COL — CON. Nr. 485 — 489. 185
485. Stephan Colbenschlag zeichnete auf radirten und gestoche-
nen Blättern zuweilen Colbensius, indem er seinenColbens. f. 1 Namen latinisirtc. Wir haben unter dem Monogrammntlkihiiiu f 1 C£No.335 über ihn gehandelt, und bemerken daherKAjiuvJvsiu* /.j nur noch> dagg dic Blättcr d ; eges Meisters ziemlich
selten sind.
486. Conrad Meyer, Maler und Radirer, behauptet unter C. M.. r No. 417 eine ausführliche Stelle, und daher bemerken
Co.jyiJ-. w i r hier nur, dass man Bildnisse, kleine biblische Vor-stellungen und Landschaften mit der Bezeichnung Co. M. f. finde.
487. Conrad Block, auch Bloc und Blog, gehört zu den vorzüg-PO\ IUP 1 liebsten Stempclschneidern, welche in der zwei-nX*T „.Ar r ton Hälfte des 16. .Jahrhunderts in den Nieder-LON. ULUC. *. J laiu3cu lebten. Er arbeitete um 1577 — 1602,und hintcrliess eine bedeutende Anzahl von schönen liihlnissmedaillcn.Von 1577 an schnitt er siebenmal das Iiildniss des Prinzen Wilhelmvon Oranien, jedes mit einigen Veränderungen. Die Medaille von1577 hat auf der Rückseite das Bildniss der Prinzessin Charlotte vonBourbon. Auf der Medaille mit dem Bildnisse des Königs Heinrich IV.von Frankreich 1589 steht: CONradus BLC. Fecit. Abgebildet imTresor de Numismatique et (ityptique, Med. franc. pl. 2.9 No. ■*. Sehrschön sind auch die Medaillen mit den Bildnissen des Königs Philipp II.von Spanien, des Erzherzogs Albert und seiner Gemahlin IsabcllaEugenia, des Kupferstechers Cornel Cort &c. Auf der Medaille desletzteren steht: CON. BLOC. F. i.575. Eines seiner letzten Werkeist die Medaille auf den Prinzen Moriz von Oranien 1602.
488. CONRAT A MEIT Ueber den Namen dieses Mci-yAvr Aii7Y~\r>i\/rc V s ters kann kein Zweifel seyn,VWXN WUKJVlö. S(! i ne Verdienste als Bildhauer
sind aber nicht gehörig gewürdiget. Die gegebene Inschrift steht ander Basis eines Schnitzwerkes in Elfenbein, welches im k. bayerischenNational-Museum zu München aufbewahrt wird. Es stellt die Judithmit dem Haupte des Holofernes vor, und ist vollkommen in der Weisedes Albrecht Dürer behandelt. Mcit steht damit demselben nicht nach,und das Werk mag zum Anhaltspunkte dienen, um andere Sculpturendieser Art, deren ohne Namen vorkommen dürften, für den WormserMeister in Anspruch zu nehmen. Wir haben seiner im Künstler-Lexicon IX. S. 237 unter dem Namen Meyt erwähnt. In den teuresecrites de Suisse et d'ltalie etc. V. 494 werden ihm in der Kirche zuBrou die Grabmäler des Herzogs Philibert II. des Schönen von Savoyenund seiner Gemahlin Margarctha von Oesterreich zugeschrieben undals Meisterwerke erklärt. Philibert starb 1504, und Margaretha'1530Es ist daher ein Irrthum, wenn in den erwähnten Briefen 1564 alsTodesjahr des Herzogs angegeben ist.
489. Constantino Malombra von Padua gehört zu den wenig/-.,,„■ . „ ^ bekannten Landschaftern, welche gegenComlan™ muenlor. \ Ende des 16. Jahrhunderts thätig waren.Constanlirms faciebat. I f' r . w * r TOrrnivthlich Maler, wir fanden aber
kein Gemälde von seiner Hand angezeigt.Wenn sich solche finden, so müssen sie in der Composition an Tizianerinnern, da diess auch mit den radirten Blättern der Fall ist, welcheder Meistor L. ü. B. nach seinen Zeichnungen ausgeführt hat. Auf