EE —EEF. Nr. 1564-1567. 591
ein kleines Buch zum Zeichnungsunterrichte ki Federmanier gesehenhaben, auf dessen Blattern Alles bis zu den Hintergründen sehr delicatbehandelt ist. Als ein bewunderungswürdiges Blatt bezeichnet Papillendie Ansicht eines Feuerwerkes auf dem Arno in Florenz, ebenfallsnach Callot. Dieses Blatt ist vorhanden , das erwähnte Büchlein mitFiguren, welches auf dem Titel die Jahrzahl 1621 tragen soll, findenwir aber nur bei Papillon erwähnt. In jedem Falle waltet ein Irrthumob. Wenn Eckmann 1610 geboren wurde , kann er das fraglicheBüchlein nicht 1821 vollendet haben , und die Jahrzahl 1630 würdenoch mehr dagegen streiten.
Nach Brulliot II. No. 690 findet man die Initialen E .E. auf ein-fachen Holzschnitten, und auf Abdrücken in Helldunkel nach L. Businkund A.Bosse. Vielleicht kommen sie auf einigen der folgenden Blättervor, welche Ch. le Blanc erwähnt.
1) La Seduction, nach A. Bosse, kl. fol.
2) Eine Schlacht: Entre eulx ung demenly, fol.
3) Das Feuerwerk auf dem Arno: BATTAGLIA DEL RE—1619. Edouard Ecman sc. Jac.omo Callot Jnv. , qn. fol. So ist dasBlatt im Stengel'schen Catalog angegeben, und der Künstler kann daherin keinem Falle 1610 geboren worden seyn.
4) Drei Blätter mit Bauern, fol.
5) Die Folge der Bettler nach J. Collot, 25 Blätter unter demTitel: Capitano de Baroni. Diess ist vielleicht das von Papillon er-wähnte kleine Buch.
1564. Eduard Engelmann, Formschneider in Berlin, gehört zu(O JT den geschicktesten Künstlern seines Faches. Er schnitt die]X o Blätter in folgendem Werke : Biblische Geschichte in BildernG>& . nach den vier Evangelien, erfunden und gezeichnet von CarlMerkel etc. Farbendruck. Berlin, Alexander Dunker 1853, gr. 4.
1565. Emanuel Eichel, Zeichner und Kupferstecher von Augsburg,<?6jf ist oben No. 1561 bereits eingeführt, und daher bemerkenCG-fea. wir hier nur, dass diese Buchstaben auf kleinen Kupferstichenund Vignetten vorkommen.
1566. Johannes Faber, Buchdrucker zu Freiburg um 1532, be-^T -pl diente sich auf Druckwerken einer Holzschnittvignette, welcheH—H als seine Adresse gilt. Sie enthält das Wappen der Stadt*■*» -L Freiburg im Breisgau. Rechts oben ist ein Pfau, an dessenHals ein Wappenschild mit dem Zeichen hängt. Ober und unter derVorstellung sind Sinnsprüche : Nodos secat scriptura Cassioticos etc.
1567. Dr. Ernst Förster, Zeichner und Historienmaler, geb. zuMünchengosserstädt bei Altenburg 1800, gehört zudenjenigen Männern, welche auf einer streng wissen-schaftlichen Basis der Kunst und ihrer Geschichte
7O J_ T 2 O sich widmeten , und daher eine doppelte Aufgabe zuerfüllen hatten. Schüler des P. von Cornelius , gehört er auch zumKreise jener Künstler, welche schon in Düsseldorf, und dann auch inMünchen Zeugen des Aufschwungs der neueren deutschen Kunst waren,und nach den Prinzipien des Meisters selbst mit aller Kraft zum Ge-deihen derselben wirkten. Förster malte in seiner früheren Zeit, von1824 an, Portraitc und auch mehrere historische Bilder, welche in ver-schiedenen Besitz tibergingen. Ein Hauptwerk ist das Frescogemäldemit der Erstürmung der Veroneser Clause durch Otto von Witteisbachin den Arkaden des k. Hofgartens in München. Auf diesem Gemäldesteht rechts unten das gegebene Zeichen mit der Jahrzahl /02ß.
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