EB. Nr. 1514 — 1515. 577
Elias Baeck stach mehrere Bildnisse, wie jenes des Kaisers Carl VI.,dann der Augsburger Geld- und Rathsherren Marcus Gerber , Hiero-nymus Ostertag, David Thoman, Abraham Wagner u. A. Nach AntonMasson copirte er die eherne Schlange. Von zwei anderen Blätternstellt das eine die Brodvertheilung an die Armen Augsburg 1740, dasandere die Beleuchtung des Fugger'schen Hauses 1741 vor. Ob aufeinem der genannten Blätter das Monogramm, oder die Namensbuch-staben stehen, wissen wir nicht. Das erste Zeichen findet man aberauf einem Kupferstiche, welcher einen St. Hubertus - Ordensritter miterhobenem Schwerte vorstellt. Hinter ihm sieht man auf einer Tafelüber dem Felsenstücke den heil. Hubertus vor dem Hirsch mit demCrucifixe zwischen den Geweihen. II. 4 Z. 8 L. Br. 2 Z. 10 L.
Das zweite , ähnliche Monogramm gibt Brulliot I. No. 881. Erfand es auf einem Blatte mit der Flucht der heil. Familie in einerLandschaft. H. 4 Z. 3 L. Br. 6 Z. Nach Brulliot ist diese Dar-stellung in der Weise des Johann Sadcler gestochen , jenes mit demOrdensritter erinnert aber nicht an diesen Meister, da es aus einerZeit stammt, in welcher Sadeler nicht mehr nachgeahmt wurde. Baeckhat vielleicht die Flucht der hl. Familie nach einem der Sadeler copirt.
Elias Baeck radirte auch eine Folge von sechs Blättern mit Land-schaften, Figuren und Thieren. Auf dem Blatte, welches den Jäger imWalde vorstellt, ist links im Rande die Adresse: leri: Wol/f exe :Aug. Vin. H. 6 Z. 6—7 L. Br. 4 Z. 10—11 L. Dann copirte Baeckauch Blätter mit Thieren nach Marc de Bye , und vereinigte sie mitanderen, welche Insekten vorstellen, zu einer Folge. Auf solchenBlättern kommt das Monogramm vor. Sie sind geistreich radirt, underschienen im Verlage des J. Wolff in Augsburg. Andere Radirungen,besonders kleine Landschaften, dann auch Portraitc und militärischeScencn sind mit den Buchstaben E. B. a. II. bezeichnet.
1514. Emile Bagard, Zeichner und Maler zu Paris, gehört zuX> n denjenigen französischen Künstlern , welche zur Illustration^y V*j verschiedener Werke beitragen. Man findet sein Monogramm
^/ auf Holzschnitten in der Pariser illustrirten Zeitung 1855 ff.Er lieferte Zeichnungen mit Scenen aus dem alltäglichen Leben.
1515. Edme Bouchardon, Bildhauer und Architekt, geboren zuP T> J Chaumont 1698, gründete in Paris seinen Ruf, und starb%'(hi daselbst 1762. Folgende Schrift gibt Aufschluss über seinC* J$ 01/ Leben und Wirken : Notice historique sur Edme Bouchardon,suivie de quelques lettre* de ce Statuaire —. l'ar J. Carnandel, Biblia-thicaire de la ville de Chaumont. Paris 11150, 8. Es wurden indessennur 50 Exemplare ausgegeben. Bouchardon hinterlicss zahlreiche Werke,die monumentalen gingen aber in der französischen Revolution grössten-teils zu Grunde. Viele Bildwerke wurden gestochen, andere sind innoch vorhandenen Zeichnungen erhalten. Die obigen Initialen, auch£ B del., stehen auf Blättern von J. J. Preisler, welche antike Statuenvorstellen. Sie bilden eine Folge von 50 Stichen, gr. 8. Bouchardonfertigte auch die Zeichnungen zum Recueü des Pierres gravees du Cabinet** Hoi. Publie par Mr. P. J. Marietle. A Paris 1750, fol. Die ersteAhthcilung enthält 132, die zweite 125 Abbildungen, letztere mitKöpfen, welche Bouchardon auf das sorgfältigste gezeichnet hatte. Zuden Hauptwerken des Künstlers im Stiche gehört auch: V Anatomie,Necessaire pour V usage du Dessin. Par Edme Bouchardon. Sculptaire du**°*. 10 Planches, d' apres les dessins de Bourdon gravees par //«quer.I'aris ,. a ., gr. fol.
MonogrammUten Bd. II. 37