Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
322
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322 C W. Nr. 828 - 832.

hatte. Es stellt die ruhcndo Venus mit einem Kranze in der erhobe-nen Rechten vor. Ein Liebesgott schlägt nach dem Kinde mit derWasserkanne, und im Hintergrunde sind Gebäude.

Der Verfertiger dieses Basreliefs gehört wohl der Familie desPeter Weiss an, welcher in Bayern sehr schöne Hochreliefs inElfenbein hinterlioss.

828. Christian Wink, Maler und Radirer, geb. zu Eichstädt 1738,

C-r-y-7- gest. zu München 1797. Auf dem Wege handwerksmässiger.Vv • Bestrebung herangebildet, verdankte er es seinem eigenen(Vy^- Talente, was er Gutes geleistet hatte. Man findet in Ober-

v ' * und Niederbayern Altarbilder und Frescomalereicn von Wink,

und er war bis 1788 der einzige Maler in München, welcher in Frescound in der Bühnenmalerei genügende Arbeiten liefern konnte. Aufmehreren Altargcmälden, und auch auf einigen Staffclcibildern biblischen,mythologischen und allegorischen Inhalts stehen die Initialen desNamens. Auch etliche Radirungen zeichnete er mit den zweiten Buch-staben, welche aber zuweilen verkehrt einradirt sind, so dass wir unterWC. auf ihn zurückkommen. Ein Blatt mit C W. stellt in vier gutgeordneten Gruppen die Stufen des menschlichen Alters vor, gr. fol.Im zweiten Brücke steht unten im Rande : Christian Wink inv. et sc. 1770.

829. Comel Wynspisi soll nach Brulliot II. No. 535 ein KünstlerC W heissof i welcher uns aber so unbekannt ist, als er es dem

' genannten Schriftsteller war. Der 1853 verstorbene MalerJ. N. Ortlieb in München besass ein mit C W bezeichnetes Gemälde,welches sieben Personen im Zimmer vorstellt, darunter ein Weib,welches sich erbricht. Diese Scenc ist auf Kupfer gemalt, und deutetauf einen holländischen Meister aus der zweiten Hälfte des 17. Jahr-hunderts. Das Bild ist klein, 6 Z. hoch nnd 8 3 /i Z. breit. Vielleichtdeuten die Buchstaben C. W. auf diesem Gemälde den C. Wynspisi an.

830. Charles Webb , Zeichner und Maler von London , machte/iiir^ seine ersten Studien im Vatcrlande, und begab sich dann\jyVo2. zur • wc itcren Ausbildung nach Düsseldorf, wo er um 1852thätig war. In dem schönen Werke : Aquarellen der Düsseldorfer Künstler.ist ein Blatt mit C W 02 bezeichnet. Es stellt ein altes Schloss vor,zu welchem eine Brücke führt, qu. fol. Ein zweites Blatt mit C Wkennen wir nicht, der Künstler wird aber mehrere Zeichnungen aufsolche Weise signirt haben.

831. C. Wagner soll nach Frenzel's Angabe im Cataloge derC W 4sioi Sammlung des Baron von Rumohr No. 3784 dervj. vv. 11127, Verfertiger einer schönen Stiftzeichnung im mo-dernen altdeutschen Charakter heissen. Dieses Blatt enthält in Um-rissen eine reiche Composition aus Gocthe's Faust, die Bürger vor demThorc vorstellend, mit dem Zeichen C. W ifl27. unten links. II. HZ.Br. 16 Z. 6 L. Wir kennen wohl einen Zeichner C. Wagner, welcher1827 noch in voller Thätigkeit war. Er wurde um 1780 zu Dresdengeboren, und machte sich durch Landschaften mit Staffage bekannt.Diese Zeichnungen sind in Tusch und Sepia behandelt, und sollentheils mit C. W. bezeichnet seyn. Ob ihm auch die Scenc aus Faustangehöre, bleibt dahingestellt. Von dem Hofmaler Carl Wagner inMeiningen rührt diese Zeichnung nicht her.

832. Christoph Weigel, Kupferstecher und Kunsthändler inC W Pt-c Nürnl)er 8 (1654—1725), zeichnete mehrere Kupferstichev> vv ext. sc i nes Verlages mit C W exe. Im Künstler-Lexicon XXI.S. 223 haben wir ein Verzeichniss seiner Blätter geliefert.