Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
682
Einzelbild herunterladen
 

682 F. Nr. 1838 — 1840.

dass auf Bildnissen der Buchstabe F auch allein stehe. Wir kennenkein Blatt dieser Art. Vielleicht findet man solche Bildnisse in fol-gendem Werke: Le Livre original de la portraiclure pour la jeunesse,tire de F. ßologne (l'rimaticcio) et aulres bons peintres. A Paris chezMarielle et Ab.

Nach Brulliot II. No. 747 steht der Buchstabe F. auch auf Kupfer-stichen, welche unter weiblichen Figuren die Tugenden vorstellen. Erschreibt diese Blätter dem Francesco Villamena zu. Sie bildeneine Folge von 12 Stichen nach verschiedenen Zeichnungen in Wasser-farben, ursprünglich zur Zierde des Catafalkes des Papstes Paul V. bestimmt.

1838. Unbekannter französischer Formschneider, welcher um die

F Mitte des 16. Jahrhunderts thätig war. Der Buchstabe F stehtauf der schönen Geschäftsvignette dos Buchhändlers Jacques duPuys, welcher sie 1540 den Verlagswerken beifügte. Dieser Holzschnittstellt Christus bei der Samaritcrin am Brunnen vor. IL 6 Z. 1 L. Br. 4 Z.Der Buchstabe F. könnte sich auf Franz Fradin jun. beziehen,welcher von 1532—1558 in Paris thätig war. Wir werden unter FF.über ihn handeln.

1839. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1660 in Paris■p thätig war. Man findet diesen Buchstaben auf seltenen Blättern,

• welche Muster für Büchsenmacher enthalten. Kine Folge von16 solchen Stichen erschien unter dem Titel: l'lusieurs modeis des plusnouuelles manicres qui sont er» usage en V art ä" Arquebuzerie avec sesornements les plus conuenables. Le (out tire des ouurages de Thuraine etle Hollandais Arquebuziers ordinaires de Sa Majeslii, et grave par C. Jac-quinet. — A Paris chez iV. Langlois , rue Saint-Jacques ä la chemineric.Diese Blätter sind von ungleicher Grösse, thcils qu. 4. Auf dem erstensteht unten der Buchstabe F. sie scheinen aber alle von Jacquinet ge-stochen zu seyn. Ein anderes mit F bezeichnetes Blatt stellt das Ma-gazin eines Büchsenmachers vor, in welchem ein Vater seinen Sohnin Begleitung des Notars zum Lehrling anbietet. Im Rande stehenneun Verse: Janot par un choix volontaire etc. etc. Auf den verschie-denen Gewehren des Magazins stehen die Namen berühmter Waffen-und Büchsenmacher. Höhe 4 Z. 7 L. Breite 5 Z. 3 L. Man findetnoch einige andere Blätter dieser Art, welche in die Werkstätten vonBüchsenmachern führen, aber nicht mit dem Buchstaben F bezeichnetsind. Eines derselben stellt den Meister vor, wie er dem Lehrling dieWerkzeuge erklärt. Ein anderes Blatt zeigt drei Arbeiter im Atelier.Auf jedem Kupferstiche stehen Verse im Rande, und in Ornamentenund auf Waffenstücken sind die Namen berühmter Werkmeister bei-gefügt. Alle diese Blätter sind sehr interessant.

1840. Teodoro Felipe de Liano oder Liagno, genannt El po-■p queno Ticiano, Maler und Radiror, war Schüler des Alonso

Sanchez Coello, und machte dann an Italien ernste Studien nachden Werken Tizian's, woher er den Beinamen dos kleinen Tizian erhielt.Starb 1626 in ziemlich hohem Alter. Bartsch, P. gr. XVII. p. 199 ff.,beschreibt 30 radirte Blätter, und darunter solche mit Thierskelcttcn,auf welchen der Buchstabe F vorkommt. Sie gehören zu einer Folgevon wenigstens 20 Radirungen, deren Bartsch 15 kennt. Sie erschienen

unter dem Titel: llorarum fallax mors ------ tibi cura datur ete. AI'

molto Hl. et Bot. S. Giovani Fabro Lyncco —■ Serv. Teodoro Filippod" Liagno ü. U. II. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 2 L. Dieser Künstler besassein Natnralien-Cabinet, und nach Skeletten desselben radirte er dieerwähnten Blätter. Sein von Ottavio Lioni gezeichnetes Bildniss be-findet sich in der Sammlung des Louvre.