Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
230
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230 CR. Nr. 613 — 615.

Constantin Roth war von 1640 — 1678 Münzmeister in Dresden.Au) ihn beziehen sicli wohl die ersten Buchstaben auf dem grossendreifachen Sehauthaler des Churfürsten Johann Georg I. von Sachsenvon 1650, Tenzel tab. 49 No. 5. Die Buchstaben CR stehen zu beidenSeiten des Wappens.

Christoph Ritter, Goldschmied, Bossirer und Eisenschneider vonNürnberg, wurde 1644 von Kaiser Ferdinand III. berufen. Man sollSchaumünzen mit C. R. von ihm finden.

Joseph Carl Roettiers, welcher in Paris, Nancy und Wien Stempelzu Münzen und Medaillen schnitt, zeichnete ebenfalls mit C. U. Erlebte von 1691 — 1770. Köhler schreibt ihm ein aus CR. gebildetesMonogramm zu, von welchem F. W. A. Schlickeysen nichts weiss.

Auf schwedischen und englischen Münzen aus der ersten Hälftedes 17. Jahrhunderts bedeuten die Buchstaben C. R. weder einenKünstler, noch einen Münzmeister. Auf schwedischen Münzen von1604—1611 deuten sie Carl IX. an, und sind „Carolus Rex" zu lesen.Dieselbe Bedeutung haben diese Buchstabon auch auf Münzen desKönigs Carl I. von England 1625—1649.

613. Rafael Custos, Kupferstecher von Augsburg, der Sohn des.^.9^. Dominicufi, ist durch zahlreiche Blätter bekannt, welche von

G' cj 1605—1645 datirt sind. Man findet diese Initialen auf Bild-vyl nissen, und auf Blättern mit Darstellungen aus dem altenTestamente. Noch öfter kommen aber die Initialen U C folgerecht vor.Die beiden ersten Buchstaben stehen auf dem achten Blatte einerFolge verschiedener Genrebilder. Es stellt einen am Tische sitzendenKönig vor, wie er von drei Weibern angefallen wird. Diese sonder-baren Damen deuten die Krankheiten an, an denen der hohe Herrleidet. Im Grunde liegt er zu Bette, von Harpyen und andern fabel-haften Thieren gequält. Unten sind lateinische und deutsche Verse :Wer kan die Krankheiten allzehlen | So den Menschen tag vnd nachtguele etc. Links ist die Ziffer VIII. II. 8 Z. 4 L. Br. 10 Z. 10 L.Jedes der Blätter dieser Folge hat erklärende Verse im Bande. Aufetlichen stehen die Buchstaben R. C. in richtiger Folge.

614. C. A. Renesse fand oben unter dem Monogramme C A R.I. No. 2251 eine ausführliche Stelle, insofern nämlich

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die dunklen Lebensverhältnisse des Künstlers es gestatten.Hier handelt es sich um ein seltenes radirtes Blatt, welches einen imLclmstuhlc sitzenden Geistlichen in halber Figur mit Calotte vorstellt.In 3 / 4 Ansicht nach links gewandt, hält er in der Rechten ein Buch,und steckt die Linke in sein Gewand. Links unten sind die Buch-staben CR eingestochen. Dieses Blatt ist in Rembrandt's Weise be-handelt , doch hat beim Actzen das Scheidewasser nicht genug an-gegriffen. Im Catalog des Dccan Veith II. p. ,22 No. 455 ist esbeschrieben.

615. Christian Rothgiesser, Maler und Radirer von Huysum in(Vt> Schleswig, war um die Mitte des 17. Jahrhunderts thätig.

p^ß Vg c , Blätter von seiner Hand, theils mit CR., theils C.Roth.^ "Vy bezeichnet, findet man in der Orientalischen Reise von Olearius.Schleswig 1647. Das beste Blatt ist das Bildniss des Johann Albertvon Mandelsloh. Auch in Olearius' moskowitischer Reise sind Radir-ungen und Stiche von ihm. Dieses Werk erschien 1656. Mit CRfec.bezeichnet ist das Titelblatt zu dem Werke von Kirchmann: üe AnnulisÜber. Slesvici 1057, 8.