Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
296
Einzelbild herunterladen
 

296 CV. Nr. 761- 763.

seiner Gepräge verzeichnet. Nach Schlickeysen zeichnete er Stempelmit C. V. Auf solchen zu griechischen Münzen stehen die Buch-staben K. </>.

761. Antoine Charles Horace Vernet, genannt Carle Vcmet,r>\y Historien- und Genremaler, geb. zu Bordeaux 1758, gest.(J, ]/. zu Paris 1836. Einer der grössten französischen Künstlerf\ ~\Xx. seiner Zeit, welcher nur in seinem Sohne Horace Vernet(_/ o • einen noch berühmteren Nebenbuhler fand, ward er vonNapoleon I. mit Ehren überhäuft, und auch die Kostauration konnteseinen Ruf nicht verdunkeln. Die historische Gallone in Versaillesbewahrt mehrere Gemälde, welche Kriogsthatcn Napoleons verewigen,worunter besonders die Schlachtbilder als Documenta tax Geschichtedes grossen Kaisers zu betrachten sind. Andere Werke führen ihnauf der Parade und auf der Jagd vor , oder geben Episoden aus demPrivatleben desselben. Einen hohen Rang nimmt er auch als Thier-maler, besonders in Darstellung von Hunden und Pferden in Anspruch,und viele andere Bilder sind dem Volksleben entnommen , theils vollHumor und Laune. Die Initialen des Namens findet man nur aufkleinen Gemälden, Skizzen und Zeichnungen. Auch auf Original-Litho-graphien kommen sie vor, wie in seinen Folgewerken : llecueü de douzechiens de di/ferentes espcc.es ; l.es cris de Paris; Croquis de chevaux ; Lesaeeidents de la chasse; Fahles choisies de La Fontaine etc. Wir habenim Künstler-Lexikon XX. S. 137—148 ausführlich über diesen Meistergehandelt, einen grossen Tbeil seiner Gemälde beschrieben, und dieStiche und Lithographien nach denselben angegeben. Seine eigenhän-digen Lithographien sind ziemlich zahlreich, und in 10 Nummern zu-sammengefasst. Sic gehören grösstenteils zu den Seltenheiten.

762. Christoph Vogel, Kupferstecher, war um 1613 zu Leipzigthätig. Er stach einige Blätter in dem Werke: SepientrioNovantiquus, Oder die newe Nort Welt, — durch liier. Megiserum.

Leipzig tfilS, 8. Auf einigen Blättern steht der Name, auf anderendeuten die Initialen C V. denselben an. Ein Blatt dieser Art stellteinen Jsländer mit Weib und Kindern vor, kl. qu. fol. Auch Bild-nisse stach dieser Künstler.

763. Carl Christian Vogel von Vogelstein, königlich sächsischer

r--> Hofmaler und Professor der k. Akademie in Dresden,

• behauptet oben unter dem Monogramme C V. No. 754

Cf\ s* eine Stelle, und es ist auch bereits angedeutet, dass

l/.SßSO' er zuweilen Gemälde und Zeichnungen mit den Ini-tialen des Namens signirt habe, auch mit Beifügung der Abbreviaturpinx. und del. Mit C. V. iliüQ ist auch das von C. Vogel selbstradirte Bildniss des Philologen und Musikers August Heinrich vonWeyrauch bezeichnet. Die beigefügte No. 2 bedeutet den zweiten Ver-such des Künstlers im Radiren. Dieser ist aber meisterhaft ausge-fallen , 4. Die Zeichnung bildet einen Bestandtheil der unter demMonogramme erwähnten Portraitsammlung des Professors Vogel vonVogelstein. Auf einer anderen Radirung desselben, nach einer Zeich-nung von 1848 stehen die Buchstaben C V verkehrt, so dass wir unterVC darauf zurückkommen. Dieses Blatt stellt die verstossene Ilagar mitJsmael vor, wie sie händeringend von den Stufen des Hauses hcrab-tritt, gr. 4. Die Jahrzahl tl\W\, welche den Initialen voransteht, istnicht für die Zeit der Entstehung des radirten Blattes zu nehmen, sodass die Angabe über Weyrauch's Bildniss keinen Widerspruch erleidet.Der Künstler radirte das Bild der Hagar im Jahre 1850 v

cvr

G