430 DGD — DH. Nr. 1117 — 1123.
1117. Unbekannter Zeichner, welcher in der früheren Zeit des17. Jahrhunderts lebte, und vielleicht Ursache hatte,seinen Namen zu verbergen, da, wie Brulliot I.
yjfll No. 1515 behauptet, das Zeichen auf Blättern sa-tyrischen Inhalts vorkommt. Sic sollen von sehrmittclmässigem Werthe seyn, wir können aber nicht nach Autopsieurthcilen.
1118. Unbekannter Maler, welcher nach Brulliot I. No. 1557 iny^r-f -ir -rar der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Deutsch-I 0 T I —T\ ' an< * S c lebt haben dürfte. Der genannte Schriftsteller-i-JCJ'J. J_ V spricht von historischen Bildern mit dem gegebenenZeichen, gibt aber keinen weiteren Anhaltspunkt, so dass wir nichteinmal eine Vermuthung äussern können. Gemälde dieser Art sinduns nie vorgekommen.
1119. D. Glasbach, Kupferstecher in Berlin, arbeitete in derTiCI f zvvc it nn H&lfte des 18. Jahrhunderts für Buchhändler. In
• / • dem Romane : Henriette oder der Jlusarenraub Leipzig undMerlin 1T7D, 8, sind Blätter mit 1)01. f. bezeichnet. Zu seiner Zeitwurde D. Chodowiecki häufig nachgeahmt und copirt.
1120. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten HälfteJl C M In ^es ^ Jahrhunderts in Paris thätig war. Die Initi-U U m SCUtp. a]en Aeg Namens findet man auf grossen Blättern mitSchlachtscenen nach Hiacynth de la Pegna. Eines derselben stellt denSturm auf eine Festung vor, qu. fol.
1121. D. Gerhard Stempelius von Guda, Canonicus des St. Gcorgcn-r> P in fi o Stiftes zu Cöln, kam aus Missverständniss auf die17. i*. sie ». cu. Li s te der Kupferstecher, da die Sylben fi. cu., undfie cur. auf Copien nach A. Dürer's Passion fec. und fecit gelesenwurden, statt ficri curavit. lieber diese Passion haben wir I. No. 356gehandelt, und daher enthalten wir uns hier des Weiteren.
1122. Dr. Gioanetti gründete in der ersten Hälfte des 18. Jahr-+ hunderts zu Vineuf in Piemont eine Fayence- und Porzcllan-
~\/ Manufaktur, aus welcher verschiedene Gcfässo und auchT\/~i Kunstproduktc hervorgingen. Das beigefügte Facsimile gibt±J VT den Stempel, dessen sich die Fabrik zur Bezeichnung derWerke bediente. Vergl. ,T. W. Fairholt, ' Art. Journal 1055, p. 22t,und J. Marryat's Collections towards a history of Pottery etc. London 1(150.
1123 Unbekannter Formschneider, welcher um 1559 in Wien
M gelebt haben dürfte , indem man Blätter vou seiner Hand in. dem von Raphael Hofhalter in Wien 1560 gedruckten Thurnier-■J7i" buch des Johannes von Fraucolin findet. Dieses Werk erschienzuerst mit lateinischem Text unter dem Titel: Herum praeclare Oe-starum intra et extra moenia munitissimae civitatis Viennensis etc. AnnoDomini MDLX. Per .loannem a Francolin Burgundum etc. , fol. MitHolzschnitten, und sieben malerisch geätzten Blättern von II. S. Lauten-sack , und von unbekannten Monogramniiston. Dieselben Holzschnitteund Radirungen kommen auch in der gleichzeitigen deutschen Ausgabevor: Thurnier Buch. \ Warha/ftiger Bit- | terlicher Thate, so in demMonat | Junij der vergangnen LX Jars in vnd | ausserhalb der StattWien zu Ross vnd \ zu Fuss, auff Wasser vnd Land gehallen worden |mit schönen Figuren conlrafeet etc. Durch Haussen von Francolin Bur-gunder etc. Am Schlüsse: Gedruckt zu Wien in Oesterreich durch RaphaelHoßalter ------fol.