D C. Nr. 999 - 1002. 391
man die gegebenen Monogramme auf historischen Gemälden und aufPortraiten, der erwähnte Schriftsteller macht aber kein Bild mit demZeichen namhaft. Das zweite Monogramm besteht aus den Buch-staben 1 ü C. Die Erklärung desselben gibt das grosse Gemälde derthronenden Maria von Heiligen umgeben in der k. Pinakothek zuMünchen. Es ist bezeichnet: Jaspar de Crayer fecit 1646. Ernanntesich also Jaspar statt Caspar. Auf andern Gemälden stehen die Buch-staben D C , so dass wir auf diesen Meister zurückkommen.
Schliesslich ist noch zu bemerken, dass die Landschaften in seinenGemälden grösstenteils von Ludwig de Vaddcr und von Lukas Acht-schclling gemalt sind. Der Künstler starb zu Gent 1669 , und wurdein der Dominikaner-Kirche begraben.
999. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälftes~\ des 16. Jahrhunderts in Rom thätig war. Man findet//t*T\\ radirtd und gestochene Blätter mit diesem Zeichen,TUT W l^E. 1 1 meistens Oopien nach Stichen von Marc Anton und■HE", // j anderen Meistern, welche nach Rafael gearbeitet haben.
Eine schön radirte Copic von Marc Anton's Blatt B. No. 46, zeigtdie hl. Jungfrau mit dem Kinde in einem Sessel, welcher auf Löwen-tatzen ruht. Nach Passavant liegt der Entwurf eines Schülers vonRafael zu Grunde. Mit dem Zeichen. H. 6 Z. 7 L. Br. 4 Z. 6 L.Ein radirtes und gestochenes Blatt gibt eine gegenseitige Copie desBlattes von Marc Anton, welches Bartsch No. 63 La Vierge au berceaubetitelt. Die hl. Familie befindet sich im Zimmer. Maria reicht dasKind der hl. Anna, welche sich über die Wiege neigt. Unten linksbemerkt man das Monogramm. H. 9 Z. 3 L. Br. 6 Z. 4 L.
Brulliot I. No. 1182 glaubt, dass das gegebene Zeichen einemVerleger angehöre, in diesem Ealle könnte man nur an ClaudioDuchetti denken, für welchen wir aber nicht einstehen.
1000 Charles David, Zeichner und Kupfersteeher, wurde um-rjr, 1600 zu Paris geboren , und machte sich durch eine ziemliche-"-' Anzahl von Blättern bekannt. Auf den wenigsten steht aber dasgegebene Zeichen des Künstlers. Ein solches enthält die halbe Figureines Soldaten nach Simon Vouet, mit der Schrift: Moy qui suis Nou-risson de Ilellane etc., 8. David stach nach J. B. und Ph. de Cham-paigne, Blanchard, ('. Vignon, Dumoustier, F. Villamena, J. Callot,S. Vouet, G. Honthorst &c.
1001. DeldOC, Zeichner und Formschneider, trat um 1836 zu Parisߣ TJC als Künstler auf, und leistete fortan Tüchtiges in seinem Fache.T>Jß E r schnitt nach den Zeichnungen von Trimolet die schönenVignetten in folgendem Werke: Homere, le Combat des rats et des gre-nouilles, traduit du Grec par M. Trianon. Paris 1RM , 8. Auch in:Le Diable ä Paris. 2 Voll. Paris i846, 4ß, sind Holzschnitte vonseiner Hand, und theils mit dem Monogramme bezeichnet. Einesdieser Blätter stellt die Statue Heinrich IV. auf dem Pont-neuf, dasandere den Eingang des Ambign-Theaters vor. Holzschnitte in: Le»Francais peints par eux-memes etc., sind mit D'-C bezeichnet.
1002. Caspar de Crayer behauptet unter dem Monogramm D C-|-*w X^V No. 998 eine ausffihrliahe Stelle, und daher bemerken
|| wir hier nur, dass sich die Initialen D C. auf einigen
1 \, historischen Gemälden , und besonders auf Bildnissen
-p^ J^ ' des Künstlers finden, wie Brulliot II. No. 567 ver-
■IJ • G • sichert. Die kleinen Initialen stehen auf einem höchst