Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
232
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232 CR —CRD. Nr. 620 — 624.

Ein genaues Verzeichniss der radirten Blätter dieses Meisters istnoch nicht vorhanden. Wir haben im Künstler-Lexicon XII. S. 400 ff.173 Radirungen aufgezählt, konnten aber nicht auf VollständigkeitAnspruch machen. Eine sehr reiche Sammlung von Blättern diesestrefflichen Meisters besass der Kupferstecher A. von Heydeck, dessenSammlung 1857 unter Leitung des Hrn. R. Weigel in Leipzig ver-steigert wurde. Die Reinhart'schen Radirungen sind im Cataloge vonNo. 375 an verzeichnet. Darunter sind viele Aetzdrüoke, und andereSeltenheiten, welche der zukünftige Verfertiger eines Verzeichnissesder Blätter Reinhart's mit ihren Abdrucksgattungen kennen soll. Eindeutscher Kunstfreund war über einer derartigen Arbeit in Rom voretlichen Jahren gestorben.

620. Unbekannter Maler, welcher vermuthlich im 18. Jahrhundertf) fX n lebte. Die gegebenen Initialen (etwas kleiner) stehen auf^''-'/ einem gut radirten Blättchen, welches einen im Armstuhlesitzenden ältlichen Mann in 3 / 4 Ansicht zeigt. Er ist in einem weitenGewände, und mit einer hohen Pelzmütze dargestellt. Links gegenoben im lichten Theile ist das Zeichen. II. 2 Z. 11 L. Br. 2 Z. 6 L.

621. Charles Rogers Esq., einer der berühmtesten englischen^ Kunstfreunde, legte eine Sammlung von Zeichnungen und

/? /\P Kupferstichen grosser Meister an, und signirte ein .jedes"t' ^-^ Blatt mit den Initialen seines Namens. Man verdanktdiesem wahrhaft kunstgebildcten und gelehrten Manne ein jetzt sehrseltenes Zeichnungs - Imitationswerk unter dem Titel: A CoUection ofPrints in imitation of Drawinys. To wich arc anexed lives of Iheir authonwith explanatory and criliral notes by Charles Rogers Esq. F. II. S. andS. A. L. London, prinied by .1. Mchols m(l, roy. fol. Das Werkerschien in zwei Bänden mit 112 trefflichen Facsimiles in Kupferstichenvon F. Bartolozzi, W. Winne Ryland, J. Basire, S. Watts u. A.Einige Zeichnungen sind in Holzschnitten nachgeahmt, und auf jedemBlatte ist der Name des Besitzers beigefügt. Das von J. Reynoldsgemalte Bildniss des Ch. Rogers ist von Ryland gestochen, und demWerke beigegeben.

622. Carl Riehard, Zeichner und Maler von Aschaffenhurg, istj. K 1. No. 343 eingeführt, da auch ACIi. gelesen

""Ss"* ./^s" ja werden kann. Wir geben daher hier den Rück-"^X^, ^?* y ${*' weis, und enthalten uns jeder weitem Bemerkung.

623. Unbekannter Goldschmied, arbeitete in der zweiten Hälfter> CTi *-\ C YX3 des 17. Jahrhunderts in Nürnberg. Herr Börnerr^vj _£-^ "■„q. fanu 1 ein besser gezeichnetes, als gestochenes Blatt8 O ' "t-t^J^ mit diesen Initialen. Es stellt drei Türkenbund-lilien an einem Stengel vor. Initialen und Jahrzahl sind mit doppeltenLinien gezeichnet. Schildförmig. II. 1 Z. 9 L. Br. 2 Z. 3 L.

Platten solcher Art legten in Nürnberg die Gold- und Silber-schmiede dem Meisteramte als Probe in der Gravirkunst vor. Siewurden in der Lade aufbewahrt, aus welcher sie zu Anfang unseresJahrhunderts in's alte Kupfer übergingen. Die Abdrücke sind sehr selten.

624. Georg Rafael Donner, Bildhauer, wurde 1693 zu Esslingen/ r =L im Marchfelde geboren, gründete seinen Ruf in Ungarn, und\ TT) war e ^ en daran, a * s kaiserlicher Kammerhildhauer in Wien die^tV Früchte seiner Kunst zu erndten, als ihn 1741 der Tod dahin-raffte, den berühmtesten Künstler Oesterreichs damaliger Zeit. Wirhaben im Künstler - Lexicon über diesen Meister Nachricht gegeben,