Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
448
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448 DIANA. Nr. 1161.

Mantuana civis Volaterana Innidcbat 1670. Im Rande: S. S. IOANNESET PAULUS. H. 11 Z. und 2 L. Rand. Br. 8 Z.

Dieses Blatt fanden wir nur im Cabinet Cicognara No. 1299 be-schrieben. Es scheint daher sehr selten zu seyn.

15) Der hl. Hieronymus im Gebete vor dem Crucifixc, welchesrechts angebracht ist. Halbe Figur. Rechts unten: Dvrante Dal liorgoInvenl. Diana F. H. 7 Z. 5 L. Br. 5 Z. 7 L.

Dieses Blatt ist sehr selten.

16) [B. No. 36] Regulus in der Gewalt der Carthagcr, welche ihnin Gegenwart des Senates in das Fass nageln. Unten im Rande gegenlinks: Julius Romanus Irwenlor. Ohne Diana's Namen. H. 11 Z. 4 L.Br. 13 Z. 4 L.

Dieses Blatt schreibt Bartsch entschieden der Diana Ghisi zu, wirzweifeln aber an der Richtigkeit. Der Stich muss einige Zeit vor 1570vollendet worden seyn, da in diesem Jahre eine verkleinerte Copiedavon erschien, mit der Adresse: Vencliis apud Joannem CamocciumMDLXX. H. 9 Z. 6 L. Br. 11 Z. 1 L. Die grosse Platte, welcheum fünf Figuren mehr enthält, und der Diana zugeschrieben wird,erschien in Rom, da die alten Abdrücke die Adresse des KunsthändlersAnton Lafreri tragen. Letzterer erwarb gewöhnlich bereits gebrauchtePlatten. Wenn daher jene mit Regulus wirklich von Diana Ghisi her-rührt, so muss der Stich zwischen 1560 und 1570 fallen, für dieseZeit haben wir aber keinen Anhaltspunkt für Diana Ghisi. Im späte-ren Drucke steht unter dem Namen des Malers die Adresse des Kunst-händlers Johannes Orlandi. •

17) [B. No. 32] Aspasia mit Sokrates und einem anderen Philo-sophen an der Tafel. Links unten in der Ecke DIANA. H. 5 Z.Br. 6 Z. 6 L.

Die genannten Personen bestimmt Bartsch, wir glauben aber nicht,dass der unbekannte Zeichner je daran gedacht habe. Die Frau ent-spricht der Aspasia nicht im geringsten. Sie sitzt sehr einfach ge-kleidet, und stützt die Ellenbogen auf den Tisch. In der Mitte be-merkt man einen alten Mann mit nach orientalischer Weise bedecktemHaupte , wie er mit höhnischer Miene nach dem rechts befindlichenkahlkopfigen Alten deutet, welcher in Unruhe die Hände an dem aufeiner Art von Altar lodernden Feuer zu wärmen scheint. Ein solchesBild spricht nicht für die geistreiche und reizende Buhlerin Aspasia,bei welcher Staatsmänner und Gelehrte, und alle Notabilitäten Athen'ssich einfanden. Andere Schriftsteller sprechen sich für Esther beiAssucrus und Amman nach Michel Angclo oder Giulio Romano aus.Eine solche Esther, wie sie auf diesem Blatte vorgestellt ist, undhanornmässig sich auflehnt, fand aber an der Tafel des Assueruskeine Stelle , und Amman ist vor dem Galgen sicher. Goethe kommtim dritten Hefte seiner Zeitschrift über Kunst und Alterthum S. 165der Sache sicher näher auf den Grund, wenn er unter dem die Händewärmenden Kahlkopf den Apostel Petrus erkennt, wie ihn die Magddes Oberpriesters als Anhänger des Jesus von Nazaroth denuncirt.

18) Der Mann, welcher sich den Dorn aus dem Fnsse zieht. Ersitzt auf dem Steine neben der Säule. Links unten : Diana incidcbal.Copie nach Cornel Cort, welcher ein antikes Bilderwerk der Capitoli-nischen Sammlung zum Vorbilde genommen hat, wenn ihm nicht dasBlatt von Marco di Ravcnna, Bartsch No. 480, vorlag. Höhe 11 Z.Br. 7 Z. 6 L.

I. Mit der Adresse im unteren Rande: Romae Claudii DucheliFormis 1501.