C W. Nr. 825 — 827. 321
haben. Der Aiigsburger Claus Wolff Strigel ist höchst wahrscheinlichder Meister Claus, dessen Name auf einem in Holz geschnittenenKreuzbilde vorkommt. Dieses verräth aber nichts weniger, als dieKunstrichtung des Malers von Nürtingen. Vgl. No. 361.
Es soll sich auch ein Kupferstich mit C. W. 152b finden. DiesesBlatt ist vielleicht nach Claus Wolf gestochen, wir können aber leiderden Inhalt desselben nicht angeben.
825. Unbekannter Formsehneider, welcher zu Würzburg oderf "W/ ' n Salzburg gelebt haben dürfte. Die Initialen C W.
f \^ ° könnten indessen auch den Zeichner andeuten, da das°C W übliche Schneidmesser fehlt. Das Blatt mit den grösseren
Initialen findet man auf einem Holzschnitte mit dem Abcndmahle desHerrn, welches in der Composition von der herkömmlichen Weiseabweicht. Der Heiland reicht einem sich erhebenden Apostel die Hostie.Links vorn sitzt ein anderer Apostel mit dem Kruge , und Johannesliegt wie ein Schlafender mit dem Kopfe auf den gekreuzten Hunden.Im Grunde ist ein Fenster mit kleinen rautenförmigen Scheiben , undin der Mitte unten stehen die Buchstaben o C W o. H. 5 Z. Br. 3 Z.11 L. Im frühen Drucke befindet sich diese Vorstellung auf demTitelblatte zu den Predigten des Kegensburger l'redigers Ilyrspeck,gedruckt zu Salzburg bei Hans Baumann 1544. Derselbe Holzschnittkommt aber auch in folgendem Werke auf fol. LXI. vor: AgendaEcclesiastica sive Ceremoniarum, lienedictionum aliorumque mysticorumriluum — liber. Würzeburgi Excudebal Joannes Baumann Anno DiiiMDLXHII., kl. fol. In diesem Buche kommen auch noch andere, un-bedeutende Holzschnitte vor, und zwar von verschiedenen, nicht gleich-zeitigen Stöcken, wie sie eben in der Druckerei vorhanden waren. DieEinfassung des Titels ist nach einem Stiche von H. S. Bcham copirt,B. No. 236. Zum Titel der „Altera pars" diente der Stich No. 228zum Vorbilde.
Ausser dem Abcndmahle des Herrn kennen wir noch einen anderenmit C W bezeichneten Holzschnitt, auf welchem die kleineren Initialenvorkommen. Dieses Blatt stellt die Bathseba im Bade vor, wie sieDavid mit der Harfe vom Balcon ans beobachtet. Sie wäscht die Küsse,und hinter ihr stehen zwei Dienerinnen. II. 2 Z. 5 L. Br. 1 Z. 8 L.
826. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher obenO ~\VfD\)(f ^°" 8 * 8 auc ^ m ' t c ' nem aus c w bestehenden Mono-V-> Vv,K>W gramme erscheint. Dort ist auch das Weitere überihn gesagt, und wir bemerken daher hier nur, dass die Initialen C. W.auf Holzschnitten in P. II. Mair's Geschlechtcrbuch von Augsburg1550 vorkommen. Mit dem vorhergehenden Meister ist er nicht EinePerson, da dieser eine geringere Fertigkeit besass. In dem unter demMonogramme beschriebenen Geschlcchterbuche sind aber nur ein paarBlätter mit C W. bezeichnet. Bartsch, P. gr. IX. p. 164, und Tabledes monogrammes X. No. 105, nimmt indessen den ersten Buchstabenfür G, womit wir nicht übereinstimmen.
Christ, Monogr.-Erkl. S. 159, spricht auch von einer Handzeichnungaus seiner Sammlung, welche den heil. Hieronymus vorstellt, und mitC W bezeichnet ist. Sie scheint von unserm Meister herzurühren.
827. Unbekannter Elfenbeinarbeiter, dessen Lebenszeit die bei-
CWT ijfli gefügte Jahrzahl bestimmt. Man findet dieseW . l'Ol. Initialen auf einem Schnitzwerke der Hcinlein-schen Sammlung in Nürnberg, welche J. A. Börner 1832 katalogisirt
Monogrammistcn Bd. II. 21