432 DU. Nr. 1126—1128.
No. 1570 zieht daher Malpe's Angaho in Zweifel, es wird aher demJ. de Hoey dennoch ein radirtes Blatt mit obigem Zeichen zugeschrieben.Es stellt eine Landschaft vor, links am Ufer des Flusses ein verfal-lenes Haus auf dem Felsen. Neuen der Weide im Wasser ist einKahn angebunden , und gegenüber bemerkt man einige Ruinen. Imlieschatteten Theile lies Felsens ist das Monogramm einradirt. IL 3 Z.8 I;. Br. 6 Z. 3 L. Dieses Blatt ist roh und nachlässig behandeltscheint aber selten zu seyn, da wir es nur bei Brulliot erwähnt fanden _
1126. Jan de Hoey, auch Hooy und llovy genannt, soll der"~*v Träger dieser Zeichen seyn. Im Jahre 1545 zu Leyden
geboren , war er Schüler des Lukas Dammesz , desI— ^— I _ j Tochtersohncs des Lukas von Leyden, welcher die_L-£ -L/X/J. Grundsätze des letzteren auf ihn verpflanzte. Später/u 12) begab sich aber .). de Ilocy nach Italien, und endlich
nach Frankreich, wo er 1615 als Hofmaler des Königs Heinrich IV.starb. In der Schlosskirche zu Fontaiueblcau ist eine HimmelfahrtChristi von ihm, und dann ein allegorisches Bild, welches die streitendeKirche vorstellt. Niemand sagt uns aber, ob auf Gemälden diesesKünstlers das gegeben« Zeichen vorkomme. Die Jahrzahl Kil'.i stimmtauch wenig für J. de Hoey, denn er war damals bereits 68 Jahre alt.Christ, Monogr.-Frklärung S. 164, ist der einzige Schriftsteller, welcheres beibringt; ihm folgten Heller und Brulliot, aber ohne die Angabedesselben bestätigen zu können. Christ fand nämlich das Zeichen mitder Jahrzahl f 6/3 auf Kupferstichen, welche ihm von einem deutschenMeister herzurühren schienen. Fr vermuthet darunter einen D. Hoey,und bringt diesen nach Muthmassung mit dem von Fclibien erwähntenJean de Hoey in Verbindung. Dieser Meister ist nun unser Schülerdes Lukas Dammesz, des Sohnes des Lukas von Leyden. Ob ihm daseine, oder das andere der obigen Monogramme angehöre, können wirnicht entscheiden, zweifeln aber an der Richtigkeit der Vermuthungdes alten Professors Christ. Wir haben nie einen Kupferstich mit demZeichen und der Jahrzahl Jfil.'i gesehen. Das zweite Monogrammbringt Brulliot I. No. 1570, es möchte aber fast scheinen, dass esbeim Drucke verkehrt eingesetzt wurde. Der genannte Schriftstellerfand dasselbe auf einem radirlen oder gestochenen Blattet, welches diehl. Jungfrau mit dem Kinde auf Wolken über dem Halbmond sitzendvorstellt. Sie hält den Scepter in der rechten Hand, und der kleineHeiland trägt die Weltkugel. Das Haupt der heiligen Mutter ist vonStrahlen umgeben, und auch zwei Cherubim sind angebracht. Linksunten ist das Zeichen. II. li Z. .'! L. Br. 4 Z. 3 L. Nach Brulliot'sVersicherung gilt dieses Blatt für Arbeit des Jan de Hoey. Malpeschreibt diesem Meister auch das vorhergehende Zeichen zu. Dasradirto Blatt mit demselben ist aber nicht von der Hand desjenigen,welcher die Madonna mit dem Kinde gestochen hat.
1127. Unbekannter Zeichner oder Maler , welcher um 1595 inm Sachsen oder in Braunschweig lebte. Sein Zeichen findet man
' auf einem Holzschnitt von Jakob Ledcrlein, welcher das Bildnissdes Herzogs August von Braunschweig als Rektor der Universität inTübingen vorstellt. Dieses Portrait findet man wohl in einigen Exem-plaren folgenden Werkes : Imagines profe.isorum Tubingensium ad anno1377 ad 1396. Editü Kberh. Cell. Tubingat 13<)ß, 4.'
1128. Unbekannter Verleger, dessen Zeichen auf einem kleinen,j_ mit dem Stichel bearbeiteten Brust.bildc mit folgender Inschrift
Bi ,^ c steht: GEN: l)n. Dn. OTTO COM: Sgl,: et HUENl etc.Rund, Durchmesser 2 Z.