222 CR. Nr. 583 — 585.
des Bischofstuhles in der Kirche zu Moellu in Holstein. Chapuy hatdie Zeichnung geliefert, und Ramee als Lithograph sein Monogrammbeigefügt.
583. Unbekannter Maler und Radirer, oder vielleicht zweiM. (ß /" i Künstler, von welchen der eine mit dem unten No. 5!)0'£\, / ¥\.'°1o- erwähnten C. Rynvisch Eine Person seyn könnte. Daserste Zeichen findet man auf einem radirten Blatte mit einer Land-schaft, in welcher rechts vorn eine grosse Kuh liegt. Hinter diesemThiere bemerkt man einen Bauer im Gespräche mit seinem Weibe,links im Mittelgründe ruht eine zweite Kuh, und im Grunde stehtein Haus bei Bäumen. Rechts unten am Baumstämme ist das Zeichen.H. 2 Z. Br. 2 Z. 9 L.
Das zweite Monogramm mit der Jahrzahl 16 13 steht links untenauf einem radirten Blatte, welches die Flucht der hl. Familie vor-stellt. Die hl. Jungfrau sitzt auf dem Esel, welchen der Engel amZaume führt. Der Zug geht nach links, wo ein anderer Engel denWeg weiset. Links im Grunde zeigt sich eine steinerne Brücke mitdrei Bogen. H. 1 Z. 3 L. Br. 4 Z. 8 L. — Der unten No. 587 er-wähnte Christian Richter wird wohl der Verfertiger dieses Blattesnicht seyn, da seine Folge von Landschafton mit 1629 und 1630datirt ist.
584. Gottfried Ringli oder Ringgli, welcher oben No. 578 bereitsf-^s JL-, e i ne Stelle fand, dürfte der Träger des ersten ZeichensIX? _, |9. seyn. Man findet beide Monogramme auf Holzschnitten^ ^>—yVJA- mit Trachten des 17. Jahrhunderts in folgendem Werke:honen quibus habitus omnium fere Mundi Gentium — cujusvis condillonis,pro more convenientes et hactenus usitati: Suis imaginibus ad vivum ex-primitur. Nunc primum in lucem editae Per Georgium Straubium Typo-graphum Sangaliensem. Anno ullimae horae MDC, qu. 4. Auf einemandern Blatte dieses Trachtenbuches steht: Liber de Variis l'opulorumViversissimorum Veslibus. Es enthält die Dedication des Georg Straubvon St. Gallen an Huldrich Zollikofer vom Jahre 1600. Dass Ringliein Trachtenbuch herausgegeben habe, war schon früheren Schrift-stellern bekannt, wie dem alten Christ, welcher S. 154 sagt, dass einvon dem obigen allerdings ganz abweichendes Zeichen auf Holzschnittenmit Trachten, welche um 1600 in der Schweiz gedruckt seien, denGotthard Ringel von Zürich bedeuten könne. Dieser Ringel ist unserRingli, welchen Sandrart eben so irrig Rintle nennt. Das zweiteZeichen ist jenes des Formschneiders, da unter demselben das Schneid-messerchen beigefügt ist. Das Zeichen besteht aus den Buchstaben 1R.
585. Caesar Reverdinus bediente sich zur Bezeichnung seiner—/ Kupferstiche verschiedener Zeichen, so dass wir schon
(j. (Tt> unter dem Monogramme Ce Re I. No. 2508 ausführlichvjVvVj-S-e, über ihn handeln mussten. Wir geben daher hier nur(~XK GL. (lie Fortsetzung des früheren Artikels, da die von unsVJ vje/"^ beobachtete Ordnung nicht erlaubte, die gegebenen Zeichenoben beizufügen. Man findet sie auf einigen Blättern, theils mit demBeisatze f. oder fecit, theils in Verbindung mit dem Namen des Meisters.Bartsch P. gr. XV. p. 466 ff. beschreibt 39 Blätter von Reverdino, wirhaben aber im Künstler - Lexicon XIII. S. 58 ff. das Verzeichniss auf50 gebracht. In dem erwähnten Artikel mit dem Monogramm Celleist ein weiterer Anhang gegeben, so dass hier wenig zu sagon ist.Eines der so bezeichneten Blätter stellt die Anbetung der Könige vor,B. No. 3. Am Steine in der Mitte vorn bemerkt man das Monogramm.