FA—FAB. Nr. 1875 — 1878. 693
In % Ansicht nach links gerichtet, ist er mit einer Hauhe bedockt,das Band um dasselbe gibt aber das Ansehen eines kleinen Turbans.Der Grund ist überarbeitet bis auf eine kleine Stelle links oben, wodie Buchstaben Fa oder Foi stehen. Das Ganze ist skizzenhaft be-handelt, aber mit sicherer Hand. H. 2 Z. 5 L. Br. 2 Z. 3 L.
1875. Francesco Albani, Historienmaler, geb. zu Bologna 1578,Sjf/r gest. daselbst den 4. Oktober 1660.
•S°^fS Anfangs Schüler des D. Calvart, ging/ /)Q s~\ er mit Guido Reni in die Akademie• / C/^ (y der Carracci über, und verband sichdann mit Domenichino, mit welchem er zuletzt in'inen an Eifersuchtgränzenden Wetteifer gerieth. Albani ist der Maler der Grazien, desHofstabes der Venus, der Diana und der Galathea. Man nennt ihnauch nicht mit Unrecht den Anacroon der Malerei. Heilige Vorstell-ungen sagten seinem sinnlichen Elemente weniger zu, doch findet manin der Pinakothek zu Bologna auch treffliche Werke dieser Art. Seinemeisten Bilder sind unbezeichnct. Von einem Gemälde mit den erstenBuchstaben und der Jahrzahl iß20 wissen wir durch Hrn. E. Harzen.Letzterer fand die kleineren Initialen, welche den ersten ähnlich sind,auch auf einem schwach radirten Blatte, welches eine sitzende Sibyllemit dem Buche vorstellt, anscheinlich nach der Zeichnung von GuidoReni, kl. fol. Dieses Blatt gehört wohl dem F. Albani an, und stammtsomit aus einer Zeit, in welcher er mit G. Reni noch auf freundschaft-lichem P'usse stand. Bartsch XVIII. p. 342 schreibt dem F. Albaniebenfalls ein radirtes Blatt zu, welches Dido auf dem Scheiterhaufenvorstellt, wie sie im Begriffe steht, die Brust mit dem Dolche zu durch-bohren. Unten ist ein Medaillon mit Encas. Albani inv. Höho 10 Z.Breite 7 Z. 2 L. Im Catalog Malaspina II. p. 241 wird ein BildnissAlbani's als muthmassliche Arbeit des Meisters angesprochen. Er istin halber Figur mit dem Zirkel nach rechts vorgestellt, wo man aufdem Piedcstalc eine Palette bemerkt. Ohne Namen und Zeichen. Ma-laspina di Sannazaro schreibt dem F. Albani auch noch eine Radirungz u, welche die Madonna mit dem Kinde in einer Landschaft sitzendzeigt. Rechts in einiger Entfernung bemerkt man einen Engel bei demEsel. Die Physiognomie der Madonna erinnert an die Grazie und edlnZartheit, welche in den weihlichen Figuren dieses Meisters herrcht.Dieses sehr seltene Blatt ist anonym. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 5 L.
1876. Unbekannter Zeichner, welcher gegen Ende des 16. Jahr-hunderts in Italien thätig war. Er ist Eine Person mit dem
"5§^ Monogrammisten I. No. 214, und mit dem Meister AB F. I.No. 217. Das gegebene Zeichen findet man auf einem Blattemit der Ansicht von Messina, welches in die Folge der Städteansichtendes Francesco Bertelli gehört. Letzterer zeichnete F B und f. b. , wiewir unten sehen.
1877. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte desJT~r 4~\ 18. Jahrhunderts lebte. Wir fanden das gegebene
jf* • SJ~J). Zeichen mit dem Beisatze: Pinxil i 742 , auf einemGemälde, welches einen Mandolinspieler in halber Figur vorstellt. DerVerfertiger scheint der spanischen Schule anzugehören, wenn nichtvielmehr das Bild nach jenem eines spanischen Meisters copirt ist.
1878. Francesco Antonio Bontlnl, Aufseher der Münze in VenedigFAß um I 758 ) l' ess Stempel zu Münzen mit den Initialen seines
' " Namens versehen. Er war nicht Künstler.