Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
553
Einzelbild herunterladen
 

DW—DWF. Nr. 1465 — 1469. 553

1465. Medailleure und Milnimeister, welche D. W. zeichneten,■-. w nach Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen &c. S. 93.

Wolsey, Bischof von Durham, war von 1509—1517 Münz-aufseher, und Hess die unter seiner Atntirung geprägten Münzen mitD. W. zeichnen. Der Buchstabe D. bezieht sich auf die Prägstätte.

David Wölke, Münzmeister in Altenburg von 1621 — 1623, dannin Weimar von 1632 — 1637. Eine mit lt. W. bezeichnete Medaillewurde auf das Begräbniss des Herzogs Friedrich von Altenburg geprägt.Tentzel gibt sie Tab. 30 No. 1 u. 3 in Abbildung, kennt aber denVerfertiger nicht.

Denis Waterloos, Medailleur in Brüssel um 1650. Wir kennennur einen Anton Waterloos.

Daniel Warou oder Warov, Medailleur aus Stockholm , trat nm1683 in Dresden auf, und arbeitete später zu Wien, wo er gegen 1730starb. Wir kennen eine mit D. W. bezeichnete Medaille auf den Neu-bau des Klosters Göttweich 1719. Zu seinen Hauptwerken gehört derMedaillon mit dem Brustbilde des Grafen G. II. Salbury, und demSaturn, welcher dessen Wappen hält, 1703. Dieser Medaillon istselten, da der Stempel zum Avers sprang. Im Gewicht 5 Loth.

1466. Jean Duvet, der Meister mit dem Einhorn (Le MaitreTYWFT k la Licorne), dessen Kupferstiche zu den seltenen Kostbar-

' keiten gehören, zeichnete gewöhnlich DVVET, und nur einMal verband er die beiden V zu W. Wir verweisen übrigens auf denPeintre - graveur francais von Robert -Dumesnil V. p. 1 ff. Unter denInitialen Iü kommen wir aber ebenfalls auf ihn zurück.

1467. Der unbekannte Kupferstecher mit diesem Zeichen ist>n. . oben No. 1249 eingeführt, da wir DMF oder

JyS/y* ______ DM VF lesen. Der Meister war um 1558 in

7^\ a 7~ 7 Ar5lA A ^ a '' cn thätig, und aller Wahrscheinlichkeit nach

JOf\/\l " ^1 in diesem Lande geboren, so dass der erste Buch-

V / Wuv stabc des Gcschlechtsnamens nicht W seyn wird.

1468. Unbekannter Architekt oder Bildhauer, welcher zu Anfangdes 17. Jahrhunderts thätig war. Brulliot II. No. 667kennt Zeichnungen mit den gegebenen Initialen. Sie.stellen Fontainen und Monumente vor, mit der Feder

. /" y^~ umrissen und ausgetuscht. Dieser Künstler scheintfOOÖ in Bayern gelebt zu haben.

1469. Unbekannter Kupferstecher, dessen Lebenszeit uns unbe-jrj 11/ j yl kannt ist. Wir führen ihn nach einem Auktions-Catalog

' des Ii. von Montmorillon von 1852 ein, wo unter No. 1347

Ohne genügende Erklärung zwei Blätter genannt werden , unter demTitel: Contra venena et venenata. Der Gegenstand der Darstellung istHerkules im Kampfe gegen ein vielköpfiges Ungeheuer. Man wirddurch die italienische Beischrift unwillkürlich an jenen Kupfersticherinnert, welchen Bartsch VII. p. 515 dem Jean Duvet zuschreibt, undPoison et contre-poison, d. h. Gift und Gegengift, betitelt. Allein diesesBlatt stellt nicht den Herkules im Kampfe gegen die Hydra vor, undes ist auch nicht bezeichnet. W r eitere Consequenzen wagen wir niehtzu ziehen, es ist aber zu bedauern , dass in Catalogen selbst überinteressante Blätter oft nur vage Angaben herrschen.

DWF