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2 (1860) CF - GI
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204
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204 CP. Nr. 527 — 530.

527. Gerrit Pieters, oder Pieterszen, war nach C. van Mander

Ganfangs Schüler des (Jlasmalcrs Jakob Lenartsz zu Amsterdam,kam aber dann durch Vermittlung des Jakob Rauwaart nachllaarlem, wo ihn Cornelis Cornelissen zu seinen vorzüglichsten Zög-lingen zählte. Gerrit machte da die eifrigsten Studien, besondersnach dem nackten Modelle, so dass wenige seiner Zeitgenossen inDarstellung des Nackten ihm gleich zu setzen sind. Von Haarlembegab er sich nach Amsterdam, und endlich nach Rom, wo der Künst-ler etliche Jahre verweilte, und nach C. van Mander's Versicherungverschiedene herrliche Werke lieferte. Der genannte Schriftstellerbedauert nur, dass Gerrit gezwungen war, so viele Portraite undkleine Bilder zu malen, deren sich zu seiner Zeit in den Händen derBürger und Kunstfreunde Amsterdam's befanden. Der Künstler ver-lebte die letzten Jahre seines Lebens in dieser Stadt. Im Jahre 1604malte er für den St. Sebastians - Doele ein grosses Bild, welches dieCorporalschaft der Bürgerwehr mit ihrem Hauptmanne vorstellt. Da-mals stand der Künstler bereits im reifen Alter, war aber noch um1610 thätig. In der Portraitsammlung dos Heinrich Hondius ist seinBildniss in halber Figur, und malend dargestellt. Im Grunde öffnetsich die Aussicht auf Rom, kl. fol. Jan Ladmiral stach das Bildnissdes Künstlers für die spätere Ausgabe des Werkes des C. van Mander.Gemälde mit dem gegebenen Monogramme kennen wir nicht. Nacheiner gefälligen Mittheilung des Hrn. E. Harzen findet man es aberauf einem radirten Blatte des Meisters, welches die hl. Oäcilia vorder Orgel mit zwei Engeln vorstellt, fol. Dieses Blatt scheint sehrselten zu seyn, da ausser dem uns bekannten Exemplare in Harzen'sSammlung fast in keinem Cataloge desselben erwähnt wird. Ein Blätt-chen mit einem Jäger, welcher rechts am Baume nach Enten schiesst,ist: G. Peelers fecit bezeichnet, qu. 12. Unter diesem Peeters ist unserGerrit zu verstehen. Auf einem Blatte, welches Maria mit dem Kindein einer Landschaft sitzend vorstellt, steht: t'eeters Inv. fecit, 16. Auchwerden ihm drei Jagdstücke ohne Namen und Zeichen zugeschrieben,qu. 4. Vgl. auch CPctrj No. 556.

528. Christoph Pauditz oder Paudiss, angeblich ein Sachse, ging/T) aus Rembrandt's Schule hervor, und verdient als KünstlervL/XL grosse Beachtung. Er malte einige Altarbilder, Figuren vonHeiligen, Brustbilder und Köpfe in Rembrandt's Manier, sogenanntePhilosophen und Alchimisten, Thierstücke, Stillleben und verschiedeneandere Vorstellungen, welche in das Gebiet des Genre einschlagen.Auf einigen Gemälden findet man das Monogramm des Meisters, aufandern stehen die Initialen des Namens. Auch auf Zeichnungen findetman das Monogramm und die Initialen.

Pauditz war Hofmaler dos Fürst-Bischofs von Freising, und starbdaselbst 1667, ungefähr 50 Jahre alt. Das radirte Blatt, welches wirim Künstler-Lexicon XI. S. 20 diesem Künstler zugeschrieben haben,gehört einem andern Meister an.

529. Stempel eines unbekannten Sammlers, welcher auf solchexp, Weise seine Blätter bezeichnete, sowohl Kupferstiche, als Hand-W Zeichnungen. Er scheint im 17. Jahrhunderte gelebt zu haben.

530. Der unbekannte Formschneider mit diesem Zeichen wirda von Heller, Geschichte der Holzschneidekunst S. 217, einge-

aaat^. führt, der genannte Schriftsteller scheint aber seine Copienach einem sehr undeutlichen Monogramme gemacht zu haben, da aufandern Blättern ein aus CE bestehendes Zeichen vorkommt, welches