Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
552
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DW. Nr. 1460—1464.

1460. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher in—.,„, der frühen Zeit des 17. Jahrhunderts thätig war. Blatter von**T seiner Hand, oder nach seinen Zeichnungen, findet man in Löhn-

eisen's Werk: Hella Caualleria , das ist : Gründtlicher — Bericht vonallen, was su der löblichen Uetilerey (/{'hörig. — Bcmlinyen J(>2&, fol.Dieses Werk ist mit Kupferstichen und Holzschnitten geziert. Dieanscheinlichen Initialen 1) W stehen auf einem aus zwei Folioseitenbestehenden Holzschnitte , welcher ein Turnier vorstellt. Es geht imFreien ausserhalb der Stadt vor, und daher wohl der Titel: Freyiurnier.Rechts unten in der Kckc bemerkt man die Initialen, doch ist imOriginale der erste Buchstabe nicht so deutlich />, sondern so gebildet,dass man bei der leichten oberen Verbindung V lesen könnte. Diemeisten der in Holz geschnittenen und radirten Blätter sind nämlichvon dem unbekannten Meister VW bei Bartsch IX. p. 564. Auf zweiBlättern kommt indessen ein aus WD bestehendes Monogramm vor,und somit könnte auch ü W gelesen werden. Unter V W. kommenwir darauf zurück.

1461. A. de Winter ist uns durch eine Folge, von 6 Blättern mitr» W Fiß uren lu, d Thieren in Laubwerken nach Art der Goldschmieds-" muster bekannt. Auf dem ersten Blatt steht der Name: A. deWinter fee., qu. 8.

Diese schönen und seltenen Blätter sind Copicn nach WolfgangKyron, welcher seinen Stichen ein Titelblatt beifügte : Neu ersonneneGoldschmieds Brillen. Durch Wolf: Kyron: V. Bommel. Nürnberg In vertagLeonhard Loschge. Die Originalblätter sind sehr selten, und erschienenum 1700. Auch A. de Winter lebte im 18. Jahrhundert, wir wissenaber nicht wo. Er soll Blätter mit D W. bezeichnet haben, es kamuns aber kein einziges zu Gesicht.

1462. D. Wächters gehört zu denjenigen niederländischen Malern,T) W deren Andenken im Vaterlande nicht erhalten wurde. Wir

• ' finden ihn nur in Dr. Waagen's Catalog des k. Museums inBerlin S. 235 erwähnt, wo ein grau in Grau behandeltes Gemälde mitD. W. ihm zugeschrieben wird. Dieses Bild stellt den König Davidauf dem Throne vor, wie er die Königin von Saba empfängt. Es istauf Holz gemalt, und beurkundet die Richtung der Gebrüder Franck

SFrancken), welche zu den namhaften Schülern des Franz Floris go-lören. Von einem zweiten Gemälde dieses Meisters haben wir keineKunde. '

1463. Daniel Wussln oder Wuslm, Kupferstecher in Prag, hinter-'T") W '' e8S c ' ne ziemliche Anzahl von Blättern, deren Dlabacz in

' seinem Künstler-Lexicon für Böhmen beschreibt. Auf denmeisten steht der Name, nur auf kleineren Blättern für den Buch-handel zeichnete der Künstler D. W. Man findet sie auf dem Titel-blatte des Discorso alla S. C e B. Majesta Leopoldo I, von GiuseppePriami Baron de Rovorat 1667, 4. Dieses Blatt stellt das kaiserlicheWappen vor.

1464. Denis Waterloo soll Seebilder in der Weise des Simon"T) W ( '° ^^ c 8 pr m it den Initialen 1) W. bezeichnet haben. lieber

• diesen unbekannten Meister haben wir oben unter dem Mono-gramm ü W. No. 1454 gehandelt.