202 CP. Nr. 519 —521.
findet man auf einer Folge von 12 kräftig radirten Blättern mitreichen, großartigen Compositionen aus der Apokalypse. H. 10 Z.Hr. 9 Z.
Christ, Mouogr.-Erklärung S. 151, wusste bereits von Blättern mitdem Monogramm C P und dem Beisatze Groening., und er bemerkt,dass sich dasselbe vielleicht auf „Crispianum Palidamum" deuten lasse.Er hatte aber zunächst nur das Monogramm des Georg Pencz imSinne, und nebenbei scheint er das zweite Monogramm dem Paludanusvindiciren zu wollen. Es möchte mit einiger Abweichung auf Ge-mälden desselben wirklich vorkommen.
519. Cornelis Poelenburg staffirte bekanntlich mehrere Land-"|""~V schalten des Alexander Kierings mit Figuren, und auf solchen
^LJ Bildern soll das gegebene Zeichen stehen. Brulliot, App. I.^"1 No. 145, gibt es nach einer handschriftlichen Mittheilung desv I Dr. Lucanus in Halberstadt, eines bekannten und erfahrnenKunstfreundes. Ueber A. Kierings haben wir unter A K. No. 776 ge-handelt. Es ist auffallend, dass auf den von Poelenburg staffirtenBildern des A. Kierings nur das Monogramm des ersteren steht, dadoch Kierings ebenfalls ein tüchtiger Meister ist. Er nannte sichvielleicht auch Cierings, wie Jan Cierings, und somit ist das Mono-gramm ein gemeinschaftliches. Ausserdem zeichnete Poelenburg mei-stens mit den Initialen C. P.
520. Unbekannter Maler, welcher um 1560 in den Niederlandenhaben dürfte. Wir sahen in der reichen Sammlung des
W. Schmidt in München ein schönes, brillant gemaltesBild auf Holz mit diesem Zeichen. Es stellt den hl. Hieronymusvor, wie er nackt die Brust mit einem Steine schlägt. Er ist in einervon Felsen umschlossenen Klause, und nur in der Mitte öffnet sichdie Aussicht auf eine Stadt. Für den Meister haben wir keinenNamen, er scheint aber aus der Schule des Lucas van Leyden hervor-gegangen zu seyn. Inwiefern er allenfalls mit dem MonogrammistenCP von 1565 zusammenhänge, können wir nicht entscheiden. DerBesitzer erwarb das Gemälde mit andern Bildern am Rhein.
521. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1564 indenNieder-^—* /--< landen gelebt hat, und der Schule dos alten Meisters S an-(P M-' gehört. Blätter des letzteren beschreibt Bartsch VIII. p. 13,
', bestimmt aber seine Lebenszeit nicht. Diese geht aus eini-'J> (öS ■ gen Kupferstichen hervor, welche mit lSi9 und 4520 be-zeichnet sind. Dadurch ist zugleich auch der Irrthum derjenigen er-wiesen , welche diesen Meister S für älter als A. Dürer halten. DieKupferstiche unseres Monogrammisten sind sehr selten, und man möchteglauben, dass sie innerhalb der Mauern eines Klosters blieben, nämlichin jenem von St. Trudo in Belgien. Nach den gefälligen Mittheilungender Herren Passavant und E. Harzen findet man deren in Manuscriptenaus dem Stifte St. Trudo eingeklebt. Diese Handschriften werden jetztauf der Bibliothek in Lüttich aufbewahrt. Unter den Initialen C P.No. 538 kommen wir auf diesen Meister zurück.
1) Der hl. Trudo als Abt unter einem Bogen stehend mit demKirchenmodelle in der Linken. Die Umgebung bildet eine Landschaft,und rechts breitet sich die Stadt aus. Im Rande ist eine fünfzeiligeInschrift in Cursiven: Trudo trusit hortem — . Amen. Mit dem erstenZeichen und der Jahrzahl 1565. H. 5 Z. 8 L. Br. 4 Z. 2 L.
2) St. Christoph in einem verzierten Panzer nach rechts schreitend,wie er den Kopf nach dem auf seinen Schultern segnenden Christkinde
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/CT gelebt h:( P Hrn. II.X" Bild auf