692 FA. Nr. 1870 — 1874.
Ueber seine Erfindung haben wir unter A. C. 1. c. gehandelt, und daherbemerken wir hier nur, dass drei Blätter der dort beschriebenen Folgeder Apostel in gegebener Weise bezeichnet sind, nämlich jene mitSt. Johannes No. 8, St. Simon No. 11 und St. Mathias No. 13. DieBuchstaben A. C. sollen sich nach der gefälligen Mittheilung des HerrnE. Harzen auf Augostino Carracci beziehen. Aspruck stach aber aucheine Folge der Apostel nach eigenen Compositionen, auf welchen dieBuchstaben A. C. nicht vorkommen. Vgl. auch den folgenden Artikel.
1870. Franz Aspruck, welcher im vorhergehenden Artikel auftritt,j-, ~~T blieb sich mit der Bezeichnung seiner Blätter nicht gleich,
** -*\% nnd daher müssen wir hier einen Anhang geben. Ausser
p 1 <J\j)mv. den oben erwähnten Blättern mit den Aposteln finden sichp . 0 auch noch mehrere andere Kupferstiche nach seinen Zeich-<J -A. Vrw- nungen, auf welchen die gegebenen Buchstaben vorkommen.Diese Blätter erschienen im Verlage des Dominicus Custos in Augs-burg, auf welchen sich die Buchstaben l) C. beziehen. Custos war aberselbst Kupferstecher, und um die Ungleichheit zu erklären, welche inden Blättern nach Compositionen dieses Künstlers herrscht, müssenwir annehmen, dass die meisten von Custos und seinen Gehülfen her-rühren. Auf anderen Kupferstichen nach F. Aspruck steht F. A. 1.
1871. AgOStino Carracci bezeichnete auf solche Weise einens^ Kupferstich, dessen Inhalt dem 84. Psalm entnommen ist,•j y\ B. XVIII. p. 37 No. 5. Im Rande des allegorischen Blattes
'^- steht: Misericordia Et Veritas Obviaverunt Sibi Juslicia Et PaxOsculatae Sunt. David psal. lib. H. 10 Z. mit 4 L. Band. Br. 7 Z.10 L. Dieses Blatt kommt in zweierlei Abdrücken vor.
I. Ohne Samachini's Namen, nur mit den Initialen und der Jahr-zahl 1570.
II. Mit dem Namen: HORATII SAMACHINI IN. Dann die Initialenund die Jahrzahl 10OO.
1872. Francesco Amato nannten wir im ersten Bande No. 5123 . muthmasslich den Träger eines aus A F bestehenden Mono-
4 j A gramms, und demselben Meister gehören auch die gegebenenInitialen an. Man findet sie auf radirten landschaftlichen Blättern,deren wir unter dem Monogramme 1. c. beschrieben haben. Eines dermit FA bezeichneten Blätter stellt Diana und Endymion vor, die erstercnackt auf einer Erderhöhung im Vorgrunde liegend. Umher lauerndie Hunde im Grase. Rechts im Mittelgründe sieht man ein ausge-dehntes antikes Gebäude , unter dessen Thor Leute stehen. In Mittedes Blattes erhebt sich eine Gruppe von zwei Bäumen, durch welchedie ins Meer sinkende Sonne scheint. Das Zeichen ist unten gegenrechts. H. 8 Z. 7 L. Br. 10 Z. 5 L.
1873. Friedrich Akrel, Zeichner und Kupferstecher, geboren zuSüdennanland 1748, hatte in Stockholm als Künstler Ruf. Man
' ,/? findet schöne Bildnisse von seiner Hand, und dann auch geist-reich radirte Blätter in den Reisewerken von Skieidebrand und v. Troil.Der erstere Hess von 1801 — 1802 seine Voyage pittoretque au Cap duNord erscheinen. Troil's Briefe, welche eine nach Island angestellteReise betreffen, erschienen 1779 auch in deutscher Sprache. Auf Blätterndieser Werke zeichnete Akrel F. A. Sc., fügte aber noch öfter denNamen bei.
1R74 17 a Pai steht nach Bartsch (Oeuvre de Rembrandt II.loit. l<a oder rm p i{ ^ auf eincm ra( u rten Blatte mit der
Büste eines Mannes, welcher in beiden Händen ein offenes Buch hält.