Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
723
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FBL— TBO. Nr. 1864 — 1967. 723

1964. Lukas van Ealckenburg soll nach Brulliot I. No. 914 derr |-^ Träger dieses Zeichens hcisscn. Der genannte Schrift-

»T"\ , steller entnahm es einem Gemälde der v. Derschau-

■t— Jj/OfQ. scnon Sammlung, welches in sieben Abtheilungen dieJ/' merkwürdigsten Ereignisse des Paul Behaim in Nürn-berg unter dem Einflüsse der Planeten vorstellt. Dieses merkwürdigeund figurenreiche Bild wurde auf den Deckel eines Spinetts gemalt,und die Tafel ist daher ungleich. Paul Behaim sitzt im Gemälde vordiesem Instrumente, und leitet das Conccrt. Das Monogramm mit der.Tahrzahl teiö steht an einer Scheune in dem Cyklus, welcher dieJahreszeiten vorstellt.

Der von Brulliot erwähnte Künstler zeichnete gewöhnlich L VV.,denn er nannte sich nicht Falkenburg, sondern Valkenburg. Wirglauben daher, dass das Behaim'sche Bild von Friedrich van Valken-burg, dem Sohne des Lukas, gemalt sei. Der Vater war 1619 nicht inNürnberg, sondern als kaiserlicher Hofmaler in Wien. Er wollte erst1625 wieder nach Nürnberg zurückkehren , starb aber unverrichteterDinge. Friedrich van Valkenburg starb 1623 in Nürnberg. Er schriebauch Falkenburg, und somit würde das Monogramm auf ihn eher passen.

1965. Friedrich Bloemaert und F. van Bleijswijck haben durchitjj/i diese Buchstaben ihre Namen angedeutet. Der erstere zeich-

f~~~ j nete auch f. B., wie No. 1946 angegeben ist, und die Buch-<&~ß/(f. s taben F. Bl. findet man auf landschaftlichen Blättern. Aehn-liche Buchstaben mit f. B. deutet Heller auf einen niederländischenKupferstecher, welcher um 1617 thätig war. Die Richtigkeit dieserAngabe können wir nicht verbürgen. Wir fanden aber die Buchstabender zweiten Reihe auf Blättern vou F. v. Bleijswijck. Dieser Kupfer-stecher war um 1716 in Leyden, und abwechselnd auch in Amsterdamthätig. Er stach nach Mieris, Houbracken, G. Hoet u. A. Bildnisse,Vignetten, Titelblätter u. dergl. Auf mehreren Blättern steht: F. Bl. {.und auch: F. Ble. f.

1966. Marc Antonio Bellavia, Maler und Radirer, ist im ersten»Toi*- Bande No. 332 bereits eingeführt, da seine radirten Blätter

IGfVL im späteren Drucke mit A. C. IN. bezeichnet sind, um sie alsArbeiten des Annibale Carracci an den Mann zu bringen. Sein wahresZeichen besteht aus den Buchstaben MAB, mit dem Beisatze IN. E. F.,welches aber bei der Fälschung weichen musste. Das gegebene Mono-gramm erscheint verkehrt, und kommt ebenfalls nur auf einigen Blätternersten Druckes vor. Bartsch XX. p. 1 ff. beschreibt im Ganzen 52 Ra-dirungen, wir haben aber unter A. C. No. 332 einige beigefügt.

1967. Francois Boucher, der Günstling des Königs Ludwig XV.jfjp von Frankreich und der Madame Pompadour, hinterliess nicht

OlJjo . nur eine grosse Anzahl von Gemälden, sondern auch Radir-ungen. Es handelt sich aber hier nur um letztere, nicht um die ga-lanten Bilder dieses genialen, aber einem geistreichen Manierismusverfallenen Künstler«. Ueber ihn als Maler der Mode handelt Ch. Blanc:£e* Peintres des Fetes galanies. Watteau, Lancret, Pater, Boucher. A Paris105b. Mit Vignetten in Holzschnitt, kl. 8.

Ueber die radirten Blätter, welche F. Boucher für das Werk vonA. Watteau geliefert hat, ist oben unter f B. No. 1953 gehandelt. Hiermüssen wir auf die Folgen von Arabesken und Zierfeldern aufmerksammachen, welche für die Ornamentik der Zeit Ludwig XV. von Wichtig-keit sind. Der Künstler hinterliess wenigstens vier Hefte, jedes zu6 Blättern, kl. fol. und 4. Der Titel des ersten lautet: Premier Cahier

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