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CP. Nr. 522—526. 203
wendet. Links oben ist ein Wappen mit CB, und gegenüber dasMonogramm auf einem Täfelchen. Die Jahrzahl 4545 deutet die Zeitder Entstehung an. Um die Vorstellung geht eine Schrift in Cursiven :Christoforo tanle virlutis —■ Ambrosius. II. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z.
522. Paul Greutzberger, 'Formschneider von Nürnberg, überwelchen wir I. No. 1103 bereits gehandelt haben, sollder Träger dieses Zeichens seyn. Man findet es aufHolzschnitten in der von Christoph Endter in Nürnberg
1670 herausgegebenen Bibel-Uebersetzung, fol. Greutzberger arbeitetefür den Kndtor'schen Verlag, und somit wird es wohl keinem Zweifelunterliegen, dass das Monogramm ihm angehöre. Dasselbe Zeichenkommt auch auf einem Folioblatte mit Christus am Kreuze und Magda-lena vor. Dieses Blatt könnte indessen einem älteren Formschneideroder Zeichner angehören, welcher gegen Ende des 16. Jahrhundertsgelebt hat. Christ legt ein dem ersten ähnliches Zeichen dem CrispinPaludanus bei, dieser Meister war aber um 1550 thätig.
523. Cristoforo Paulino, Kupferstecher und Kunsthändler, warT) zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Venedig thätig. Er stach
/fi eine ziemliche Anzahl von Blättern, welche aber meistens in
V-» Büchern vorkommen, wie in : Meditationes piae ac devotae etc.Venctiis apud Jo. AM. Uampazethum 1600, 4. Auf einigen Blättern
steht das Monogramm, auf andern die Adresse: Paulini Form. , oder
Paulino forma.
524. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten HälfteP des 16. Jahrhunderts, und auch noch in der ersteren Zeit des(f folgenden thätig war. Sein Zeichen findet mau auf der Bibliothek-Vignette des Laurcntius Eichstadius. Letzterer sitzt in seiner Biblio-thek am Pulte, umgeben von Sanduhren, Globussen und andern Instru-menten. Auch ein Todtenkopf ist dabei, qu. 12.
Heller, Mouogr. - Lexicon S. 87, weiss von einem um 1590 inDeutschland arbeitenden Kupferstecher mit diesem Zeichen. Er be-zieht sich auf Christ, welcher ein ähnliches Monogramm dem CrispianPaludanus zuschreibt. Letzterer war aber 1590 schon längst vermodert.
525. Unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 17. Jahr-p hunderts in Italien thätig war, und mit Christoph Paulinus kaum* Eine Person ist. Sein Zeichen fanden wir auf einer Titelvignette,welche einen geharnischten Kitter zeigt. Oben auf der Einfassungsind zwei nackte Knaben mit dem Cardinalshute, und unten links be-merkt man das Zeichen. Diese Vignette ist in dem Buche des Jo. PaulusPolanterius a Castro: Psalmorum Davidicorum — Explanalio. Brixiae1600, 4.
526. Georg Pencz, Maler und Kupferstecher von Nürnberg, be-
G diente sich zur Bezeichnung seiner Werke gewöhnlich einesdeutlich aus ß V bestehenden Monogramms, so dass wir unterdiesem ausführlicher auf ihn zurückkommen. Bartsch P. gr. VIII.p. 344 No. 85 erklärt den Kupferstich mit diesem Zeichen für un-zweifelhafte Arbeit des G. Pencz, und somit ist nicht CP. sondernGP zu lesen. Auf einem zweiten Blatte steht dasselbe Zeichen ver-kehrt, welches wir demnach unter PC bringen. Bei Betrachtung desgegebenen Zeichens wird jeder Unkundige C P vennuthen. Man findetes auf dem Blatte, welches Dido vorstellt, wie sie sich stehend denDolch in die Brust stösst. Rechts ist das Ruhebett, auf welches sieden linken Arm stützt. Unten liest man: DIDON, und dabei stehtdas Zeichen. H. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 5 L.