Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
431
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DH. Nr. 1124 — 1125. 431

1) Kaiser Ferdinand L, halbe Figur nach rechts in einem Lorbeer-kranze. Innerhalb desselben steht: Fcrdinandus 1. D. G. EL lio.Jmp. etc. Links von seinem Haupte: Übiit Vienne Anno 15(14 Die•25. Julij, Hechts ist das kaiserliche Wappen angebracht, und ganzoben steht : MÜLXVI. Am Pilaster gegen die Mitte das kleinereZeichen mit drei Punkten. H. 6 Z. 2 L. Br. 5 Z. 10 L.

Dieses schöne Bildniss kann mit der Jahrzahl 150(1 nicht inFrancolin's Werk vorkommen, da der Kaiser zur Zeit des Erscheinensdesselben noch am Leben war. Wir fanden es , doch wohl nur imzweiten Drucke , am Schlüsse eines musikalischen Werkes, welchesmehrstimmige Lieder, und andere Gesänge zu Ehren der Oesterreich-ischen Herrscher und Prinzen enthält. Sie sind von Peter Joannellide Gandino gesammelt, und 1568 bei Antonio Gardani zu Venedig imDruck erschienen.

2) Hans von Francolin , Ehrenherold des Kaisers Ferdinand I.,mit dem Stabe in der Rechten in einer Halle stehend. Zu seinenFössen ist ein Wappen mit dem Adler, und zwei gekrönten Vögeln,und links bemerkt man das grössere Monogramm. H. 8 Z. 11 L.Br. 5 Z. 2 L. v

Dieses ungenannte Bildniss kommt auf dem Titel des Thurnier-buches von Hans von Francolin vor.

3) Der Arzt Paul Weidner mit seiner Frau und seinen Kindernam Fussc des Kreuzes. Rechts oben ist eine hebräische Inschrift infünf Zeilen, und gegenüber eine lateinische: Dominus enim judexnotier etc. Unten neben dem Kreuze das Zeichen mit 1559. H. (i Z.10 L. Br. 4 Z. 3 L.

Dieses Blatt beschreibt Bartsch IX. p. 432 unter dem Titel einesdeutschen Herrn mit Frau und Kindern. Mit vollem Rande scheintes den Namen des Arztes zu tragen, da wir es so bezeichnet fanden.

4) Drei Blätter mit Triumphpforten und einziehenden Truppen,zu Ehren des Kaisers Ferdinand I. errichtet. Eines dieser Blätterist mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1557 bezeichnet, fol.

Diese Holzschnitte gehören in Francolin's Thurnierbuch.

5) Das Rosenberg'sche Wappen, kl. fol.

1124. Dirk Hals, Genremaler, geb. zu Mecheln 1589, gest. 1665.TVT ^^ Schüler von Abraham Bloemaert, malte er Anfangs kleine-L7l / IM Thierstücko, später aber ausschliesslich Scenen aus demLeben der niederen Stände, und auch Cnnversationsstücke in der Weisedes Palamedes, welchem er aber weder in der Compositum noch in derFärbung gleichkam. I). Hals malte aber auch Bildnisse, und somitwäre es möglich, dnss die Gemälde, welche Malpe dem Jan de Iloeyzuschreibt, von uuserm Meister herrühren. Auf mehreren Gemäldendesselben findet man das erste Zeichen, zuweilen mit unterschriebenerJahrzahl. Dann kommt es auch auf Zeichnungen vor. Wir sahenCostümstückc, welche sehr schön mit der Feder ausgeführt sind.Salomon Savry, C. B. Cocklers, C. Kittenstein, G." van Seheyndel,G van Noorden u. A. haben Genrebilder nach ihm gestochen. Aufsolchen Blättern kommt ebenfalls das Monogramm vor, zuweilen mitder Jahrzahl 1(139.

1125. Jan de Hoey, welcher auch den folgenden Artikel behauptet,

Msoll nach Malpe (Nolice des graveurs II. pl. 2. ]Vo. «4) der Trägerdieses Zeichens seyn. Man soll es auf Bildnissen und Land-schaften mit Figuren finden, Gemälde dieser Art scheint aber J. de Hoeynicht hinterlassen zu haben , da er Historienmaler war, anscheinlichin der von Lukas von Leydcn bezeichneten Richtung. Brulliot I.