Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
401
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DCC — DCH. Nr. 1016— 1020. 401

1016. D. C. C. Fleischmann, Maler und Kupferstecher, war umT^C^CTP *®"" '" Nürnberg thätig. Er stach Bildnisse, welche£ n 'A -na '"^ dem Namen, oder den Initialen desselben bezeichnet

.'DlsCjrc/. sind. Sie gehören nur zu den mittelmiissigen Arbeitenjener Zeit, und die Sammler werden sich damit nicht beeilen, daFleischmann sich nur an reiche Übscuritäten halten musste.

1017. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 18. Jahrhundertnc / ~~Qr- r hi Italien gelebt zu haben scheint. Die Initialen seinesZs C ß Jc/' Namens rindet man auf einem Blatte nach J. B. Cig-naroli, welches die thronende Maria mit dem Kinde von Heiligen um-gehen vorstellt, fol. Der Stecher gehört wahrscheinlich der franzö-sischen Familie der David au, welche auch in Italien Zweige absetzte.

1018. DominiCUS CustOS, Kupferstecher in Augsburg, tritt obenzu wiederholten Malen auf, da seine Blätter auf verschiedene

MF Weise bezeichnet sind. Die Initialen U CF stehen auf Bildnissenund allegorischen Vorstellungen, Wir fanden sie auf dem Portraiteder Maria Magdalena Fugger in dem Werke: Conterfeite der HerrnFugger und Frawen Fuggerinnen. Augsburg 1020, gr. 4.

1019. Unbekannter Goldschmied, welcher in der zweiten Hälfter~t V^v t_J ^ cs * 7 ' Jahrhunderts in Nürnberg thätig war. NachC_L* kj * Jt~i * der gefälligen Mittheilung des Hrn. J. A. Börnerpk-^-N f findet man ein in der gegebenen Weise bezeichnetes

'V't C'-* Blättehen in Schildform, welches einen auf dem

Baumzweige sitzenden Adler, einen Papagey und einen anderen Vogelmit ausgebreiteten Flügeln vorstellt. H. 1 Z. 9 L. Br. 1 Z. 10 L.Platten dieser Art legten die Goldschmiede als l'robe in der Gravir-kunst bei Erlangung der Meisterschaft vor. Sie wurden in der Ladeaufbewahrt, und daher sind die Abdrücke sehr selten.

Piin zweites Blatt, welches zu demselben Zwecke diente, zeigteine Ranunkel und eine Viola tricolor in Umrissen gestochen. DiesesBlättchen ist ebenfalls mit den verkehrten Buchstaben D. C. II. be-zeichnet. Rechts und links steht die verkehrte Jahrzahl lOül in jezwei Ziffern. Achteck, EL 2 Z. Br. 1 Z. 4 L.

Die Platten dieser Art waren bis zu Anfang unsers Jahrhundertsin der Lade der Nürnberger Goldschmiede vorhanden. Endlich abermachte ein Kupferschmied seine Probe damit.

1020. Daniel ChodOWiecki, Miniaturmaler und Kupferstecher,r/nL/Cc-r gel), zu Danzig den 16. Oktober 1726, gest. zu Berlin2öW»l,ft»A den 7. Februar 1801. Dieser in weiten Kreisen bekannte<ß ~£. n ' Charakter- und Seclenmaler steht in der deutschen Kunst-

"''i/• geschiente einzig da, und er wird stets ein Liebling deskunstliebenden Publikums bleiben. Auf seine Lebensverhältnisse dürfenwir nicht eingehen, und auch nur wenige Blätter sind es, auf welchendie Initialen ü. C.. oder die Abbreviatur des Namens vorkommen.Chodowiecki schrieb häutig seinen Namen aus, liess aber diesen, be-sonders in Folgen, auch ganz weg, da es ihm genügte, nur ein Blattderselben zu bezeichnen. Auch viele einzelne Stiche sind ohne Namen.Ghodowiecki illustrirte die beliebtesten belletristischen Werke und Al-manache seiner Zeit; doch sind es nicht gerade die Bücherkupfer,welehe von den Sammlern eifrig gesucht werden, sondern die ursprüng-lichen Abdrücke auf festeres Papier in ganzen Bogen vor der Ver-wendung zu den Büchern. Die alten Bogen gehören aber jetzt grossen-theils zu den Seltenheiten, besonders jene mit den Croquis, oder den

Monogrammisten Bd. II. 26