DIB —DIG. Nr. 1162—1165. 449
II. Statt dieser mit jener des Heinrich van Schoel. Die Platte warbereits abgenutzt, aber noch nicht restaurirt. Nur die beidenSeitenpfeiler Hess von Schoel ausklopfen. Sollten sich ersteAbdrücke vor der Adresse finden, so müssen diese Pfeiler vor-handen seyn.19) Ein Wandkalender mit figürlichen Darstellungen. Unten : Di-ana ineidebat Roma. Oben steht: Lvnario Per Lanno MDI.XXXI. AIMeridiano Di Roma Congli Caralhiri Del Figuri Et La Mutalione DeTempi. H. 16 Z. 9 L. Br. 11 Z. 7 L.
Ein Produkt grosser Eile, aber sehr selten.
1162. Unbekannter Zeichner oder Maler, welcher in der zweitenHälfte des 16. Jahrhunderts in Deutschland thätig war. Dasgegebene Zeichen fand Herr J. A. Börner auf einer Feder-zeichnung, welche von einem Meister herrührt, dem die Kunst-weise des Jobst Amman nicht unbekannt war. Dieses Blatt
stellt eine Marketenderin mit dem Spiesse, und einer an dem Kottchenhängenden Feldflasche vor, 8.
1163. Unbekannter Kupferstecher oder Maler, welcher um 1643_Ier- in Italien thätig war. Er ist durch ein geistreich und zartlU&ij- radirtes Blatt bekannt, welches die Charitas mit drei Kindernsitzend vorstellt, nach einer Arabeske Eafael's im Vatikan. Untensteht: RAF. VR. IN. und das Monogramm mit lOb-f, oben rechtsein aus V C P bestehendes Zeichen, welches nicht mit jenem desCrispin de Pass verwechselt werden darf. Dieses Blatt ist sehr selten,fol. Man findet auch zuweilen einen Abdruck mit dem aus C oderDIU bestehenden Monogramme No. 244. Es ist als Verlagszeichenzu betrachten.
1164. Abraham van Diepenbeck ist schon im ersten BandeDiep. inu ] ^°- ^3 und 1440 eingeführt, und daher machen wirn- i '■ \ hier nur auf die Blätter des J. Barbe aufmerksam,mepeno. nw. j we ] c j lc mit dcr Abbreviatur des Namens verschensind. Man findet sie in folgendem Werke: Theatrum vitae, virlulis etmiracula R.mi P. (labrielis Mariae Ordin. Minorum etc. Es enthält26 Blätter, deren aber auch mit dem Namen bezeichnet sind. H. 4 Z.1 L. Br. 3 Z.
1165. Don Jose Garcia Hidalgo, genannt el Castellano, gehörtzu den achtbarsten Malern seiner Zeit. InMurcia zum Künstler herangebildet, begaber sich zur weiteren Ausbildung nach Rom,wo er mit Carlo Maratti, Salvator Rosa, Pietroda Cortona u. A. in Berührung kam. Garcia
1)1 f ^ f ^ t *l/f* kenrtc aDcr 1)a,( ' wieder in's Vaterland zurück,c/X J \_^C /• und gelangte daselbst zu grossem Ansehen.In den Kirchen und Sammlungen zu Valenciaund Madrid sind vTele Werke von ihm, das Real Museo daselbst räumteihm aber keine Stelle ein. Philipp V. ernannte den Künstler zumRitter des hl. Michael, und wohl nur desswegen führte er das Adels-Prädikat Hidalgo. Er starb um 1712, ungefähr 60 Jahre alt.
Jose Garcia gab ein schätzbares Unterrichtswerk heraus, unter•lern Titel: Principios para esludiar el nobilissima arte de la pintura,por Don Jose Garcia Hidalgo. En Madrid 1601, fol. In diesem Werkesind radirte Blätter von J. Garcia, wenigstens im späteren Drucke, dadas Blatt mit dem gekrönten Heiland in solchem rechts oben die
Monogrammistcn lld. II. 29