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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
521
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DS. Nr. 1357 - 1361. 521

den gekreutzigten I. Cor. 2. Ucber dem Bildnisse: Abcontrofaclur desEhrwürdigen und Hochgelehrten Herrn Martin Butler, Diener des Evan-geliums Jesu Christi zu Strasburg. Unter dem Curtouehe stehen deutscheVerse: Dieser fromm und gelehrte Mann — — Gedruckt zv StrasburgAnno 1506. II. 5 Z. 10 L. Br. 4 Z. 5 L.

Der Schneider dieses Bildnisses könnte Daniel Seidel, das s. g.Danielmännchcn, seyn. Er arbeitete längere Zeit unter Thurneisserin Berlin , und begab sich nach 1583 nach Basel, seiner Vaterstadt.Vielleicht ist Butzer's Bildniss bei ihm bestellt worden.

1357. Unbekannter Maler, welcher zu Anfang des 17. Jahr-*v hnnderts thätig war. Das gegebene Zeichen , welches aus D S,>Jpf oder C S besteht, und vielleicht auch noch L oin^ehliesst, be-findet sich auf einem Gemälde mit dem Bildnisse des Friedrich ConradTuschelein, welcher um 1609 pfalzgräflicher Ralh in Zweibrücken war,und von 1619—1634 in Nürnberg als ltechtsconsulcnt lebte. DasMonogramm ist unterhalb des Wappens, und darüber steht die Jahr-zahl 1(109. An Lorenz Strauch ist kaum zu denken, da Tuschelein1609 nicht in Nürnberg lebte.

1358 Daniel Schultz scheint durch dieses Monogramm seinenS^\ iP^ Namen angedeutet zu haben. Ueber diesen Meister bandeln'Sj, w wir unter dem Monogramm ü S in Cursiven No. 1366, da andieser Stelle mit Sicherheit auf ihn verwiesen werden kann. D. Schultzlebte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Danzig, und auchder Träger der gegebenen Zeichen muss daselbst gleichzeitig thätiggewesen seyn. Man findet sie auf Blättern mit naturhistorischen Ab-bildungen im Museum Gottwaldianum. Dr. Christoph Gottwald warArzt in Danzig, und lebte von 1636 — 1700. Er besass ein Cabinetvon Conchylien, Seesternen, Meergewächsen und anderen Naturalien,welche er in radirten und gestochenen Abbildungen bekannt machte.Gerhard Edelink stach für dieses Werk (iottwald's Bildniss nach derZeichnung des Malers Andreas Stech, welcher ebenfalls zu den renom-mirten Danziger Künstlern gehört. Schultz war im naturhistorischenFache besonders bewandert, und daher könnte sich Gottwald dessenHülfe bedient haben. Auf anderen Blättern dieses Werkes stehenaber die Cursiven S D S, welche Zweifel erregen möchten, wenn nichtSchultz Delineuvit Sculpiit zu lesen ist. Job. Samuel Schröter besorgteeine neue Auflage des genannten Werkes : Musei (lottwaldiani — —ouae supersunl tabulae etc. etc. Nürnberg 1702, fol.

1359. Charles Dufresne, Kupferstecher und Radirer, warum;gN 1780—1805 in Paris thätig. Man findet mehrere Blätter von seiner*^ Hand, und darunter auch Copien nach Jakob Callot. Auf diesenBlättern steht: Dufresne sculpsil , und auch das Monogramm kommt inahnlicher Bedeutung vor.

1360. Unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 17. Jähr-ig r hunderte in Holland gelebt zu haben scheint. Brulliotl. No. 1694

•J"• kennt ein sehr mittelmässiges Blatt mit diesem Zeichen. Esstellt das Innere einer Küche vor, in welcher ein Mann sitzt, wie erdie Gans an den Spiess steckt. An der Bank rechts bemerkt mau dasZeichen. H. 3 Z. 5 L. Br. 3 Z. HL.

1361. Daniel Savoye, Maler von Grcnoble, Schüler von SebastianJ) r / y Bourdon, soll durch dieses Zeichen seinen Namen ange-

cuipöi r. a cutot iia,l>on. Man findet es auf kleinen radirten Blättern,welche Offiziere und Soldaten in verschiedenen Stellungen vorstellen.