Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
229
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C. R.

CR. Nr. 608 — 612. 229

608. Conrad Roepel, Maler, geb. im Haag 1679, gestorben 1748.Schüler von Congtantin Netschor, malte er anfangs Bild-nisse, später aber Blumen und Früchte. Auf Bildern dieser

Art, sowie auf Zeichnungen, stehen die Initialen des Namens. DerChurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz besass mehrere Werkedieses Meisters.

609. Carl Ruthart scheint der Verfertiger eines Gemäldeg zuf T> seyn, welches bis 1837 in der Gallerte des Grafen F. de*~ / ' "■• Robiano in Brüssel sich befand. Dieses Gemälde stelltRuinen antiker Gebäude vor, und daneben verzehrt ein Löwe, eineLöwin und ein Tiger einen erlegten Hirsch. Ruthart hatte um 1660bis 1680 als Thiermalor Ruf. Er bediente sich gewöhnlich einesaus CRH bestehenden Monogramms.

610. Carlo Rainaldi, geb. zu Rom 1611, gehört zu denjenigenf~* o Architekten, welche nach dem Vorgange Bernini's den Au-\_> IV. fordorungen der Zeit vollkommen genügten. Seine Zeich-nungen zu Palästen, Kirchen, Fontainen, Grabmälern, öffentlichen An-lagen, Thcatordccorationen waren sehr zahlreich, und eine ziemlicheAnzahl ist durch den Stich bekannt. Entwürfe dieser Art hatte erselbst in Kupfer radirt. Auf einem grossen und seltenen Blatte,welches das Theater der Jesuiten in Rom in Abbildung gibt, stehendie Buchstaben CR. 1650. H. 27 Z. Br. 17 Z. — Auch die grosseDecoration mit dem Opfer Salomon's, welche 1650 al Giesü in Romzu sehen war, hat er selbst in Kupfer radirt, s. gr. roy. fol.

Rainaldi starb 1691.

611. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher um die^ tj Mitte des 17. Jahrhunderts zn Frankfurt a. M. gelebt hat.C- JV . üi 0 gegebenen Initialen findet man auf einer in Holz ge-schnittenen Vignette, welche eine strahlende Sonne mit menschlichemAntlitz innerhalb eines mit Schweifwerk und Früchten verziertenRahmens zeigt. Zu den Seiten einer Sphäre sind weibliche Figurenvorgestellt. H. 3 Z. 4 L. Br. 3 Z. 10 L. — Dicge Vignette flndetman am Schlugse von Druckwerken des Matthäus Merian in Frankfurt,neben andern in Piazza universale: das ist: Allgemeiner Schawplalz,Markt vnd '/.usammenkunfft aller Professionen etc. Frankfurt am Mayn.In Verlag Matthäi Merians Sei. Erben MOCLIX. 4. Dieser Vignettebediente sich der Buchdrucker Hcyl in Frankfurt. Man findet sieauch in Gail's Novum Opus Consiliorum. Francoforti 1662, fol. DieErben Merian's lipssen wahrscheinlich bei ihm drucken.

612. Stempelschneider und Münzmeister, welche verschiedene Ge-

präge mit C. II. bezeichneten.C R> Chrifltopher Ramm stand um 1547 als Münzmeister inp „ Diensten des Hermann von Brüggeney, und 1557 nahm ihn• Wilhelm von Fürstenberg in Bestallung. Gepräge mit denInitialen seines Namens beschreibt der Rcichel'sche Catalog, St. Peters-burg 1842. In diesem kommen alte Riga'sche Münzen mit C. R. vor.Caspar Rytker war von 1593 —1604 Münzmeister zu Olkugz inPolen. Seine Gepräge gind mit C, und auch mit €. R. bezeichnet.

Christoph Riedmüllen gtand zu Anfang deg 17. Jahrhundertg inDiengten des Königs von Polen. Man findet einen Kupferdenar von1601 mit dem polnischen Adler, und den Buchstaben CR. Er wurdezum Andenken Riedmüllen's geprägt.