590 EDW — EE. Nr. 1559 - 1583.
1559. Emanuel de Witte, Maler, geb. zu Alkmaar 1607, gest. zu7—? —% ~\~\l Amsterdam 1692. Schüler von Evert van Aalst inL-i U ~ ]/y Delft, machte er sich in seiner früheren Zeit durchTf T) "\Yr Portraite und historische Bilder bekannt, mit welchenHjU. yy. ihm aber geringerer Erfolg zu Theil wurde, als mitseinen aus späterer Zeit stammenden architektonischen Gemälden. Ermalte Kirchen und andere Gebäude, sowohl von innen als von aussen,theils mit entsprechender Staffage. Auf mehreren Bildern dieses acht-baren Künstlers findet man die Initialen des Namens.
1560. Unbekannter Kupferstecher oder Goldschmied, welcher in
E__ . der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelebt hat. Dast Jti HO, erste Zeichen findet man auf einem Blättchen mit einemMesserhefte, auf welchem eine Figur mit dem Dolche gravirt ist. DiesesBlatt gehört wahrscheinlich zu einer Folge. Das zweite Zeichen, aberundeutlich , steht oben auf einem Kupferstiche, welcher sechs kleinePapageien auf Zweigen sitzend vorstellt. Die Zahl 42 bedeutet wahr-scheinlich i,W2. H. 1 Z. 1 L. Br. 3 Z. Auch dieses Blatt scheintzu einer Folge zu gehören.
1561. Emanuel Eichel, Zeichner und Kupferstecher, geboren zurriTi Augsburg 1718, gestorben daselbst 1782. Schüler von D. Herz,> » i gehört er zu den vielen Künstlern seiner Zeit, welche in ihrermanierirten Richtung nichts Erquickliches leisteten. Man findet histor-ische Zeichnungen mit dein gegebenen Monogramme. Sie sind mit derFeder umrissen und ausgetuscht, und dienten ihm beim Zeichnungs-unterrichte zu Vorlagen. Dann stach er auch historische Vorstellungen,Andachtsbilder und Architekturstücke in Kupfer, auf welchen aber dasMonogramm selten vorkommt. Auf kleineren Blättern und Vignettenstehen die Cursivbuchstaben E. E. Der Kunsthändler J. G. Hertcl inAugsburg nahm in seine Ornamenten-Sammlung auch etliche Hefte vonEichel auf, welche jetzt zu den Seltenheiten gehören. Sie enthaltenVerzierungen für Bildhauer und Steinmetzen, im sogenannten Grottcn-geschmacke. Für die Kunstindustrie sind diese Blätter von Interesse.
1562. Endhobre oder Enhobre nennt R. Weigel, KunstkatalogNo. 9367, den Träger dieses von ihm zuerst gegebenenZeichens. Er war Maler und Stecher in schwarzer Manier,und stand vielleicht in Diensten des Churfürsten JohannGeorg II. von Sachsen um 1660. Weigel beschreibt zweiSchabolätter mit diesem Zeichen, und ausserdem nennt
Graf L. de Labordo, Ilistoire de la gravure en maniere noire p. 346,nach Weigel's Angabe noch die Bildnisse des Dr. Birnbaum, des Leib-arztes des genannten Churfürsten , und des Polterhans. Auf diesenBlättern wird wohl Endhobre's Name vorkommen.
1) Dom. Christians Ernests Baro A Kann. Serenisi. Et Potentiss.Eleclor. Saxon. Suprems Mareschalb Aulics Consiliaris etc. Brustbild inOval, unten das Wappen. Links oben ist das Monogramm mit demZusatz Pin*., und rechts: Et sculps. H. 9 Z. 2 L. Br. 8 Z. WeigelNo. 9367.
2) Johannes Christ. Wilhelmi Ser. Elect. Sax. a Secretis SenatusEccles. Brustbild in Oval. Mit dem Zeichen. Weigel No. 11,227.
1563. Eduard Eckmann oder Ecmann, geb. zu Mecheln angeblichT? p 1610 oder 1638, wird von Papillon 1. p. 295 als Formschneider
* gerühmt. Nach der Aussage dieses Schriftstellers copirte Eckmanneine Unzahl (Infinitö) von Stichen des Jakob Callot auf Holz. Er will