze und im Hausrocke.Nach G. F. Schmidt's Blatt von 1762 von Brauer 1800 copirt, kl. fol.Jakobi's Catalog No. 144.
2) Büste eines Orientalen mit starkem Barte und hoher Mütze.Copie nach G F. Schmidt. Jakobi No. 114. H. 7 Z. 6 L. Br. 5 Z. 6 L.
3) Ein junger Mann mit Pelzmütze, nach Rembrandt, gr. 4.
4) Ein bärtiger Mann mit Sammtmütze, nach G. Flink 1800, gr. 4.
5) Ein junger Mann im Mantel mit Federn auf dem Barett. InRcmbrandt's' Manier. F. Br. 97. Oval, gr. 4.
6) Der Vater der Judenbrant, wie er vor dem Pulte in ein Buchschreibt: Pour la dot de ma fille. Copie nach G. F. Schmidt, gr. 4.Jakobi No. 129.
1970. Unbekannter Kupferstecher, welchem Heinecke (Dict. desF B irofi ^ rt ' k P- 85 j die gegenseitige Copie eines Blattes
• ' "* ivtlf. nac ]i Chernbin Alberti zuschreibt. Es stellt einenauf dem Delphin stehenden Triton vor, und soll F.B.s. iH'ifi bezeichnetseyn. Wenn diese Nachbildung wirklich existirt, so gehört sie zu denSeltenheiten.
1971. Jan van der Bruggen von Brüssel soll nach Brulliot I.r-r rrr No. 925 Schwarzkunstblätter mit diesem Monogramme be-
1 CV. zeichnet haben. Der genannte Schriftsteller beschreibt keinBlatt dieser Art, scheint aber doch ein solches vorgefunden zu haben,