Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
393
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DC. Nr. 1004. 393

gäbe mit lateinischem Text. Im Jahre 1625 erschien eine Auflage mitdeutschem Text, Begum Neapolilanorum vitae et effigies, auclore B. G.Aug. Vind. sumpt. Dom. et caelo Hapli. Custodis 1603, fol. DiesesWerk zählt 2"6 Portraitc. Spätere Ausgaben sind von 1607, 1612 und1624. Tirolensium prineipum comitum cicones. Aug. Vind. 160!) , fol.Mit 64 Bildnissen in ganzen Figuren. In späteren Ausgaben 1609,1612 und 1623. Clarissimorum litleris ingenio et fama virorum EffigiesXXXIX. per Dom. Cuslodem. Aug. Vind., tgpis Chrisost. Daberi 1012, fol.Es scheint eine Ausgabe von 1605 vorhanden zu seyn, und zwar mitDedication an den Canonicus Job. Georg von Werdenstein. Itinerarium,das ist historische Beschreibung we.yland Herrn (leorg von Khingern,Beissens nach der Bitterschafft , vor l!JO Jahren, in 10 unterschiedlicheKönigreich vollbracht. Augsburg KiOO , fol. Mit 10 Portraitfigurcn,nach den Zeichnungen aus Roymund Fugger's Sammlung.

Obiges Zeichen findet man auf einer in Holz geschnittenen Vig-nette, welche als Verlagsadresse des D. Gustos zu betrachten ist. Siestellt einen lorbeerbekränzten Mann vor, welcher stehend mit demZirkel auf der Fläche einer Säulenbase einen Bogen zieht. Im Hinter-grunde sind G»bäude, und im Vorgrundc die Attribute der Künste,und Wissenschaften. Umschrift: Anis Vigilantia Custos. II. 3 Z. 8 L,Br. 2 Z. 8 L. — Auch auf Kupferstichen stehen die Buchstaben Ü C,auf welche wir der Ordnung wegen No. 1008 u. 1012 zurückkommen.

1004. Domenico Campagnola, Maler, Kupferstecher und Form-

D/"" Schneider, stammt aus einer Familie, welche in Padua

^f ihren Sitz' hatte. Bisher ist es aber noch nicht er-

D • O-IAT • mittelt, ob er der Bruder des Giulio Campagnola, oderein Verwandter, und als solcher der Schüler desselben gewesen sei.Man hat auch gestritten, ob er aus Padua, oder aus Venedig stamme.Julius Campagnola nennt sich aber Antenoreus, d. h. einen Paduaner,und nach Zanetti, Gabinet Cicognara p. 171, soll auch der MalerDom. Campagnola zwei Werke mit der Abbreviatur DNCVS PATVSbezeichnet haben. Es fragt sich aber, ob darunter der alte Kupfer-stecher dieses Namens zu verstehen sei, oder ob nicht vielmehr einjüngerer Domenico Campagnola einstellen müsse. Man unterscheidet,indessen nicht zwei Künstler, sondern zählt gewöhnlich den einen unddenselben Domenico Campagnola zu den Schülern Tizian's, und durchalle Werke über Kunst und Künstler geht die Sage, dass dieser mitParis Bordone und Tintoretto die Eifersucht des Meisters erregt habe,woraus man auf ein eminentes Talent zur Malerei schlicssen könnte.Die von einem Domenico Campagnola in Padua vorhandenen Werkebestätigen auch, dass dieser Künstler mit Tizian im Wetteifer malte,dass er sich aber vergebens abmühte. ibn zu erreichen , noch wenigerihn zu überbieten. Brandolese verzeichnet mehrere Werke desselben,die bis 1581 datirt sind. Der Verfertiger kann aber nicht der Kupfer-stecher Domenico Campagnola seyn, dessen Blätter mit 1.517 u. IC>l!tdatirt sind, und einen Meister der venezianischen Schule verrathen,so wie auch die ihm zugeschriebenen Gemälde eher einen Schüler desGiovanni Bellini, als des Tizian beurkunden. Zani sagt, dass er von1512—1518 in Kupfer gestochen habe, Niemand kennt aber ein Blatt,von 1512. Heinecke ist daher in offenbarem Irrthum, wenn er garein Blatt von 1507 gesehen haben will, oder es waltet ein Druckfehlerstatt 1517 ob. Gewiss scheint aber zu seyn, dass Domenico nach 1518nicht mehr thätig war. Wir müssen daher notbwendiger Weise einenjüngeren Domenico Campagnola annehmen, einen Landschaftsmaler,von welchem der anonyme Reisende Morelli's (1530 — 1542) im Hause