Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
601
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EG. Nr. 1586—1587. 601

märkischen Schweiz, aus dem Hundsrück, aus der Eifclgegend &c,dann auf Reisen in den Niederlanden, in Böhmen, der Schweiz u. s. w.Auf jeder Kunstausstellung in Berlin sah man Gemälde von ihm.

Griehen hat auch mehrere Blätter radirt, deren ebenfalls mit demZeichen versehen sind, doch wohl im feineren Zuge.

1) Grosse Landschaft mit Eichen und Wasser, dann als Staffageein Jäger mit seinem Hunde. Mit dem Namen, 1037. gr. qu. fol.

2) Landschaft mit einem Fischer 1031. qu. fol.

3) Landschaft mit zwei Fischern, qu. fol.

4) Landschaft mit Bauernhütte, dabei zwei Bauern und einHund, gr. 4.

5) Landschaft mit Nadelgehölz und einer Quelle , dann vier Fi-guren im Mittelgrunde, 4.

6) Der alte Weidenbaum bei einem Verschlage, qu. fol.

7) Gruppe von alten Eichen am Flusse, in welchem man Fisch-netze bemerkt, qu. 4.

8) Eine Landschaft mit Wasserfall. Mit dem Zeichen, qu. 8.

9) Landschaft mit einer Burg und einem ruhenden Wanderer.W. Krause inv,, 8.

10) Landschaft mit Schafen, einem Esel, und dem Hirten mitseinem Hunde. Nach E. Verboeckhovcn, kl. 4.

11) Kräuter mit grossen Blättern bei einem Verschlage, dahinterGetreide, qu. fol.

12) Grosses Kräuterstudium. Mit dem Zeichen, 1036, qu. fol.13; Studium von in ihren Wurzeln entblössten Baumstämmen und

Gesträuchen. Mit dem Namen, 1020, qu. fol.

14) Kleines Kräuter- und Baumstudiuni, gr. qu. 8.

1586. Ernest Gottlob, Maler und Kupferstecher, geb. zu GlogauJgi 1744, war Schüler von Ocser in Leipzig, und machte sichdurch Bildnisse in Oel und Pastell bekannt. Auch Land-

°/^ Schäften malte dieser Künstler, noch grösser ist aber die

(X? So. Anzahl seiner Zeichnungen in Tusch und Bister. Dann ra-

U dirte er auch mehrere Blätter zum Verfahren in Aquatinta.

Auf solchen Blättern, besonders auf kleinen Aquatintastichen nach le

Prince, kommt das Monogramm vor. Gottlob starb 1796.

1587. Unbekannter Zeichner oder Formschneider der Alt-Elsass-ischen Schule, welcher für die Grüninger'schc Offizinin Strassburg arbeitete , und vielleicht zur Familiedes Johannes Grüninger gehört. Die gegebenen Ini-tialen findet man auf dem Titelblatte folgenden Werkes:Dis ist das Buch der Ci | rurgie Hanluiirk | ung derwundartzney von \ Hycroimo brüschwig. Strassburg, ./. Grüninger H97,fol. Dieses in Holz geschnittene Titelblatt zeigt einen nackten, vonvorn gesehenen Mann mit geöffneter Brust und Unterleib, am Kopfe,am Halse und an den Armen verwundet, und mit beigefügten Instru-menten. Die Figur steht im Zimmer, durch dessen Fenster man aufeine Landschaft sieht. Rechts auf dem flatternden Bande sind die ge-gebenen Buchstaben. Wir verdanken die Mittheilung derselben demHerrn J. A. Börner. Ob darunter der Zeichner oder der Formschneiderzu verstehen sei, lässt sich nicht wohl bestimmen , für gewiss hält esaber Börner, dass unter dem Schneidemesser die Zeichnung gelitten habe.Er erkennt darin einen Schüler des Martin Schön. Das Werk desHieronymus von Brunschwig oder Braunschweig enthält viele Holzschnitte,welche zu den bessten Erzeugnissen der Elsassischen Schule gehören.