Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
336
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336 D. Nr. 871 - 874.

Goldgulden des Königs Albert, und auf denjenigen , die für KönigFriedrich in Frankfurt geprägt wurden. Alle diese Münzen wurdenvor 1432 geprägt, und somit hat man einen Zeitabschnitt von minde-stens 10 Jahren, während welchen dieses gothische I) als Wardein-zeichen der Frankfurter Goldguldcn vorkommt. Es fragt sich aber,ob sie alle unter Derrcmbach's Amtirung geprägt wurden. Vergl.E. Rappel, die Abzeichen, Namen und Initialen auf Frankfurter Mün-zen und Medaillen, im Archiv für Frankfurt'» Geschichte und Kunst,Heft 8 S. 58.

871. Stempel der englischen Silberschmiede, dessen sie sichX\ mit Beifügung eines Symbols auf den Ciselirwcrken von 1478 bisXJ 1497 bedienten. Im Peinbrocke College zu Cambridge ist einGefäss mit diesem Stempel unter dem Namen Anathema - cup bekannt.Vgl. Art Journal 1855 p. 2G9.

872. Unbekanntes Zeichen , welches in der französischen Aus-gabe des Monogrammenwerkes von J. F. Christ ohne Er-klärung, und ohne weitere Angabe beigefügt ist, und auchvon Heller und Brulliot aufgenommen wurde. Die Nach-bildung dieses Monogramms verdankt man dem Mr. de Ma-

sie ist aber jedenfalls ungenau. Entweder handelt es sich umdas Zeichen des Meisters C G No. 55, oder um den Monogram-misten D No. 890.

873. Unbekanntes Zeichen, welches, wie das obige, durch Ma-rolles auf die Liste kam, und auch von den späteren Schrift-stellern in den "Werken über Monogrammenkunde aufgenommenwurde. Keiner konnte Aufschluss geben, und dennoch glaubenwir nicht, dass das Zeichen erfunden sei. Marolles besasseine sehr bedeutende Kupfcrstichsammlung, so dass die Ver-

muthung nahe steht, er habe es auf irgend einem Blatte vorgefunden.Jedenfalls ist das Zeichen verunstaltet, wahrscheinlich jenes, welchesunten mit dem Beisatz Fac. vorkommt.

874. ÜOSSO Dossi, einer der Hauptmeistcr der Schule von Ferrara,welcher dem Garofolo in ziemlich verwandterRichtung zur Seite steht, ist der Träger diesesZeichens. Man findet es auf einem Gemäldein der k. k. Gallerie zu Wien, ausserdem ist

uns aber kein Werk mit einem solchen bekannt. Der Knochen (Osso,d'Osso) gibt die Anspielung auf den Namen, welchen der Künstler vondem Dorfe Dosso bei Ferrara führte. Das in Wien vorhandene Bildstellt den hl. Hicronymus mit dem Crucifix in einer Höhle betend vor.Im Hintergründe ist Landschaft mit einer Kirche, und in der Fernebemerkt man Figuren. Das D mit durchgeschobenem Knochen ist aberauf dem Gemälde nicht in der gegebenen Richtung, sondern von linksnach rechts gewandt. Wir haben es, sowie Brulliot II. No. 2821, nachdem Stiche des Quiriu Boel copirt, welcher die Vorstellung von derGegenseite genommen hat. Im Künstler - Lexicon III. S. 462 habenwir eine Anzahl von Gemälden dieses Meisters verzeichnet, es sindaber hier und da noch Bilder streitig, da die wenigsten bezeichnetsind. Auch wird es schwer seyn, auszuscheiden, was dem Dosso, undwas dem Gio. Battista Dossi angehört. Beide arbeiteten gemeinschaft-lich und huldigten derselben Richtung. Dosso steht aber höher, in-dem er in Tiefe und Lebhaftigkeit der Farbe selbst den Garofolo über-trifft. Er theilt aber mit diesem alle Eigentümlichkeiten der Dar-stellung , und daher kommt es, dass dem Garofolo Bilder von Dosso