Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
561
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E. Nr. 1477. 561

einiger Hinsicht die Geburt Christi B. 12, die Erscheinung des heil.Geistes B. 27, und vielleicht auch noch etliche andere der vielen Stiche,welche jetzt auf Rechnung dieses alten Meisters gehen.

3) Die heil. Jungfrau unter einem Thronhimmel sitzend mit demKinde auf dem Schosse. Der vor ihr knieende Engel hält den Zipfeldes weiten Mantels, und ein anderer Engel links ein Buch. Zu denSeiten des Thrones, an dessen Rande E lipßl steht, ist rechts undlinks ebenfalls ein Engel. H. 5 Z. 6 L. Br. 4 Z.

Dieses Blatt wird von Heinecke, 1. c. S. 397, erwähnt, und daherzählt es Bartsch im Anfang S. 49 auf. Die Form des Initial kennenwir nicht, er wird aber unter den oben gegebenen Buchstaben vor-kommen. Zwei einzelne E ohne Jahrzahl fügt Brulliot I. No. 671 bei,nennt aber die Blätter nicht, auf welchen sie vorkommen.

4) [B. 71] St. Philippus major und St. Jacobus minor stehend ineiner gothischen Nische. Der erstere, links vom Beschauer, hält einenKreuzstoek, der andere eine Keule. Zwischen den beiden Köpfen stehtdie Jahrzahl i4ö7 und der Buchstabe E. Höhe 3 Z. 6V, L. Breite

2 Z. 4'/, L.

5) Die Apostel Simon und Judas in einem doppelten gothischenTabernakel stehend. Ersterer links in Mönchskleidung mit Kapuzehält das Kreuz mit beiden Händen, letzterer rechts die Säge und einoffenes Buch. Zwischen den Köpfen bemerkt man den kleinen go-thischen Buchstaben E. H. 3 Z. 7 L. Br. 2 Z. 5 L.

Dieses Blatt fehlt Bartsch und Frenzel. Es gehört zu den vonBartsch No. 71 und 72 beschriebenen Apostelfiguren, wie das folgende.

G) St. Thomas und Judas Thaddäus unter einem ähnlichen Ta-bernakel. Ersterer hält den Spiess, letzterer das Winkelmass. Höhe

3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 4'/, L. Dieses Blatt beschreibt Frenzel No. 24.

7) Der geflügelte Löwe, als Symbol des heil. Marcus. Im Profilnach links gerichtet, entsteigt er dem Meere, und hält mit der rechtenKlaue ein Buch, welches am Ufer auffliegt. Eine menschliche Gestaltragt aus dem Meere empor, und in der Luft kämpft ein Falke mitdem Sperber, um welche Gruppe andere Vögel fliegen. In Mitte desBlattes unter dem linken Flügel des Löwen ist der letzte Buchstabe,welcher von den anderen Initialen abweicht. Höhe 3 Z. 5 L. Breite2 Z. 3 L.

Dieses Blatt ist etwas roh und hart behandelt, und stimmt nichteinmal mit der betenden Madonna No. 1. Bartsch, 1. c. p. 46, glaubt,es sei Copic nach dem Blatte bei Heinecke, welches er in den NeuenNachrichten Seite 370 unter dem Titel des apokalyptischen Löwendes hl. Johannes beschreibt. Es handelt sich aber um das eine unddasselbe Blatt, welches dem Meister E. S. wohl nicht angehört, ob-gleich es mit E bezeichnet ist.

8) [B. 113] Ein Laubwerk mit einer grossen Distelrosc. Es erhebtsich in gerader Linie, neigt sich aber oben nach links. Vom Fusseauf steigt die Distel, deren Krone die Mitte einnimmt. Ueber dieserBlume ist der kleine Buchstabe E , welcher nach F. v. Bartsch, dieKupferstichsammlung der k. k. Bibliothek in Wien S. 106 No. 1200,wie mit einer Punze eingeschlagen zu seyn scheint. H. 3 Z. 6 L.?Br. 2 Z. 6 L.?

Die Platte erlitt später einer gänzlichen Retouche, und zwar vonder Hand des unbekannten Meisters A , dessen Monogramm wir imersten Bande No. 44 gegeben haben. Er stach rechts unten seinZeichen ein, und fügte in der Mitte auch jenes des Martin Schön bei,von welchem aber das Blatt nicht herrührt.

Monoerammiaten Bd. II. 36