Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
522
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522 D S. Nr. 1362 — 1366.

Der Zeichner deutete durch ein aus // R bestehendes Monogrammseinen Namen an. Wir erkennen darunter den Maler II. Raidel, wel-cher sich längere Zeit in Italien aufhielt, und um 1650 in AugsburgRuf genoss. Wenn, dieses der Fall ist, dann kann D. Savoye die er-wähnten Blätter nicht gestochen haben, da er erst 1644 geboren wurde.Sie stimmen auch nicht mit den anerkannten Arbeiten desselben. Dieerwähnten Stiche bilden eine Folge von 12 Blättern mit militärischenFiguren, welche wahrscheinlich von einem deutschen Meister herrühren.

1362. Daniel Stampfet, Münzmeister, stand von 1573 — 1579 in

-[r»i Diensten des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt, und auf Ge-il« prägen desselben kommt das Monogramm vor. Von 1579—1585lebte Stumpfet als Münzmeister in Halle.

1363. Dominicas Dassier, der Vater des berühmten Jean Dassier,-p^ zeichnete auf solche Weise einige Münzgepräge. Man findet*® • neben anderen das Monogramm auf einem Genfer Thalervon 1641.

1364 Daniel Seghers, Blumenmaler, geb. zu Antwerpen 1590,/J~*fT/ gest. den 2. November 1660. Schüler von Jan

L{\ Breughel, und 1611 bereits Mitglied der Con-

-^Pf /. 0 fraternität des hl. Lukas zu Antwerpen, trat er

-Joe. ..Je4Uy10Ho. 1614 zu Mecheln In den Jesuiten-Orden, hörteaber nie auf, durch seine lieblichen Kinder der Flora die Aussenweltzu bezaubern. Der Jesuit von Antwerpen war der Freund des be-rühmten Rubens und des Cornel Sehnt, welche öfter die figürlichenBilder malten, welche er mit Blumenkränzen umgab. Auf einigen Ge-mälden steht das Monogramm des Meisters, auf anderen zeichnete erD. S. In der k. Gallerie zu Dresden ist ein meisterhaftes Blumen-stück mit der obigen Bezeichnung.

1365. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1570 thätig war.

t-cY Sein Zeichen gibt Heller im Monogr.-Lexicon S. 111, aber ohne

X-^. irgend ein Blatt namhaft zu machen. Brulliot kennt ihn nicht,

und auch wir haben nie einen Kupferstich mit diesem Monogramme

gesehen. Es dürfte indessen nicht erfunden seyn.

1366. Daniel Schultz oder Schnitz, Maler und Radirer von Danzig,wurde zuerst von Füssly sen. nach einer ihm mitgetheiltenhandschriftlichen Notiz eingeführt, und nach dieser malte der

Künstler Bildnisse , historische Vorstellungen und Thiere, Alles mitgrosser Vollkommenheit. Gewiss ist, dass ein Daniel oder Georg DanielSchultz oder Schulze Bildnisse polnischer Könige und Fürsten, dannsolche von Brcslauer Rathsherren u. s. w. gemalt habe. J. Falk,Ph. Kilian , P. Lombard und W. Hondius haben solche Portraite ge-stochen, es steht aber noch immerhin in Frage, ob die Vorbilder vondem Träger des gegebenen Monogramms herrühren. Man weiss nur,dass er ß. Schultz heisse, da dieser Name auf einem radirten Blattesteht, welches von demselben Meister herrührt, der ein anderes Blattmit dem obigen Zeichen versah. Dieser D. Schultz nimmt als Thier-zeichner eine hohe Stelle ein, und besonders war es das Federvieh,welchem er die vollste Aufmerksamkeit widmete. Man kennt jetztdrei radirte Blätter von seiner Hand, von denen aber keines eine Jahr-zahl trägt. Der Bildniss- und Historienmaler D. Schultz oder Schulzesoll nach Füssly 1686 gestorben seyn. W. Hondius stach nach ihm1637 das Bildniss des Königs Ladislaus IV. von Polen , und jenesseines Nachfolgers Johann II. Casimir, welcher 1668 dem Thron entsagte.

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