CR. Nr. 616 — 619. 231
616. Christian Ranch, der berühmte Bildhauer von Arolsen,
CT» TTI-Tf" 1 welcher in Berlin durch seine vielen Büsten,• -"• "■•!-'*■'• Statuen und anderen monumentalen Werke einenunsterblichen Namen erworben hat, fand im Künstler-Lexicon XII.S. 202 einen ausführlichen Artikel, und wir hätten daher die seit 1842vollendeten Meisterwerke desselben nachzutragen. Allein es ist unshier kein Raum gestattet, und wir müssen daher diese Pflicht demkünftigen Biographen des Meisters überlassen, da seine Laufbahn ge-schlossen ist. Rauch starb 1858 im 80. Jahre.
Die Initialen des Namens werden sich nur auf wenigen Bild-werken dieses Meisters finden. Sie stehen auf dem Portraitrelief desArchitekten Heinrich Strack in Berlin. Es ist in Marmor ausgeführt,und in Gypsabgüssen verbreitet.
617. Charles Regnier, Kupferstecher in Paris, ist oben unterC:K:«* dem Monogramme No. 593 eingeführt, und wir bemerkenCRBG?■£&* daher nur, dass die Initialen CR., und die Abbreviaturdes Namens auf Blättern des Trachtenwerkes des Dr. J. von Hefner-Alteneck vorkommen.
618. Carl Remshard, Kupferstecher von Augsburg, ist durch vielerr Q / Blätter bekannt, welche aber nur einen untergeordnetenU• •/1> ■ /• Werth haben. Die Initialen des Namens findet man aufC R /" architektonischen Abbildungen nach Paul Decker. Sie
' J ' geben Ansichten von Gebäuden und Strassen in Augsburg.Unter den Initialen V, D. machen wir auf Deckcr's Werke aufmerksam,in welchen auch Blätter von Remshard vorkommen. Die Buchstaben CRfindet man ferner auf Copien nach Carlo Cesio's Blättern, welche diesernach den Gemälden des Annibale Carracci im Palaste Farnese ge-stochen hatte. Der Copist scheint aber nicht unser Remshard, sondernChristian Romstet jun. zu seyn. Ueber diesen Meister haben wir unterdem Monogramm CR, No. 598 gehandelt.
Es kommen auch Copien nach Radirungon des Gerard Lairessemit C R. f. vor, welche wahrscheinlich von Remshard herrühren.
Dieser Künstler starb 1755 in Augsburg.
619. Jobann Christian Reinhart, Landschaftsmaler und Radirer,/> 7) y 8 e ^' '" e ' ncm l^orfo hei Hof in Frankeu 1761, gest.0 -rfs *£. zu Rom 1848. Mit seltenem Talente begabt, oecupirte
& er das Gebiet der heroischen Landschaft in einer Zeit,
welche eine gewaltige Regeneration der Kunst hervorrief. Seine Vor-bilder waren von 1789 an in Rom N. Poussin und Cl. Lorrain, undman konnte bald von verschiedenen Seiton hören, dass der Geist dieserMeister auch in seinen Werken walte. Reinhart und J. Koch wareneinige Decennien die Helden der sogenannten classischen Landschafts-malerei, nach und nach wurden sie aber der jüngeren Generation ent-fremdet, und diejenigen, welche jetzt den Massstab der neuen Kunstan die Werke dieser Meister legen wollten, müssten sie geradezu alsveraltet erklären. Reinhart's Gemälde bieten aber immerhin eminenteSchönheiten, und dieser Meister wird viele moderne Landschafter über-dauern. Seine unverwüstliche Kraft beweist eine baumreiche Land-schaft mit antiken Fragmenten in der neuen k. Pinakothek zu München.Dieses Gemälde ist bezeichnet: Fecil Romae 1048, 05 Jahre alt.
Hier handelt es sich indessen nur um einige Radirungen, welcheLandschaften mit Ziegen und Schafen vorstellen, und zur Folge derThierstudien gehören, qu. fol. Auf andern Blättern stehen die Buch-staben J, C. Rt.