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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
297
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CVA — CVB. Nr. 764 — 766. 297

764. Christoph Victor Ayrer, Prediger in Nürnberg, stach meh-/tt r «tt f rere Bildnisse, welche von geringem Wcrthc sind.U-VyJ\y jee i)i c gegebene Abbreviatur steht auf jenem des Peter

■S -s übermaicr mit der Jahrzuhl /ßf>',3. Der Maler, d. h.Heinrich Popp, bediente sich eines aus II V bestehenden Monogramms.Nach diesem Artikel ist jener bei Rrulliot II. No. 517 zu berichtigen.

765. Crispin van den Broeck, Maler, Architekt, Kupferstecherf\i t^-j-j-t) tl, t> ~\T unt ^ Formsehneider, wurde 1530 zu Ant-Vj^/D (3Jd ^ö CB wer])on geboren, und von Franz Floris unter-richtet. Im Jahre 1555 trat er als freierMeister der Confraternitilt des hl. Lukas bei,und von dieser Zeit an malte er eine be-deutende Anzahl von Bildern in der Weise dos Meisters Floris, wel-chem er in der Richtung auf Idealität der Form folgte, und auch inder Technik ziemlich gleichkommt. Anderseits steht er aber höher,als Floris, indem seine Figuren nicht so langweilig und geistlos sind,als jene des sogenannten flandrischen Rafael, welchem Alles fehlt, wasinnerlich den Menschen bewegt. Auf Gemälden kommt unsers Wissenskeines der gegebenen Zeichen vor, sondern nur auf Kupferstichen undFormschnitten, welche theils von ihm selbst, theils von II. Collaert,J. de Gheyn, C. de Passe, II. Wierx, J. Sadelev, II. Müller u. Barbara,van den Broeck herrühren. Letztere stach eines der Hauptwerke desMeisters, das jüngste Gericht im Museum zu Antwerpen. Auf diesemGemälde steht: Crispian Fa. 1571. Auf wenigen andern Gemäldenfindet man ein aus CA VB bestehendes Monogramm, wie es Bd. I.No. 2274 gegeben ist. Seine Zeichnungen scheinen zahlreich ge-wesen zu seyn, gegenwärtig findet man aber deren selten. Sie warenvermuthlich mit dem Monogramme versehen, da die Kupferstecher das-selbe beibehalten haben. Er trug ausserdem auch zur Illustration derbei Ch. Plantin 1583 erschienenen Biblia sacra bei. Darin kommenBlätter mit dem Monogramme vor. Interessant und selten sind sechsHolzschnitte in Helldunkel, welche in Rundlingen die VerkündigungMaria, die Heimsuchung der Elisabeth, die Anbetung der Hirten, dieBeschneidnng des Jesuskindes, die Anbetung der Könige, und die Ver-ehrung der Maria vorstellen, fol. Die Beschneidnng Christi dürfte zuden Originalformschnitten gehören. Er radirte aber das Bild aufKupfer, und wendete dann zum llcberdrucko Holzplatten an. Aufdiesen schönen Blättern stehen die ersten drei Zeichen der zweitenReihe. Die Rosclmcidung Jesu hatte der Künstler auch in kleincremFormate radirt, und mit der Jahrzahl /.57 1 bezeichnet. Auf seineneigenhändigen Blättern reiht sich an das Monogramm gewöhnlich derBuchstabe F, so dass wir es weiter unten geben müssen (No. 773).

C. van den Broeck starb nach einigen 1581, nach anderen 1587.Wer seine Lebenszeit bis 1601 oder 1602 ausdehnt, ist im Irrthum.Man wollte wissen, dass der Künstler ein Alter von 71 Jahren er-reicht habe, so dass er also von 1530 — 1601 gelebt hätte. Er starbwahrscheinlich 1587.

766. Claas van Breen oder Braen, Kupferstecher, war gegenEnde des 16. Jahrhunderts in Haarlem thätig , und scheintnach 1610 nicht mehr gelebt zu haben. Er stach mehrereBlätter in der Weise des J. de Gheyn, auf welchen theils das

Monogramm allein , theils in Verbindung mit dem Namen vorkommt.Einige machen aus Nicolaus Braen und Claas van Breen zwei Per-sonen, was nicht anzunehmen ist, da Claas mit Nicolaus dieselbe Be-deutung hat. Frcnzol bcharrt im Catalog Sternberg III. No. 948 auf

(SB