Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
221
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CR. Nr. 579 — 582. 221

Geometriach Instrument — jedes Geschütz nit allein richten, sondern zu-gleych auch messen sol — an tag geben durch l.eonhard Zubler, Kurgerzu Xürich MOCVIIl, 4. Das Blatt mit dem dritten Zeichen stelltzwei Artilleristen vor, welche einen Mörser messen und richten. Linksim Mittelgrunde sieht man ein Zeltlager, und rechts ist das Zeichen.H. 3 Z. 10 L. Br. 4 Z. 9 L. Das vierte Zeichen steht auf einemBlatte, welches einen Canonici' vorstellt, wie er im landschaftlichenMittelgründe das Geschütz nach einer aufgesteckten Scheibe richtet.Im Vorgrundc rechts steht der Ilellebardicr neben einem sitzendenSoldaten. II. 3 Z. 11 L. Br. 4 Z. 8 L.

Aehnlich geformt ist auch das Zeichen eines dritten Blattes inZubler's Werk. In diesem sieht man den Büchsenmeister mit demInstrumente vor der Mündung einer Canonc. Ein Artillerist leuchtetihm mit der Laterne, und ein anderer fasst den Ring der Lafette. Inder Ferne brennt eine Veste. Unten im dunklen Vorgrunde ist dasMonogramm zu suchen. 11. 3 Z. 10 L. Br. 4 Z. 9 L. Die übrigenBlätter des Werkchens sind ohne Zeichen, aber ebenfalls von Ringlyradirt. Dann findet man das Monogramm dieses Meisters auch aufeinem Blatte, welches zwei Fusssoldaten und einen Reiter vorstellt, qu. 8.In derselben Grösse sind auch zwei noch nicht beschriebene Radir-ungen : Der arme schlichte Tischler, und der ungerechte reiche Anwalt.

579. Caspar Rutlinger, Schreibmeister, war zu Anfang desTT) 17. Jahrhunderts in Zürich thätig. Man findet sehr schöne

[£\ Vorschriften von ihm, welche verschiedene Capitalbuchstaben^—**» mit Verzierungen enthalten. Sie sind gestochen und in Quartoabgedruckt. Auch Zeichnungen kommen" vor. Auf Blättern dieser Artsteht das Monogramm, und auch der Name: Casparus RutlingerusTigurinus.

580. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten Hälftefl) des 16. Jahrhunderts in Böhmen arbeitete. Man findet seinT\ Zeichen auf Blättern der Kronyka Czeskd. Prag 1541, 4. DiesesWerk wurde vor einigen Jahren mit den alten Lettern und Holz-schnitten neuerdings gedruckt.

581. Unbekannter Zeichner, welcher in der ersten Hälfte des17. Jahrhunderts lebte. Mau findet es auf dem Titclblatte einerFolge von 12 Blättern, welche die Monate vorstellen und von

Elias Holl in Augsburg gegen 1638 radirt wurden. Sie erschienenunter einem eigenen Titclblatte, welches öfters fehlt. Das Zeichenauf diesem deutete Christ auf Caspar Reverdino, welchem es aber vielweniger angehöret, als dem Gottfried Ringli. Unter dem MonogrammeHIE, jenem des Elias Holl, kommen wir auf diese Folge zurück, daunser Monogrammist vielleicht nur auf das Titelblatt Anspruch hat.Wir haben von diesem Werke durch Hrn. J. A. Bürner Kunde.

582. Daniel Ramee, Zeichner und Architekt zu Paris, gehörtfp zu den klassisch gebildeten Künstlern seines Landes. Als Zeich-*-*V ner lernen wir ihn durch die schönen Vignetten folgenden Werkeskennen: TJvrc d'Ileures complet en latin et en francais. — Imprimesous la direction de M. L'Abbe A/Jrc. Paris Kl.Vl, 8. Von ihm selbsthaben wir: llisloire de V Architecture en France depuis les Romainsjusqu' au seizieme siede, par I). Ramee. lllustree de 71 Vignettes surbois. Paris IGfytt, 8. — Ramee hat auch Theil an dem schönen Werke:I-e moyen Age pitloresque: Vues et Fragmens d'Architecture, Meubles, Armes etc.par Chapuy. Das Zeichen steht auf einer lithographirten Abbildung

a.