450 DIH. Nr. 1166 - 1168.
No. 69 zeigt. Auf den radirten Blättern dieses Meisters stehen obigeInitialen, welche Brulliot II. No. 601 auf einen Maler Don Jose GarziaGonzalez deutet. Der Künstler ätzte die Platten tief, und daher habendie Abdrücke ein rauhes Ansehen. In der Zeichnung sind sie abertadellos. Andere Blätter des Zeichnungswerkes sind mit den InitialenJ G a versehen.
1) Der Tod des Abel. Cain, nach links gerichtet, setzt dem nieder-geworfenen Bruder die Hand auf die Brust. Im Grunde rechts undlinks knieen beide beim Opfer. Links oben in der Ecke ist die No. «4-,und rechts unten die Signatur des Künstlers , D J* G« f. , der ersteBuchstabe ohne Schnörkel nach oben gezogen. II. 5 Z. 9 L. Br. 7 Z. 10 L.
2) Der leidende Heiland mit der Dornenkrone in einer Nische aufdem Steine sitzend , fast von vorn gesehen. Seine gekreuzten Händestützt er auf den linken Schenkel, and auch die Fttsse sind über-einander gelegt, llcchts unten auf dem Boden ist das zweite Zeichen,und oben No. 69. H. 8 Z. 6 L. Br. 6 Z.
3) Ein Malersaal, in welchem viele Künstler bei Lamponscheinnach dem Modelle zeichnen. Letzteres steht mit der rechten Hand aufeinen Stock gestützt auf einem Sockel, und hebt die Linke mit einemGefässe in die Höhe. Im Hintergrunde öffnet sich ein zweites Zimmer,in welchem ebenfalls nach dem Modelle gezeichnet wird Ueber diesemAkt liest man auf der Bandrolle : Nulle die sine linie. Auf der Schrift-rollo über dem Modelle auf dem Sockel steht: Sum dux lux Recta via.itultos ante pello doclos yn me provo verilas Sum. Am Piedestalc be-merkt man die Signatur des Künstlers. II. 9 Z. 9 L. Br. 6 Z. 8 L.
4) Ein nackter Mann, welcher das Violoncel spielt. Mit derSignatur DJ^G a f., der erste Buchstabe ohne Schnörkel nach oben,kl. fol.
1166. Unbekannter Töpfer oder Modellirer, welcher im 16. Jahr-D I H " unaert in Deutschland thätig war. Aus seiner Fabrik
' ' ' gingen verschiedene Geschirre hervor, meistens solche,welche in den Däusern der besseren Stände gebraucht wurden, undjetzt zu den seltenen Antiquitäten gehören. Man findet zuweilen Krüge,sogenannte Humpen, mit den Initialen D. I. H. Sic sind spindelförmig,und am Bauche mit Masken , Medaillons und Schilden verziert, ge-wöhnlich in weisser Masse. Der Verfertiger heisst vielleicht Dirglauf.Dieser Name, und die Jahrzahl 1591 steht nämlich auf einem cylin-derischen Humpen mit drei halben Figuren in Basrelief. Wenn nunder Modellirer oder der Fabrikbesitzer Dirglauf geheissen hat, somüsste unter /. H. der Ort angedeutet seyn. Die Geschichte dieserAnstalten ist noch höchst mangelhaft.
1167. Dominique Vivant Denon, der berühmte, und auch als/J\ Radirer bekannte General - Intendant der französischen MuseenVfi/ unter Napoleon I., bediente sich zur Bezeichnung der Kupfersticheund Handzeichnungen seiner reichen Sammlung eines Stempels, welchenwir hier in Facsimile geben. Diese Kunstsammlung wurde 1826 ver-äussert. p]in gedruckter, ziemlich dickleibiger Catalog verzeichnet dieSchätze derselben. Unter M N. kommen wir auf Denon zurück.
1168. Unbekannter Kupferstecher, welcher wahrscheinlich in'75?° Nürnberg thätig war. Sein Zeichen findet man auf einem sehr-o-b' seltenen Schwarzkunstblatte, welches das Bildniss eines Mannes
mit Perücke und langem gewundenen Zopf vorstellt. Oben auf einemBande steht: Nicolaus Resch Bilthaer und Eisen Schneider. Rechts