Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
681
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F. Nr. 1833 — 1837. 681

Hälfte des 17. Jahrhunderts lebte. Für die diplomatische Genauigkeitdes Monogramms können wir nicht einstehen , da uns weder ein Ge-mälde, noch eine Zeichnung mit demselben vorgekommen ist. Ob derKünstler J. v. Flicht oder J. v. Flieth heisso, wissen wir ebenfallsnicht, erfunden ist aber weder der eine noch der andere. Unsere Hand-schrift hat sich oft erprobt.

1833. Cesare Fracanzano, Maler von Neapel, scheint durch diesen-jj-o Buchstaben seinen Namen angedeutet zu haben. Er war

(?) U in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig, und

JlOnia 1 o radirte auch etliche Blätter. Brulliot II. No. 748 be-schreibt ein solches, wagt aber die Deutung des Buchstaben V nicht.Es stellt Mars und Venus auf einem reich decorirten Bette sitzend vor.Dabei ist Amor, wie er die Venus bekränzt. Rechts im Grunde bemerktman ein offenes Fenster, und links unten steht: Roma Fo. 11. 12 Z.10 L. Br. 10 Z. 7 L.

1834. Unbekannter Meister, welcher der oberdeutschen Schuleangehört. Brulliot II. No. 744 räumt ihm zuerst eine Stelle ein,er glaubt aber, seine Thätigkeit in Italien suchen zu müssen.Das gegebene Zeichen findet man auf einem radirten Blatte,welches einen reich gekleideten Mann auf dem nach rechts

gallopircndcn Pferde vorstellt. Letzteres ist ebenfalls prächtig heraus-geputzt , so dass das Blatt in beider Hinsicht für das Costüm merk-würdig ist. Zwei Lanzenträger begleiten den Ritter. Das Täfelchenmit dem Buchstaben F und der Jahrzahl 155i sieht man rechts untenzwischen den Beinen des einen der Lanzknechte. Im landschaftlichenGrunde sind verschiedene Gebäude. H. 4 Z. 6 L. Br. 4 Z. 3 L.

Die retouchirten Abdrücke verloren die ursprüngliche Frische undKlarheit. Der Ton ist graulich , indem eine schlechte Schwärze ge-braucht wurde.

1835. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten HälfteTp des 16. Jahrhunderts in Haarlem gelebt haben dürfte. Sein

\£^ Zeichen findet man auf einem Holzschnitte nach der Zeichnungdes Martin Hcemskerk, welcher Moses vor Pharao und die Sccne mitden Schlangen vorstellt. Das Zeichen ist links unten an einer Säule.H. 8 Z. 6 L. Br. 15 Z. Nach Brulliot I. No. 1820 kommt diesesBlatt mit der Adresse F VW exe. (F. v. Wyngacrde exeudit) vor, dochsicher nur im späteren Drucke. Die Platte scheint überhaupt erst nachdem Tode des M. Hcemskerk abgedruckt worden zu seyn. Man findetauch noch andere alte Holzschnitte mit biblischen Vorstellungen nachZeichnungen dieses Künstlers. Herr v. Derschau besass Platten, welcheer für sein bekanntes Werk abdrucken licss. Drei derselben gehörenzur Folge aus der Geschichte der drei Jünglinge im Feuerofen, welchePh. Galle gestochen hat.

1836. Unbekannter Kupferstecher, welcher nach Heller, Monogr.-F 4Kni Lexicon S. I2l, in Italien gelebt haben soll. Wir haben

• 1501. n j e e i n Blatt mit dieser Jahrzahl gesehen, und Heller gibtkeinen weiteren Nachweis. Nach der Angabe dieses Schriftstellers sollder Buchstabe F auch auf italienischen Kupferstichen stehen, welcheum 1515 erschienen. Wir fanden kein Blatt dieser Art erwähnt.

1837. Louis Ferdinand, Maler und Radirer, geb. zu Paris 1612,P > gest. 1689. p]in Künstler von Bedeutung, hinterliess er eine Anzahl

schöner Blätter, welche mit dem Stichel vollendet sind. Er zeich-nete aber gewöhnlich F F. Brulliot II. No. 747 behauptet indessen,