Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
602
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602 E G. Nr. 1588 - 1590.

In den meisten erscheinen Verwundete dem Arzte, Chirurgen und ihrenBegleitern gegenüber. Zum Thcil sind die Vorstellungen auf zweiPlatten geschnitten, so dass der Kranke rechts, die ärztliche Gruppelinks, und wiederholt vorkommt. Die Körpcrtheile sind indessen nichtso gut gezeichnet, als die Köpfe. Hans Schönsperger in Augsburg licssdiese Blätter copiren: Drs ist das buch der Cirurgia Tlantwirckung derwundarttney vd llieröimo braüschwig. Augspurg , H. Schönspergertmi, fol.

1588. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher in der._—, /^^ ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts in Paris lebte. Durch1-4 | 4- gefällige Mittheilung des Herrn Baron von LöffelholzJL—/ V»^ wissen wir von einer sehr schönen Titeleinfassung, inwelcher oben zwischen zwei Wappen Christus als Ueberwinder desTodes und des Teufels vorgestellt ist. Unten sieht man die Anbetungder Könige, und zwei Säulen schliessen die Titelschrift rechts undlinks ein. An diesen Säulen hängen vier Medaillons mit den Evan-gelisten und zwei Sc.hildchon, links mit dem Buchstaben E. rechts mitG. Diese Einfassung dient zu liocace: Des Nobles Maleureux. A Paris,Nicolas Coutcau lü.'if), fol. Die Deutung der Buchstaben E. G. ist unsnicht möglich. Das Titelblatt hat einige Beziehung zu Cöln. Daslinks oben angebrachte Wappen ist jenes der genannten Stadt.

1589. Johann Friedrich Eduard Gärtner, Architektur- und Land-

E>-v schaftsmaler zu Berlin, wurde 1801 geboren, und von

. (jt« Müller in Darmstadt unterrichtet, bis ihn Gropius in

j-y *~y /» Berlin unter seine Schüler aufnahm. Später arbeiteteHj,\JT, ■+£, . er einige Zeit im Atelier des Landschaftsmalers Bertin*-/ * zu Paris , und von 1827 an gründete er in Berlinseinen B-uf. Gärtncr's Werke sind zahlreich, und reihen sich denbessten Erzeugnissen der Bautenmalerei an. Er malte Ansichten derinteressantesten öffentlichen Gebäude und Paläste in Berlin und Pots-dam, der königlichen Schlösser, der Kirchen, der Brücken u. s. w. Einlängerer Aufenthalt in Russland brachte 1836, in welchem Jahre derKünstler bereits Mitglied der k. Akademie war, Abwechslung in seinAtelier. Von dieser Zeit an datiren mehrere Ansichten aus Moskau,und anderen Städten des russischen Reiches. Auf mehreren Gemälden,und auf Zeichnungen in Tusch, besonders aus der früheren Zeit desKünstlers, stehen die Initialen des Namens.

1590. Elias Griessler, Maler von Wien, machte seine Studien—i _ y+jP*, unter der Leitung des Hans von Achen (f 1615) ini^CT'oL^//* Prag, und gründete später in Wien, besonders alsÄ 77"T (^ il, Portraitmaler seinen Ruf. Die Initialen E. G. mit der

JOu * Kl* Jahrzahl iß/5, welche man auf historischen Zcich-4(^4 £~ nungen findet, deutet Brulliot IL No. 695 auf einen

' ^ 'J) unbekannten bayerischen Künstler. Diese Zeichnungen

sind mit der Feder umrissen, ausgetuscht, und auch leicht mit Farbenübergangen. Man erkennt darin den Schüler oder Nachahmer desHans von Achen, und daher ist an Elias Grcuther, welcher unterE : G: P: eingeführt ist, nicht zu denken. Die Buchstaben E G. mitder Jahrzahl ton führten uns auf E. Griessler. Sie stehen auf einerZeichnung mit dem vom Kreuze abgenommenen Heiland und eineranderen Figur , welche beide in Verkürzung vorgestellt sind. Aufdieser schönen Zeichnung ist E. Griessler's Name beigefügt. Der unterE. G. M. eingeführte Maler ist wohl dieselbe Person.