CVS. Nr. 804. 311
Eerst t' Antwerpen by Comelis Versehuren. Ende nu herdruckt by l'ielerJacohsz, l'nel.s, Ki'tO. Diese schöne, mit gnt.hischcn Dottern gedruckteBibel hat viele Holzschnitte nach lilättern von A. Dürer, II. Aldegrever,II. S. Dehnni, Lucas van Doydon, (i. l'encz, H. Holbein, M. Horniskerkund anderen Meistern. Kiu grosser Theil ist mit drm Zeichen dosKünstlers vorsehen. Man wird sie in einzelnen Abdrucken leicht er-kennen, da der ältere van Sichern keine Copien nach alten Meisternhinterlassen hat.
Ilibels Tresoor ofte Zielen l.uslhaf, uyttjebccll in Eigneren door verschulden Mccslers (l„ van Lei/den , II. S. Helium . Aldeyrever, Pe.ncz,Halbem etc.) Ende ijesneden itoor Christo/fei, van Siehern. 't Amsterdamby P. ./. I'aets MWO, 4. Die vielen Holzschnitte dieses Werkes kommenauch in der Bibel vor. Ihre Zahl belauft sich auf 797, mit dem Bild-nisse des Künstlers.
Ein Theil der Copien noch Dürer, Goltzius , Kafael etc. wurdeauch zu einem armenischen Gehetbnche verwendet, welches 1705 inAmsterdam die dritte Auflage erlebte. Es enthält 26 Holzschnitte,grösstcutheils mit dem Zeichen, kl. 8.
De hindshe.it onses Herren Jesu Christi, aesneden door Christo/fei vanSichern voor l'ieler Jacobs Pacls Hin, 12. Ein Theil der Holzschnittedieses schönen und seltenen Werkes ist mit dem Zeichen verschon.
Historien ende, Prophelien vvt der hl. Sehrifturen , mel schoone Fi-gueren door Christ, van Sichern. Eerst 7 Antwerpen , nu herdruckl byP. J. Paels lGWJ. 8.
'I Bosch der Eremylen ende Eremitinnen, van Aegyplen ende Palestinen,met Eiyueren van A. Bloemaert, door Christoffel van Sichern. Antwerpen,P. J. Paels lGWt, 4.
Pia desideria, emblematibus, elegiis et affectibus SS. Patrum illuslrata.Authore llerrnanno Hugone. Sculpsit Ch. van Sichern. Typis 11. AertsseniiAnlverpiae 10211, 12. Mit 40 Holzschnitten, welche theils mit demMonogramme versehen sind. Die spätere holländische Ausgabe hatden Titel: (lodelyclte Wenschen etc. Antwerpen 1045. 12.
Corona saeralissimorum Jesu Christi vulnerum XXXV. consideratio-nibus ex Sacra Scriptnra etc. illuslrata per (luil. de Wael a Vroncsleyn.Edilio altera — Anlverpiae KibO, 8. In diesem mit Kupfern undHolzschnitten gezierten Werke trägt nur ein Blatt das Zeichen desCh. van Sichern, die Schmerzensmutter vorstellend.
Aus diesen Angaben geht zur Genüge hervor, dass zwei Künstlerdes Namens Christoph van Sichern gelebt und gewirkt haben müssen.Man nahm früher nur Einen Künstler an, und brachte dann mit diesemden Carl oder Cornelius van Sichern in Verbindung. Letzterer ist abernicht erwiesen, und Carl van Sichern hat nicht in Holz geschnitten, son-dern in Kupfer gestochen. Er findet im folgenden Artikel sein Recht.
804. Carl Van Sichern, Kupferstecher, war um 1600 — 1615 inkfTr 1 Amheim, und auch einige Zeit in Amsterdam thätig.
^Jcuhetyc. Heller, Gesch. der Holzschn. S. 233, läugnet mit Unrecht'^^cxf.uct. die Existenz dieses Künstlers, und auch Christ, Monogr.-Erkliir. S. 156, ist im Irrthum, wenn er die Kupferstiche und Holz-schnitte, welche ein ähnliches Monogramm tragen, dem Christoph vanSichern zuschreibt. Er schlicsst den Carl van Sichern aus, aber geradevon diesem Meister sind die Bildnisse gestochen, welche entweder dasMonogramm in obiger Weise, oder dasselbe in Verbindung mit demNamen haben. Dadurch wurden Basan, Papillon, Marolles, Florent leComte etc. verleitet, C. S. Vichem zu lesen, welcher auch in mehrerenspäteren Catalogen als Forrnschncider und Kupferstecher figurirt. In