Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
688
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688 F. Nr. 1852 - 1855.

Paris 1770. Auch auf dem Titel des Buches : Portrait* des Rois deFrance. A Neufchatel 1703. 8, ist eine aus Muschel- und Schnörkel-werk mit Rosen bestehende Vignette. Eine grössere, mit F bezeichneteVignette mit einer von einer Lorbeerguirlande umschlungenen Pyramideist auf dem Titel von Hornstein's Dialectica analogicis Imaginibut il-lustrata. Friburgi Brisgav. 1771, 4. Es fragt sich nun, ob diese Vig-netten von Fournier herrühren. Damals lebten auch andere Form-schneider in Paris , welche F zeichnen konnten, nämlich le Feure,Fleuret und Foy.

J852. 6. Ferogio, Maler und Radirer, war um 1835 — 1847 inParis thatig. Er machte sich durch schöne Genrebilder in Oelund Aquarell bekannt, und lieferte auch Zeichnungen zur Illu-stration. In dem Werke : Les Francais peints par eux-mesmes. Paris1040, ist der Le Languedocier betitelte Holzschnitt mit dem gegebenenBuchstaben bezeichnet. In der Zeitschrift: L' Artiste, sind Radirungenauf Stahl von diesem Ferogio.

1) V Enfance de Christ, qu. fol.

2) X^ Siede. Vornehme venetianische Familie, qu. fol.

3) La Reddition. Ein Feldherr empfängt die Schlüssel einerStadt, qu. fol.

4) Le Recit De Garde. Jagdparthie, qu. fol.

1853. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr-rr zahl bestimmt. Nach Brulliot, App. II. No. 86, findet man

wA. 1J8%. diese Bezeichnung auf einem geistreich radirten Blatte inRcmbrandt's Manier. Es stellt die Büste eines alten Mannes mit einermit Pelz besetzten Mütze vor. II. 2 Z. 6 L. Br. 2 Z. 2 L. DemRadirer war der berühmte G. F. Schmidt nicht unbekannt, denn erführte die Nadel in der Manier desselben. An Johann Martin Falbekönnen wir aber nicht denken, da dieser Meister 1782 in ziemlichhohem Alter starb.

1854. Flink, Kunstsammler in Amsterdam, bediente sich zur Be-^y Zeichnung der Bestandteile seines Cabinets einer Marko, welcheJ 1 entweder eingeschrieben, oder eingestempclt ist. Es ist daher von

keinem Künstlerzeichen die Rede.

1855. Joseph Fay, Maler und Lithograph, wurde 1814 in Cöln

r geboren, und auf der Akademie in Düsseldorf zum Künstler heran-gebildet. Er hielt sich auch mehrere Jahre in Paris auf, kehrteaber 1848 wieder nach Düsseldorf zurück, wo der Künstler eine grosseThätigkeit entwickelte. Sein Werk ist der grosse Fries im Rathssaalezu Elberfcld mit Darstellungen aus dem Leben der alten Germanen.Dann fertigte er auch den Carton zur Geburt Christi im Mittelfensterder St. Cuniberts-Kirche in Cöln. Ausserdem sind historische Bilder inOel vorhanden, so wie einige Gemälde mit Scenen aus dem Volksleben.

J. Fay lithographirte auch grosse Blätter nach A. v. d. Emde,R. Jordan, D. Monten , J. B. Sonderland, E. Steinle , P. Vogel undG. Flüggen. In dem Werke : Lieder und Bilder, 2. Rd. Deutsche Dicht-ungen mit Randzeichnungen I. Rd. Düsseldorf 1M3, ist eine Radirungvon seiner Hand, als Illustration des Liedes „der Blumen Rache" vonFreiligrath. Der Buchstabe F, und auch J. F., kommt nur auf Zeich-nungen des Künstlers vor. In den Düsseldorfer Monatsblättern 1848 ff.sind Holzschnitte mit diesen Buchstaben bezeichnet.